
Shopify ist schneller und im Einstieg günstiger, Shopware flexibler und im B2B stärker. Wir setzen beide Systeme um und zeigen mit offiziellen Preisen und Rechenbeispiel, welches System zu welchem Shop passt.
Shopify ist das schnellere und im Einstieg günstigere System. Hosting, Updates und Sicherheit sind im Abo enthalten, die Pläne beginnen in Deutschland bei 36 € im Monat, und ein Standard-Shop ist in wenigen Wochen online.
Shopware ist das flexiblere System für Händler mit eigenen Prozessen. Die Community Edition kostet keine Lizenz, der Code ist offen, es gibt keine Provision auf Bestellungen über fremde Zahlungsanbieter, B2B-Funktionen stecken im Kern, und der Serverstandort ist frei wählbar.
Für den Mittelstand entscheidet der Betrieb, nicht der Listenpreis. Wer Warenwirtschaft, individuelle Preislogik, B2B oder mehrere Shops abbilden muss, fährt mit Shopware ab dem zweiten Jahr meist günstiger. Wer ein überschaubares Sortiment ohne eigenes IT-Team verkaufen will, ist mit Shopify richtig beraten.
Wir setzen bei solution25 beide Systeme um: Shopware seit der Gründung 2017, inzwischen als Platinum Partner, und Shopify für Händler, deren Anforderungen dazu passen. Vor der Agenturgründung haben wir selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht, die Systemfrage kennen wir also auch aus Sicht des Händlers.
Die Wahl zwischen Shopify und Shopware legt für Jahre fest, was Ihr Shop kostet und welche Prozesse er abbilden kann. Dieser Beitrag richtet sich an Geschäftsführer und E-Commerce-Leiter im Mittelstand, die vor einer Plattformentscheidung stehen oder einen Wechsel prüfen.
Nach dem Lesen können Sie mit den offiziellen Preisen beider Anbieter, einem Rechenbeispiel und einer Empfehlung je Shop-Typ entscheiden, welches System zu Ihrem Shop passt. Alle Preise Stand Oktober 2026, zuzüglich Mehrwertsteuer.
| Kriterium | Shopify | Shopware 6 |
|---|---|---|
| Modell | Abo-Plattform (SaaS), Hosting inklusive, geschlossener Code | Open Source (Community Edition), Self-Hosting, PaaS oder SaaS |
| Einstiegspreis | 36 € im Monat (Basic), Plus ab 2.100 € im Monat | 0 € (Community Edition), Rise ab 600 €, Evolve ab 2.400 € im Monat |
| Provision bei fremden Zahlungsanbietern | 2 % (Basic) bis 0,2 % (Plus) vom Umsatz | Keine |
| Anpassbarkeit | Theme und Apps, Checkout nur in Plus vollständig anpassbar | Voller Zugriff auf Code, Datenmodell und Checkout |
| B2B | Firmenkonten, Kataloge und Zahlungsziele in allen Plänen, unter Plus höchstens 3 Kataloge; Freigaben und Budgets nur über Apps | B2B Components ab Evolve (Angebote, Freigaben, Budgets, Rollen), sonst Store-Erweiterungen |
| Hosting und Datenstandort | Google Cloud, Speicherung für europäische Händler in Europa, Verarbeitung auch außerhalb | Frei wählbar, zum Beispiel Hoster in Deutschland; PaaS in Frankfurt |
| Erweiterungen | Mehr als 8.000 Apps | Mehr als 3.100 Erweiterungen im Shopware Store |
| Updates und Sicherheit | Übernimmt Shopify | Übernimmt Ihre Agentur oder Ihr Team |
| Passt für | Schneller Start, D2C-Marken (Direktvertrieb an Endkunden), überschaubares Sortiment, Verkauf ohne eigenes IT-Team | Eigene Prozesse, ERP-Anbindung, B2B, mehrere Shops, Datenhoheit |
Das Muster zieht sich durch den ganzen Vergleich: Shopify nimmt Ihnen Arbeit ab und verlangt dafür Standardisierung. Shopware gibt Ihnen Kontrolle und verlangt dafür, dass jemand den Betrieb verantwortet.
Shopify ist eine gemietete Plattform: Sie zahlen einen Monatsbeitrag, Shopify betreibt Server, Datenbank, Checkout und Updates. Das Theme passen Sie im Editor oder über die Template-Sprache Liquid an, Funktionen kommen aus dem App Store. Was Shopify nicht vorsieht, lässt sich nur über Apps oder, in Shopify Plus, über Erweiterungen am Checkout lösen; an den Kern der Plattform kommen Sie nicht heran.
