
Welches Hosting Shopware 6.7 braucht (PHP 8.2 bis 8.4, MySQL 8.4, Redis, OpenSearch), wie sich Self-Hosted, PaaS Native und SaaS unterscheiden und was Hoster von maxcluster bis Hetzner kosten.
Shopware 6.7 braucht PHP 8.2 bis 8.4, MySQL ab 8.0.17 oder MariaDB ab 10.11, dazu Node.js ab 20 für den Build und optional Redis ab 7.0. Ein einfaches Webhosting-Paket erfüllt das selten, weil Worker-Prozesse, Cronjobs, Redis und ausreichend PHP-Speicher fehlen.
Für die meisten Händler ist Managed Shopware Hosting bei einem spezialisierten Anbieter in Deutschland die richtige Wahl. Als Erfahrungswert kostet es 50 bis 100 € im Monat für kleine Shops, 150 bis 500 € im Mittelstand und 500 bis 1.500 € für B2B- und Cluster-Umgebungen.
Shopware PaaS Native und Shopware SaaS nehmen Ihnen den Betrieb ab, die Preise gibt es nur auf Anfrage. PaaS Native läuft auf AWS in Frankfurt und passt zu Teams mit eigener Entwicklung, SaaS erlaubt nur Apps statt Plugins.
Ein unpassendes Hosting fällt selten beim Start auf, sondern unter Last, bei Updates oder bei einem Ausfall, und dann kostet es Umsatz. Dieser Beitrag richtet sich an Shop-Betreiber mit eigenem Shopware-Shop und an E-Commerce-Verantwortliche, die einen neuen Shop aufsetzen oder den Hoster wechseln wollen.
Nach dem Lesen können Sie die passende Betriebsart wählen, Angebote von Hostern mit einer Checkliste prüfen und die Servergröße für Ihren Shop einschätzen.
Wir haben vor der Gründung von solution25 selbst einen Online-Shop betrieben und wissen, was ein überlasteter Server an einem Aktionstag kostet. Seit 2017 setzen wir Shopware-Projekte um und begleiten den Betrieb, vom ersten Managed Server bis zum Cluster mit Lastverteilung.
Grundlage sind die offiziellen Anforderungen von Shopware, die Preisseiten der Anbieter und Erfahrungswerte aus unseren Projekten. Alle Preise Stand Oktober 2026, zuzüglich Mehrwertsteuer. Wo ein Anbieter nur Bruttopreise nennt, ist das vermerkt.
Shopware 6 lässt sich auf drei Arten betreiben. Die Wahl entscheidet, wer die Server verantwortet, welche Erweiterungen möglich sind und wie Sie bezahlen.
| Kriterium | Self-Hosted | PaaS (Shopware PaaS Native) | SaaS (Shopware Cloud) |
|---|---|---|---|
| Infrastruktur | Hoster Ihrer Wahl, Sie oder Ihre Agentur verantworten den Betrieb | Shopware betreibt die Plattform auf AWS in Frankfurt | Shopware betreibt alles |
| Erweiterungen | Plugins und Apps | Plugins und Apps | Nur Apps |
| Updates | Sie oder Ihre Agentur | Ihr Team, Shopware patcht die Plattform | Automatisch durch Shopware |
| Pläne | Community Edition, Rise (online buchbar), Evolve, Beyond | Rise, Evolve, Beyond über den Vertrieb | Rise, Evolve, Beyond über den Vertrieb |
| Hosting-Kosten | 50 bis 1.500 € im Monat (Erfahrungswert) | Nach Infrastrukturbedarf, auf Anfrage | Im Plan enthalten, Preis auf Anfrage |
| Passt für | Händler, die Kontrolle über Code, Daten und Kosten wollen | Teams mit eigener Entwicklung oder einer Agentur, die regelmäßig deployt | Händler ohne Entwickler und mit Standardprozessen |
Beim Self-Hosting mieten Sie einen Server oder ein Managed-Hosting-Paket und installieren Shopware dort. Sie haben vollen Zugriff auf Code, Datenbank und Server, können jedes Plugin nutzen und wechseln den Hoster, wann Sie wollen. Voraussetzung ist, dass jemand die Verantwortung für Updates, Backups und Monitoring übernimmt: Sie selbst, Ihre Agentur oder der Hoster.
