
Shopware 5 ist seit dem 31. Juli 2024 abgekündigt. Der Wechsel auf Shopware 6 ist kein Update, sondern ein Projekt: Ablauf in sechs Phasen, Dauer, Kosten nach Shop-Größe und die Fehler, die Rankings und Budget kosten.
Shopware 5 ist seit dem 31. Juli 2024 abgekündigt. Es gibt keine regulären Sicherheitsupdates mehr, und jeder weitere Monat auf Shopware 5 erhöht das Risiko und den Aufwand des Wechsels.
Die Shopware Migration ist kein Update, sondern ein neues Shop-Projekt. Sie installieren Shopware 6.7 neu und übertragen Produkte, Kategorien, Kunden, Bestellungen und Medien mit dem kostenlosen Migrationsassistenten. Theme, Plugins, Einkaufswelten und E-Mail-Vorlagen werden neu aufgebaut.
Rechnen Sie mit 6 bis 10 Wochen und etwa 20.000 € für einen kleinen Shop, mit 3 bis 6 Monaten und 40.000 bis 120.000 € für einen mittelständischen Shop mit Schnittstellen und eigenen Plugins.
Wir haben vor der Gründung von solution25 selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seit 2017 setzen wir Shopware-Projekte um, Migrationen von Shopware 5 gehören seit Jahren zu unseren häufigsten Aufträgen.
Wer heute noch auf Shopware 5 verkauft, betreibt einen Shop ohne regulären Sicherheitssupport und sollte wechseln, bevor eine Sicherheitslücke den Zeitpunkt bestimmt. Dieser Beitrag richtet sich an Shop-Betreiber und E-Commerce-Leiter, die einen Shopware-5-Shop verantworten und den Umstieg auf Shopware 6 vorbereiten.
Nach dem Lesen können Sie Aufwand, Dauer und Budget Ihrer Migration realistisch einschätzen, zwischen 1:1-Migration, Relaunch und Neuaufbau entscheiden und Angebote gezielt prüfen. Alle Preise Stand Oktober 2026, zuzüglich Mehrwertsteuer.
Shopware hat die Entwicklung von Shopware 5 Ende Juli 2024 eingestellt. Seitdem gibt es laut der offiziellen End-of-Life-Dokumentation keine proaktiven Sicherheitsupdates mehr, sondern nur noch reaktive Hilfe für Kunden mit laufendem Vertrag.
Der Shop läuft technisch weiter. Aber jede neu entdeckte Lücke im Core, in PHP-Bibliotheken oder in Zahlungs-Plugins bleibt offen, bis jemand sie von Hand schließt. Dazu kommen Plugin-Hersteller und Zahlungsanbieter, die ihre Shopware-5-Versionen nach und nach einstellen.
| Version | Veröffentlicht | Status im Oktober 2026 | Sicherheitsupdates bis |
|---|---|---|---|
| Shopware 5.7 | Mai 2021 | Abgekündigt | 31. Juli 2024 |
| Shopware 6.5 | Mai 2023 | Nur noch Sicherheitsupdates | 28. Februar 2027 |
| Shopware 6.6 | März 2024 | Extended Support | 28. Februar 2028 |
| Shopware 6.7 | Juni 2025 | Aktuelle Version, laufende Entwicklung | Offen, mindestens bis zum Erscheinen von 6.8 |
| Shopware 6.8 | Geplant für 2027 | Angekündigt | Noch nicht festgelegt |
Die Daten stammen von endoflife.date und aus den Ankündigungen von Shopware. Die nächste Hauptversion 6.8 hat Shopware im November 2025 auf 2027 verschoben. Wer jetzt migriert, landet auf Shopware 6.7 und hat vor dem nächsten Versionssprung mindestens ein Jahr Ruhe.
Für Händler, die den Wechsel nicht sofort schaffen, bietet die von Shopware unabhängige Initiative safefive ein kostenpflichtiges Abonnement mit Sicherheits-Patches für Shopware 5.5 bis 5.7.20 an. Das zugehörige Plugin im Shopware Store ist kostenlos, der Vertrag läuft über safefive und richtet sich nach dem Umsatz.
Das ist eine Brücke, kein Ersatz: Neue Funktionen und aktuelle Plugin-Versionen gibt es dort nicht.
Shopware 6 erschien Anfang 2020 als vollständige Neuentwicklung. Es teilt mit Shopware 5 den Namen und den Hersteller, aber weder Datenbankstruktur noch Template-System noch Plugin-Schnittstelle. Deshalb gibt es keinen Update-Knopf, sondern eine neue Installation, in die die Daten übertragen werden.
Das ist viel Arbeit, aber auch die Gelegenheit, Altlasten loszuwerden: ungenutzte Plugins, Kategorien ohne Produkte, Kundenkonten ohne Bestellung seit Jahren. Dafür erhalten Sie ein System mit laufenden Sicherheitsupdates, mit Rule Builder und Flow Builder für Regeln ohne Programmierung und mit Programmierschnittstellen, über die sich Warenwirtschaft (ERP), Produktdatenverwaltung (PIM) und Marktplätze anbinden lassen.
Shopware stellt zwei kostenlose Erweiterungen bereit. Der Migration Connector wird im Shopware-5-Shop installiert und unterstützt die Versionen 5.4.0 bis 5.7.20. Der Migrationsassistent läuft im neuen Shopware 6 und holt die Daten über die Programmierschnittstelle (API) des Connectors oder direkt aus der Datenbank, wenn beide Systeme auf demselben Server liegen.
Der Connector bringt im Shopware-5-Backend den Menüpunkt „Shopware 6 Update-Check“ mit. Er prüft, ob der Server die Anforderungen von Shopware 6 erfüllt und für welche Plugins es eine Shopware-6-Version gibt.
Die Verbindung zwischen beiden Shops bleibt bestehen, bis Sie sie löschen. Der Migrationsleitfaden von Shopware beschreibt das so: „Solange diese Verbindung zu deinem Shopware-5-Shop besteht, kannst du jederzeit Daten aus dem Shopware-5-Shop migrieren.“ Das ist die Grundlage für die Delta-Migration kurz vor dem Livegang.
| Datengruppe | Enthalten | Status |
|---|---|---|
| Basisdaten (Pflicht) | Kategorien, Kundengruppen, Währungen, Verkaufskanäle, Nummernkreise | Wird übernommen |
| Produkte | Produkte, Varianten, Eigenschaften, Übersetzungen, Cross-Selling | Wird übernommen |
| Kunden und Bestellungen | Kunden, Bestellungen, Bestelldokumente, Versandarten | Wird übernommen |
| Medien | Produkt- und Kategoriebilder sowie weitere Mediendateien | Wird übernommen, Download in einem eigenen Schritt |
| SEO-URLs, Bewertungen, Aktionen | SEO-URLs für Produkte und Kategorien, Produktbewertungen, Rabatte und Aktionen | Wird übernommen, Prüfung nötig |
| Zahlungsarten, Anreden, Lieferzeiten | Müssen in Shopware 6 vorher angelegt sein | Manuelle Zuordnung (Premapping) |
| Versandkosten | Regeln und Preise | Nicht übernommen, neu anlegen |
| Theme, Plugins, Einkaufswelten, E-Mail-Vorlagen, B2B Suite | Design, Erweiterungen, Content-Seiten, Vorlagen, B2B-Daten | Nicht übernommen, neu aufbauen |
Grundlage ist die Seite „Was wird von Shopware 5 auf 6 migriert“ in der Shopware-Dokumentation. Zu B2B ist die Aussage dort eindeutig: „Eine Übernahme der Daten aus der B2B-Suite von Shopware 5 in Shopware 6 ist nicht möglich.“
Der erste konkrete Arbeitsschritt jeder Migration ist eine Liste aller Plugins mit vier Spalten: Was tut es, wer nutzt es, gibt es einen Nachfolger für Shopware 6, und was kostet der. In unseren Projekten fällt danach ein Drittel bis die Hälfte der Plugins weg.
Ein angepasstes Standard-Theme mit Logo, Farben, Schriften und einigen Template-Anpassungen kostet 5.000 bis 10.000 € und reicht für viele kleine und mittlere Shops. Ein eigenes Design mit Prototyp und individuellen Komponenten liegt bei 15.000 bis 30.000 €.
Ein Argument für den direkten Sprung auf Shopware 6.7: Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Online-Shops, und 6.7 liefert laut Release-Ankündigung barrierefreie Templates und semantisches HTML standardmäßig mit. Theme und Inhalte müssen trotzdem geprüft werden.
Erstellen Sie vor dem Projekt eine Liste aller Einkaufswelten und Shopseiten mit Aufrufen aus den letzten zwölf Monaten. Was keinen Traffic hat, wird nicht neu gebaut. Für den Rest werden Texte und Bilder exportiert und als Erlebniswelten neu angelegt.