Self-Hosting ist außerdem die einzige Betriebsart, in der sich der Rise-Plan direkt im Shopware-Account buchen lässt, und die lizenzfreie Community Edition gibt es nur selbst gehostet. Laut Preisseite von Shopware übernimmt ein zertifizierter Hosting-Partner die Erstinstallation kostenlos.
Shopware PaaS stellt eine verwaltete Infrastruktur bereit, auf der Ihr Team die Anwendung selbst entwickelt und deployt. Es gibt zwei Varianten: Shopware PaaS Native, die eigene Plattform von Shopware, und Shopware PaaS auf Upsun, dem Produkt von Platform.sh.
PaaS Native läuft laut Shopware-Dokumentation auf Kubernetes in der AWS-Region eu-central-1 in Frankfurt. Enthalten sind eine verwaltete MySQL-Datenbank, S3-Objektspeicher, OpenSearch, Valkey als Cache und Fastly als CDN mit Web Application Firewall.
Deployments laufen über Git und das Kommandozeilenwerkzeug sw-paas, FTP gibt es nicht. Shopware verantwortet Verfügbarkeit, Plattform-Patches und Backups mit sieben Tagen Aufbewahrung, Ihr Team verantwortet Plugins, Theme, Shopware-Updates und Lasttests. Die Preise richten sich nach dem Infrastrukturbedarf und werden individuell angeboten, mehr dazu in unserem Beitrag zu Shopware PaaS auf Platform.sh.
In der SaaS-Variante betreibt Shopware die komplette Umgebung, inklusive automatischer Software-Updates, Hosting und Wartung der Infrastruktur. Sie konfigurieren den Shop, Shopware kümmert sich um den Rest.
Die Grenzen liegen in der Anpassbarkeit: Erweiterungen laufen nur als Apps, klassische Plugins mit eigenem PHP-Code sind nicht möglich. Einen Rechenzentrumsstandort nennt Shopware auf der Produktseite nicht, nur die Einhaltung europäischer Standards. Fragen Sie im Vertriebsgespräch nach Region und Auftragsverarbeitungsvertrag.
Shopware 6.7 ist seit dem 17. Juni 2025 die aktuelle Version, die Vorgängerversion 6.6 erhält bis Februar 2028 Sicherheitsupdates. Die Versionsangaben für PHP, Datenbank, Node.js und Redis stammen aus dem Update Guide für Shopware 6.7. Einstellungen wie memory_limit und OPcache sowie die Mindestversionen für Elasticsearch und Varnish nennen die Systemvoraussetzungen für Shopware 6.6, neuere Angaben dazu gibt es nicht.
| Komponente | Mindestanforderung Shopware 6.7 | Unsere Empfehlung für den Produktivbetrieb |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Linux oder ein anderes Unix-System, Windows-Server werden nicht unterstützt | Aktuelles Debian oder Ubuntu LTS |
| PHP | 8.2, 8.3 oder 8.4; memory_limit mindestens 512 MB, max_execution_time mindestens 30 Sekunden | PHP 8.3 oder 8.4 mit PHP-FPM, OPcache ab 256 MB, APCu ab 128 MB. PHP 8.2 verliert Ende 2026 den Sicherheitssupport |
| Datenbank | MySQL ab 8.0.17 (nicht 8.0.20 und 8.0.21) oder MariaDB ab 10.11 (nicht 10.11.5 und 11.0.3) | MySQL 8.4 LTS, seit Shopware 6.6.3 unterstützt; max_allowed_packet mindestens 32 MB. MySQL 8.0 ist seit April 2026 aus dem Support |
| Webserver | Apache ab 2.4 mit mod_rewrite oder nginx, Konfigurationsvorlagen gibt es auch für Caddy | nginx mit HTTP/2, davor Varnish ab Version 6 oder ein CDN |
| Node.js | Version 20 oder neuer, nur für den Build von Administration und Storefront | Build in der CI-Pipeline statt auf dem Produktivserver |
| Redis | Optional, ab Version 7.0 | Ab mittleren Shops Pflicht: für Cache, Sessions, Locks und Nummernkreise |
| Suche | Optional: Elasticsearch ab 7.8 oder OpenSearch ab 1.0 | OpenSearch, sobald der Katalog mehrere tausend Produkte hat |
| Message Queue | Standard ist die Datenbank als Transport | Worker per CLI und Cron, bei hohem Volumen Redis oder RabbitMQ als Transport |
| Arbeitsspeicher | Shopware nennt für Produktivserver keine Zahl, für Entwickler-Rechner 8 GB (empfohlen 16 GB) | Erfahrungswert: mindestens 8 GB für einen einzelnen Server, 16 bis 32 GB mit OpenSearch |
Shopware 6.7 unterstützt PHP 8.2, 8.3 und 8.4, der aktuelle Entwicklungszweig erlaubt laut composer.json bereits PHP 8.5. Der Sicherheitssupport für PHP 8.2 endet laut endoflife.date am 31. Dezember 2026, für 8.3 Ende 2027 und für 8.4 Ende 2028. Wer heute aufsetzt, nimmt 8.3 oder 8.4.