Der Preis der Datenmigration hängt weniger von der Datenmenge ab als von der Datenqualität. Ein Shop mit 50.000 sauberen Artikeln ist schneller migriert als einer mit 5.000 Artikeln, doppelten Artikelnummern und drei Schreibweisen für dieselbe Farbe.
Wie Sie Produktdaten strukturieren, bevor sie in Shopware 6 landen, beschreibt unser Leitfaden Produktdaten für Shopware 6 vorbereiten. Backups, Zuständigkeiten und Zeitplan behandelt die Checkliste zur Vorbereitung der Migration.
Der größte Umsatzverlust bei Migrationen entsteht nicht durch fehlende Daten, sondern durch verlorene Rankings. Zehn Jahre aufgebaute Links und Rankings sind in einer Woche weg, wenn die alten URLs ins Leere laufen.
Das vollständige Vorgehen mit Mapping-Mustern und Testplan steht unter SEO bei Plattform-Migrationen.
Der alte Shop läuft während des gesamten Projekts weiter. Der neue entsteht parallel auf einer Staging-Umgebung, erst am Tag des Livegangs wird die Domain umgeschaltet. Die Dauern sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten, die Phasen überlappen sich.
| Phase | Inhalt | Kleiner Shop | Mittelstand |
|---|---|---|---|
| 1. Analyse und Konzept | Plugin-Inventur, Datenanalyse, Zielbild, Hosting, Angebot | 1 Woche | 2 bis 3 Wochen |
| 2. Aufbau | Installation von Shopware 6.7, Grundkonfiguration, Zahlungsarten, Anreden und Lieferzeiten anlegen, Plugins installieren | 1 Woche | 2 bis 4 Wochen |
| 3. Erste Datenmigration | Verbindung, Premapping, vollständiger Lauf, Fehlerprotokoll, Vergleich der Datensätze | 1 Woche | 2 bis 3 Wochen |
| 4. Theme, Erlebniswelten, Erweiterungen | Theme, Content, Plugin-Ersatz, Eigenentwicklungen, Schnittstellen | 2 bis 4 Wochen | 6 bis 10 Wochen |
| 5. Tests und SEO | Testbestellungen je Zahlungsart, Schnittstellen, Weiterleitungen, Performance, Barrierefreiheit | 1 Woche | 2 bis 4 Wochen |
| 6. Livegang und Hypercare | Content-Freeze, Delta-Migration, Umschaltung, Betreuung nach dem Start | 1 Woche plus 2 Wochen Hypercare | 1 Woche plus 4 Wochen Hypercare |
| Gesamt | 6 bis 10 Wochen | 3 bis 6 Monate |
B2B-Shops mit Kundenportal und Preislisten je Kunde liegen bei 6 bis 12 Monaten, weil die B2B Suite aus Shopware 5 nicht übernommen wird und die Prozesse mit den B2B Components oder eigenen Erweiterungen neu entstehen.
Das neue System braucht laut Update-Guide für Shopware 6.7 PHP 8.2, 8.3 oder 8.4, MySQL ab 8.0.17 oder MariaDB ab 10.11, Node.js ab Version 20 und optional Redis ab 7.0. Ein Server, der heute Shopware 5 mit PHP 7.4 betreibt, ist dafür meist nicht geeignet. Worauf es bei der Serverwahl ankommt, steht unter Shopware Hosting.
Für die Vape-Marken VaporFi, South Beach Smoke und VaporBeast haben wir drei Shops mit eigener Infrastruktur und eigenen Plugins in eine gemeinsame Shopware-6-Umgebung überführt. Der Ausgangspunkt war Magento 2, nicht Shopware 5, die Aufgaben sind aber dieselben wie bei jeder größeren Migration.
Die Details stehen im Projektbericht zur Migration der drei Vape-Shops. Übertragen auf Shopware 5 heißt das: Über den Erfolg entscheiden Plugin-Inventur, gestufte Datenläufe mit Prüfung und ein vollständiges URL-Mapping, nicht der Assistent allein.