Das memory_limit von 512 MB ist ein Minimum. Bei großen Importen, Indexierungen und der Bildgenerierung sehen wir in Projekten regelmäßig 1 GB im CLI-Kontext.
Die ausgeschlossenen Versionen in der Tabelle haben bekannte Fehler. MySQL 8.4 LTS wird seit Shopware 6.6.3 unterstützt und ist die sinnvolle Wahl für neue Server, denn der Extended Support für MySQL 8.0 ist laut endoflife.date am 30. April 2026 ausgelaufen.
Shopware empfiehlt in seinen Performance-Tipps MySQL gegenüber MariaDB, weil MySQL JSON-Felder besser filtert, sortiert und aggregiert. MariaDB 10.11 funktioniert trotzdem und wird als LTS-Version bis Februar 2028 gepflegt.
Node.js ab Version 20 braucht Shopware 6.7 nicht zur Laufzeit, sondern zum Bauen von Administration und Storefront, seit 6.7 mit Vite statt Webpack. Auf dem Produktivserver muss Node nicht laufen, wenn der Build in einer Pipeline stattfindet, wie wir es unter Shopware CI/CD beschreiben. Composer 2, Git und SSH-Zugang gehören in jedem Fall dazu, ohne sie lässt sich Shopware 6.7 nicht sauber betreiben.
Redis ist für Shopware offiziell optional, in der Praxis ab mittleren Shops Pflicht. Shopware empfiehlt Redis für Sessions, den Anwendungscache, die verzögerte Cache-Invalidierung, Locks im Cluster und bei hohem Bestellaufkommen für die Nummernkreise.
Elasticsearch oder OpenSearch ersetzt die MySQL-Suche und beschleunigt Listings, Filter und Suche. Laut Entwicklerdokumentation lohnt sich die Anbindung, sobald ein Projekt mehrere tausend Datensätze hat. Mehr dazu unter Elasticsearch in Shopware.
Die Message Queue verarbeitet Indexierung, Mails, Importe und Flow-Builder-Aktionen im Hintergrund. Shopware rät für den Produktivbetrieb, den Admin-Worker abzuschalten und stattdessen messenger:consume und scheduled-task:run per Cron etwa jede Minute laufen zu lassen. Genau das können viele einfache Webhosting-Pakete nicht.
Shared-Hosting-Angebote mit Shopware-Logo gibt es ab rund 10 € im Monat. Für einen Testshop reichen sie, für den Verkauf nicht. Es fehlen in der Regel vier Dinge:
Einen Hoster, der Shopware ernst nimmt, erkennen Sie an den Antworten auf konkrete Fragen. Diese zehn Punkte fragen wir bei jedem Angebot ab:
Auch beim Managed Hosting bleiben Shopware-Updates, Plugins und Theme bei Ihnen oder Ihrer Agentur. Wie wir diese Aufgabe übernehmen, beschreiben wir auf unserer Seite zum Shopware Hosting.
Die Übersicht nennt nur Preise, die am 28. Oktober 2026 öffentlich auf den Anbieterseiten standen, sonst steht „auf Anfrage“. Die Einstiegspreise gelten für Mindestkonfigurationen, die für einen produktiven Shopware-Shop oft nicht ausreichen.
| Anbieter | Modell | Einstiegspreis im Monat | Standort | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| maxcluster | Managed Hosting und Cluster | Auf Anfrage | Frankfurt am Main | Shopware Platinum Hosting Partner; Redis, Varnish, Elasticsearch und RabbitMQ vorkonfiguriert; 99,99 % Verfügbarkeit; ISO 27001, PCI DSS, ISAE 3402 |
| creoline | Managed Server und Cluster | 49,99 € (2 vCPU, 6 GB RAM) bis 179,92 € (8 vCPU, 16 GB RAM) | Frankfurt am Main | Shopware Platinum Hosting Partner; Shopware 6.7 vorinstalliert; OpenSearch und Redis als Zusatzprodukte; 99,99 % Verfügbarkeit; ISO 27001 |
| Profihost | Managed Hosting und Managed Server | 49 € (Paket Shopware Hosting, ohne Angabe zur Mehrwertsteuer); Managed Server auf Anfrage | Oberhausen | Shopware Gold Hosting Partner; tägliche Backups, fünf Tage Aufbewahrung; Support Mo bis Fr 8 bis 18 Uhr; Rechenzentrum nach ISO 27001 |
| Timme Hosting | Managed vServer, Managed Server, ScaleServer | 66 € (Managed vServer, plus 59 € Einrichtung); 149 € (Managed Server, plus 69 € Einrichtung); ScaleServer ab 62,50 €, stundengenau abgerechnet | Deutschland | OpenSearch ab Managed vServer, Redis; Backups zehn Tage; Umzug bei Neubestellung kostenlos; 14 Tage Test |
| Mittwald | Managed vServer im mStudio | Ab 21 € | Deutschland | Container-Hosting, Redis und Node.js; nur für Geschäftskunden |
| Hetzner Cloud | Self-Managed Cloud-Server | Ab 43,49 € mit dedizierten vCPUs, ab 6,49 € mit geteilten vCPUs | Falkenstein, Nürnberg | Keine Shopware-Betreuung; Preise für dedizierte vCPUs seit 15. Juni 2026 deutlich höher (kleinste Instanz von 15,99 auf 42,99 €) |
| IONOS | VPS mit Root-Zugriff, unmanaged | VPS L+ (4 vCPU, 8 GB RAM): 22 € inklusive Mehrwertsteuer, Aktionspreis 7 € für drei Monate | Deutschland (EU) | Installation und Betrieb in Eigenregie; Backups ab 6 Cent je GB extra |
Shopware selbst führt in seinem Hosting-Partnerverzeichnis creoline und maxcluster als Platinum Partner, enerSpace, Profihost und rackSPEED als Gold Partner. Der Status ersetzt die Checkliste nicht, zeigt aber, dass der Anbieter regelmäßig Shopware-Shops betreibt.
Der Unterschied zwischen einem vServer für 21 € und einem Managed Server für 180 € liegt selten in der Hardware, sondern im Leistungsumfang: vorkonfigurierte Dienste, Monitoring rund um die Uhr, Administratoren mit Shopware-Erfahrung und eine vertraglich zugesagte Verfügbarkeit.
Bei Hetzner und IONOS bekommen Sie Rechenleistung zu einem Bruchteil des Managed-Preises, aber keinen Shopware-Betrieb. Betriebssystem-Updates, PHP-Konfiguration, Redis, OpenSearch, Backups, Firewall, Monitoring und die Reaktion um drei Uhr nachts liegen bei Ihnen.
Rechnen Sie ehrlich: Vier Stunden Administration im Monat zu 100 € kosten mehr als der Aufpreis für Managed Hosting. Self-Managed lohnt sich für Agenturen mit eigenem DevOps-Team oder für Händler, die ohnehin mehrere Systeme betreiben.
Shopware gibt für Produktivserver keine Hardware-Empfehlung, weil Plugins, Produktanzahl und Traffic den Bedarf bestimmen. Die folgenden Werte sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten, keine Garantie.
| Shop-Größe | Typische Kennzahlen | Empfohlene Umgebung | Managed Hosting im Monat (Erfahrungswert) |
|---|---|---|---|
| Starter | Bis 1.000 Produkte, bis 50 Bestellungen am Tag, wenige Plugins | Ein Server mit 2 bis 4 vCPU, 8 GB RAM, NVMe-SSD und Redis; die MySQL-Suche reicht | 50 bis 100 € |
| Mittelstand | 1.000 bis 20.000 Produkte, 50 bis 300 Bestellungen am Tag, ERP-Anbindung, mehrere Sprachen | 4 bis 8 vCPU, 16 bis 32 GB RAM, Redis, OpenSearch, Staging-Umgebung, optional Varnish | 150 bis 500 € |
| B2B und Enterprise | Über 20.000 Produkte, Varianten, kundenspezifische Preise, Kampagnenspitzen | Cluster: zwei oder mehr App-Server, separater Datenbankserver, Redis, OpenSearch-Cluster, Varnish oder CDN, Lastverteilung | 500 bis 1.500 €, Cluster ab 1.000 € |
Zwei Hinweise aus der Praxis: Die Datenbank profitiert stärker von RAM als von CPU, und OpenSearch braucht eigenen Arbeitsspeicher. Wer OpenSearch auf einem Shopware Server mit 8 GB neben MySQL und PHP-FPM betreibt, bekommt drei langsame Dienste statt eines schnellen.