Die Kosten der Migration liegen in derselben Größenordnung wie bei einem Neuaufbau mit Shopware 6. Der Assistent spart die manuelle Datenerfassung, nicht die Arbeit an Theme, Plugins, Schnittstellen und Tests. Die folgenden Spannen sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten.
| Shop-Typ | Umfang | Budget | Dauer |
|---|---|---|---|
| Kleiner Shop | Bis etwa 2.000 Produkte, angepasstes Standard-Theme, Store-Plugins, keine Schnittstellen, eine Sprache | 20.000 bis 35.000 € | 6 bis 10 Wochen |
| Mittelstand | Eigenes Design, ERP-Anbindung, eigene Plugins, mehrere Sprachen oder Verkaufskanäle | 40.000 bis 120.000 € | 3 bis 6 Monate |
| B2B und Enterprise | Ersatz der B2B Suite, kundenspezifische Preise, Kundenportal, PIM, komplexe Schnittstellen | ab 120.000 € | 6 bis 12 Monate |
| Position | Kleiner Shop | Mittelstand mit ERP |
|---|---|---|
| Analyse, Konzept, Plugin-Inventur | 1.500 € | 5.000 € |
| Datenmigration und Bereinigung | 4.000 € | 10.000 € |
| Theme und Erlebniswelten | 6.000 € | 20.000 € |
| Plugins ersetzen und entwickeln | 4.000 € | 20.000 € |
| ERP-Anbindung | 0 € | 15.000 € |
| SEO, Tests, Livegang, Schulung | 4.500 € | 10.000 € |
| Gesamt | 20.000 € | 80.000 € |
Dazu kommen die laufenden Kosten des neuen Shops: Hosting für 50 bis 500 € im Monat, Mietlizenzen für Plugins und Wartung. Die Shopware-Lizenz bleibt bei der Community Edition kostenlos, bis der Warenumsatz 1 Million € in 365 Tagen übersteigt; Rise beginnt laut Preisseite von Shopware bei 600 € und Evolve bei 2.400 € im Monat. Alle Betriebskosten haben wir im Beitrag Shopware Kosten 2026 aufgeschlüsselt.
Laut Shopware werden laufende Subscriptions beim Wechsel angerechnet, sodass keine doppelten Lizenzkosten entstehen; klären Sie das vor Projektstart mit dem Shopware-Vertrieb.

Abbildung: Die Datenmigration macht nur ein Achtel des Beispielbudgets aus; wer die Migration plant, sollte bei Theme, Plugins und Schnittstellen ansetzen. Erfahrungswerte solution25 aus Migrationsprojekten, Beispielbudget Mittelstand mit ERP, Stand Oktober 2026
Drei Varianten haben sich bewährt, dazu kommt eine Übergangslösung für Händler, die noch nicht wechseln können.
| Variante | Vorgehen | Passt für | Budget |
|---|---|---|---|
| 1:1-Migration | Daten übernehmen, Standard-Theme im Look des alten Shops, Plugins durch Bordmittel und Store-Plugins ersetzen | Shops, die gut laufen und schnell von Shopware 5 wegmüssen | 20.000 bis 40.000 € |
| Migration mit Relaunch | Daten übernehmen, neues Design, neue Prozesse und Schnittstellen | Shops mit altem Design, schwacher Conversion oder Plugin-Wildwuchs | 40.000 bis 120.000 € |
| Neuaufbau mit Teilübernahme | Nur Kunden und Bestellungen übernehmen, Produktdaten aus PIM oder ERP neu aufbauen | Shops mit schlechten Produktdaten, neuem Sortiment oder Wechsel ins B2B | wie Relaunch, zuzüglich PIM |
| Shopware 5 behalten | Sicherheits-Patches über safefive, keine Weiterentwicklung | Nur als Übergang von wenigen Monaten bis zum Projektstart | Abonnement nach Umsatz |
Drei Fragen genügen für eine erste Einordnung, bevor Sie Angebote einholen.
Unsere Einschätzung: Für die meisten Shopware-5-Shops empfehlen wir die 1:1-Migration und den Relaunch erst einige Monate nach dem Livegang. So ist der Shop schnell wieder auf einer unterstützten Version, und Designentscheidungen beruhen auf Daten aus dem neuen System statt auf Vermutungen. Migration und Relaunch in einem Projekt lohnen sich nur, wenn Design oder Conversion ohnehin seit Jahren das eigentliche Problem sind.
Die ausführliche Version mit allen Konfigurationspunkten ist unsere Pre-Go-Live-Checkliste für Shopware.