Planen Sie Spitzen ein. Ein Newsletter an 50.000 Empfänger bringt innerhalb von Minuten ein Vielfaches der normalen Last, und Hoster mit Cloud-Infrastruktur erhöhen Ressourcen deutlich schneller als Anbieter dedizierter Hardware.
Bei der Beauty-Marke Saltedbeauty (Fallstudie auf Englisch) haben wir die Migration auf Shopware 6 in Phasen durchgeführt: Datenmapping, Prüfung der Plugin-Kompatibilität und schrittweise Tests. Die Umstellung lief laut Fallstudie ohne Ausfallzeit.
Die neue Struktur ist auf hohen Traffic in Aktionszeiträumen ausgelegt, dazu kamen Optimierungen für Ladezeit, Checkout-Geschwindigkeit und mobile Darstellung sowie automatisierte Tests auf allen Geräten. Nach dem Start zeigten die Kennzahlen schnellere Ladezeiten, längere Sitzungen und niedrigere Absprungraten, Prozentwerte nennt die Fallstudie nicht.
Für Ihre Planung heißt das: Dimensionieren Sie nach der stärksten Aktion des Jahres, nicht nach dem Durchschnitt, und testen Sie jeden Umzug auf einer Staging-Umgebung, bevor Sie die DNS umstellen.
Hosting ist in der Gesamtrechnung eines Shopware-Projekts ein kleiner Posten. In unserem Beitrag zu den Shopware Kosten rechnen wir für den Starter-Shop mit 80 € im Monat, für den Mittelstands-Shop mit 250 € und für den B2B-Shop mit 600 €. Das sind in allen drei Beispielen weniger als 4 % der Kosten im ersten Jahr, trotzdem ist der Einstiegspreis selten der Endpreis.
Für Shopware PaaS Native und Shopware SaaS veröffentlicht Shopware keine Preise, beide gibt es ab Rise nur über den Vertrieb.
Unsere Einschätzung: Für Händler unter 1 Mio. € Jahresumsatz empfehlen wir fast immer Self-Hosting bei einem spezialisierten Anbieter, weil es am günstigsten ist und jedes Plugin erlaubt. PaaS rechnet sich nach unserer Erfahrung erst, wenn ein Entwicklungsteam mehrmals pro Woche deployt, SaaS passt, wenn kein Entwickler beteiligt ist und Apps aus dem Store ausreichen.
Wie groß der Unterschied zwischen Shops ist, zeigt der Performance Benchmark Report von Tideways für das erste Halbjahr 2026 mit Daten aus über 300 Shopware-6-Shops. Die schnellsten 10 % liefern eine Produktseite in 223 Millisekunden PHP-Zeit, der Median liegt bei 607 Millisekunden, die langsamsten 10 % brauchen 1.279 Millisekunden.
Bei der Startseite ist die Spanne noch größer: 41 Millisekunden bei den schnellsten gegenüber 1.215 Millisekunden bei den langsamsten 10 %, also fast Faktor 30. Dieselbe Software, aber andere Server, andere Plugins und eine andere Konfiguration.
Ein guter Hoster liefert diese Einstellungen vorkonfiguriert, ein sehr guter erklärt Ihnen, welche davon er warum gesetzt hat. Wie Sie Engpässe mit k6, Blackfire und New Relic finden, beschreiben wir unter Shopware Performance.

Abbildung: Die Grafik zeigt, wie weit die Antwortzeiten bei identischer Software auseinanderliegen; Server, Plugins und Konfiguration entscheiden, auf welcher Seite der Spanne Ihr Shop landet. Quelle: Tideways, Performance Benchmark Report H1 2026 für Shopware 6 (über 300 Shops), veröffentlicht am 01.10.2026
Drei Fragen genügen für eine erste Einordnung:
Unsere Empfehlung für die meisten Händler bis 1 Mio. € Umsatz: Managed Shopware Hosting in Deutschland, PHP 8.4, MySQL 8.4, Redis, eine Staging-Umgebung und ein klarer Vertrag darüber, wer Updates einspielt. Was in der Produktivumgebung zusätzlich eingerichtet sein sollte, haben wir separat zusammengestellt.
Ob das Hosting passt, zeigen wenige Kennzahlen. Die Schwellen für Auslastung und Backup-Tests sind Erfahrungswerte, die übrigen Werte stammen aus den verlinkten Quellen.
Einen Linux-Server mit PHP 8.2 bis 8.4, MySQL ab 8.0.17 oder MariaDB ab 10.11, SSH-Zugang, Composer, Cronjobs und Worker-Prozessen. Redis und OpenSearch sind optional, ab mittleren Shops aber sinnvoll. Einfache Webhosting-Pakete erfüllen diese Anforderungen selten.
Managed Shopware Hosting in Deutschland beginnt bei rund 50 € im Monat. Als Erfahrungswert rechnen wir mit 50 bis 100 € für kleine Shops, 150 bis 500 € im Mittelstand und 500 bis 1.500 € für B2B- und Cluster-Umgebungen. Shopware PaaS und SaaS gibt es nur mit individuellem Angebot.
Shopware Cloud ist der Oberbegriff für die von Shopware betriebenen Varianten SaaS und PaaS. Bei SaaS übernimmt Shopware Hosting, Updates und Wartung, Erweiterungen laufen nur als Apps. Bei PaaS stellt Shopware die Infrastruktur, Ihr Team entwickelt und deployt die Anwendung selbst.
Gesetzlich vorgeschrieben ist das nicht, die DSGVO verlangt einen Auftragsverarbeitungsvertrag und ein angemessenes Schutzniveau. Ein Rechenzentrum in Deutschland oder der EU erspart Ihnen die Prüfung von Drittlandtransfers. Alle Managed Hoster in unserem Vergleich und Shopware PaaS Native hosten in Deutschland.
Die Community Edition ist lizenzfrei, Rise kostet ab 600 € im Monat, Evolve ab 2.400 €, Beyond wird individuell kalkuliert. Hinzu kommen Hosting, Umsetzung, Erweiterungen und Wartung. Eine vollständige Rechnung mit drei Beispielbudgets finden Sie in unserem Beitrag zu den Shopware Kosten.
Beim Hosting unterscheiden sich beide grundlegend: Shopify ist ausschließlich SaaS, das Hosting ist immer enthalten und nicht wählbar. Shopware lässt Ihnen die Wahl zwischen eigenem Server, PaaS und SaaS, mit vollem Zugriff auf Code und Daten. Für Händler mit eigenen Prozessen und Schnittstellen gibt das meist den Ausschlag für Shopware.
Shopware 6 ist eine Open-Source-Shopsoftware aus Deutschland auf Basis von PHP und Symfony mit API-first-Architektur. Sie lässt sich selbst hosten oder als PaaS und SaaS von Shopware betreiben und richtet sich an Händler vom Mittelstand bis zum Enterprise-Segment, im B2C wie im B2B.
Bei Self-Hosting ja: Ein Umzug besteht aus Dateien, Datenbank und Medien und dauert mit Staging-Test und DNS-Umstellung in der Regel wenige Tage. Mehrere Managed Hoster übernehmen den Umzug bei Neubestellung kostenlos.
Sie planen einen neuen Shopware-Shop oder sind mit Ihrem aktuellen Hosting unzufrieden? Schreiben Sie uns, wir empfehlen Ihnen auf Basis von Sortiment, Bestellvolumen und Schnittstellen eine passende Umgebung und sagen auch, wenn ein kleinerer Server reicht.
Sie betreiben bereits einen Shop? Unsere kostenlose Shop-Analyse prüft neben Conversion und Sichtbarkeit auch Ladezeiten und zeigt, wo Sie Umsatz liegen lassen.
Mehr über unsere Arbeitsweise, Zertifizierungen und Standorte lesen Sie auf der Seite Shopware Agentur solution25.

Besnik Bilalli ist Gründer und CEO von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der ersten Kalkulation bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besnik Bilalli. Stand: Oktober 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Januar 2027.