Ob die Migration gelungen ist, zeigt sich in den ersten acht Wochen. Prüfen Sie die Werte in den ersten zwei Wochen täglich, danach wöchentlich, jeweils im Vergleich zum Zeitraum vor der Umstellung.
| Kennzahl | Werkzeug | Richtwert |
|---|---|---|
| Organische Klicks | Google Search Console | Minus 5 bis 10 % in der ersten Woche sind normal, ein dauerhafter Rückgang von 20 % ist ein Fehler |
| 404-Fehler | Search Console, Crawler wie Screaming Frog | Keine 404 bei den 100 wichtigsten alten URLs, neue 404 innerhalb eines Tages weiterleiten |
| Conversion-Rate | Google Analytics 4 | Nicht mehr als 10 % unter dem Vorzeitraum |
| Ladezeit | PageSpeed Insights | LCP (Ladezeit des größten Elements) bis 2,5 Sekunden, INP (Reaktionszeit) bis 200 Millisekunden, CLS (Layoutverschiebung) bis 0,1 |
| Datenabgleich | ERP und Bestellübersicht | Bestellungen und Bestände stimmen täglich überein |
Nachsteuern sollten Sie, wenn die Klicks nach vier Wochen noch 20 % unter dem Vorzeitraum liegen, die Conversion-Rate zwei Wochen in Folge fällt oder die 404-Fehler nicht weniger werden. Klick- und Conversion-Werte sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten, die Grenzwerte für die Ladezeit stammen von Google.
Warum solche Fehler teuer werden, beschreibt unser Beitrag zu fehlerhaften Shopware-6-Migrationen.
Gar nicht mehr regulär. Shopware hat die Entwicklung Ende Juli 2024 eingestellt, laut endoflife.date endete der Sicherheitssupport für Shopware 5.7 am 31. Juli 2024. Kunden mit laufendem Vertrag erhalten reaktive Hilfe, Sicherheits-Patches gibt es nur noch über das kostenpflichtige Abonnement von safefive.
Technisch ja, der Shop läuft weiter, aber ohne Sicherheitsupdates, und Plugin-Hersteller und Zahlungsanbieter stellen die Unterstützung nach und nach ein. Als Übergang von einigen Monaten mit safefive ist das vertretbar, als Dauerzustand nicht.
Shopware 6 ist eine Neuentwicklung auf Basis von Symfony, Twig und Vue.js mit API-First-Architektur. Statt Einkaufswelten gibt es Erlebniswelten, statt Subshops Verkaufskanäle, dazu Rule Builder und Flow Builder für Regeln ohne Programmierung. Plugins, Themes und Datenbankstruktur sind nicht kompatibel, deshalb ist der Wechsel eine Migration.
Ein kleiner Shop mit Standard-Theme und wenigen Plugins braucht 6 bis 10 Wochen. Ein mittelständischer Shop mit eigenem Design, ERP-Anbindung und eigenen Plugins liegt bei 3 bis 6 Monaten, B2B-Projekte bei 6 bis 12 Monaten. Der alte Shop läuft in dieser Zeit weiter.
Die Lizenz kostet 0 € in der Community Edition, ab 600 € im Monat für Rise und ab 2.400 € im Monat für Evolve, Beyond wird individuell angeboten. Die Migration auf Shopware 6 selbst kostet für kleine Shops etwa 20.000 €, für mittelständische Shops 40.000 bis 120.000 €, dazu kommen Hosting, Plugins und Wartung.
Ein Shopware 7 ist nicht angekündigt. Shopware entwickelt in Hauptversionen innerhalb der 6er-Reihe weiter, die nächste ist 6.8, und die hat Shopware im November 2025 auf 2027 verschoben.
Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Shopify ist schneller live und günstiger im Einstieg, Shopware ist flexibler, nimmt keine Provision pro Bestellung und ist im B2B deutlich stärker. Wer von Shopware 5 kommt und eigene Prozesse, Schnittstellen oder viele Varianten hat, ist mit Shopware 6 meist besser bedient.
Schicken Sie uns das Ergebnis des Update-Checks oder Ihre Plugin-Liste über unsere Kontaktseite. Wir prüfen Plugins, Daten und Schnittstellen und nennen Ihnen Aufwand, Dauer und Budget für Ihre Migration. Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Leistungsseite zur Migration von Shopware 5 auf 6.
Unsere kostenlose Shop-Analyse zeigt außerdem, wo Ihr Shopware-5-Shop heute Umsatz liegen lässt und welche Punkte in das Migrationsprojekt gehören.

Besnik Bilalli ist Gründer und CEO von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der ersten Kalkulation bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besnik Bilalli. Stand: Oktober 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Januar 2027.