Shopware 6 ist eine Open-Source-Software aus Deutschland, deren Kern unter MIT-Lizenz steht. Sie entscheiden, wo das System läuft: bei einem Hoster Ihrer Wahl (Self-Hosting), in der verwalteten Infrastruktur von Shopware (PaaS) oder als Cloud-Variante mit automatischen Updates (SaaS).
Plugins greifen tief in das System ein, vom Preismodell über den Checkout bis zu Schnittstellen. Diese Freiheit hat ihren Preis: Hosting, Updates und Sicherheit sind Ihre Aufgabe oder die Ihrer Agentur. Welche Betriebsart zu welcher Shop-Größe passt, steht auf unserer Seite zum Shopware Hosting.
Ein Shopify-Shop lässt sich von einem Marketing-Team ohne Entwickler betreiben. Voraussetzung für einen Shopware-Shop ist dauerhaft jemand, der Updates einspielt, Plugins prüft und die Serverumgebung kennt. Diese Frage entscheidet, ob die Flexibilität von Shopware ein Vorteil oder eine Last ist.
Shopify rechnet mit Händlern in der EU in Euro ab und zeigt auf der Preisseite die Listenpreise für den jeweiligen Standort. Für Händler in Deutschland gelten die folgenden Beträge, bei jährlicher Zahlung gibt es rund 10 % Nachlass.
| Plan | Monatlich | Bei jährlicher Zahlung | Kartengebühr online (Shopify Payments, Deutschland) | Provision ohne Shopify Payments | Zusätzliche Mitarbeiterkonten |
|---|---|---|---|---|---|
| Basic | 36 € | 32 € im Monat | 2,1 % + 0,30 € | 2 % | Keine |
| Grow | 105 € | 95 € im Monat | 1,8 % + 0,30 € | 1 % | 5 |
| Advanced | 384 € | 345 € im Monat | 1,6 % + 0,30 € | 0,6 % | 15 |
| Plus | ab 2.250 € (Vertrag über 1 Jahr) | ab 2.100 € (Vertrag über 3 Jahre) | 1,3 % + 0,30 € | 0,2 % | Unbegrenzt |
Die Kartengebühren gelten für Standardkarten aus dem Inland, internationale Karten kosten einen Aufschlag. Shopify Plus wird über den Vertrieb gebucht; laut Shopify kommt bei größeren Händlern eine variable Plattformgebühr hinzu, die vom Umsatz abhängt.
Dazu kommen Kosten, die auf keiner Preisseite stehen: Apps mit eigenen Monatsgebühren (in unseren Projekten typisch 100 bis 500 € im Monat), ein gekauftes oder eigenes Theme, und beim Verkauf in Fremdwährungen über Shopify Payments eine Umrechnungsgebühr von 2 % laut Shopify-Hilfe.
Shopware nennt auf der Preisseite vier Pläne. Die Preise von Rise, Evolve und Beyond richten sich nach dem Warenumsatz (GMV) und weiteren Faktoren, die genannten Beträge sind Einstiegspreise.
| Plan | Preis | Enthält unter anderem | Support |
|---|---|---|---|
| Community Edition | 0 € | Page Builder, Produkt- und Bestellverwaltung, Rule Builder, Flow Builder, Shopware Payments, mehrere Sprachen, Währungen und Verkaufskanäle | Community |
| Rise | ab 600 € im Monat | KI-gestützte Content-Erstellung, Produktpersonalisierung, Retourenmanagement | Direkter Support, Reaktionszeit 8 Stunden (Mo bis Fr) |
| Evolve | ab 2.400 € im Monat | B2B Components (Angebote, Einkaufsfreigaben, Rollen, Budgets), erweiterte Suche, Inhalte je Kundengruppe | Telefonsupport, Reaktionszeit 4 Stunden (Mo bis Fr) |
| Beyond | individuell | Kundenspezifische Preise, Bestände über mehrere Standorte, Digital Sales Rooms (virtuelle Beratungsräume) | 24/7 Priority Support, Reaktionszeit 1 Stunde |
Die Community Edition ist kostenlos, aber an eine Fair Usage Policy gebunden: Ab 1 Mio. € GMV in 365 Tagen verlangt Shopware den Wechsel in einen kostenpflichtigen Plan. Rise lässt sich nur für selbst gehostete Shops online buchen, mit 30 Tagen Testphase. Was an Hosting, Umsetzung und Wartung dazukommt, haben wir im Beitrag Shopware Kosten aufgeschlüsselt.
Shopify verlangt eine Provision auf jede Bestellung, die nicht über Shopify Payments läuft: 2 % im Basic-Plan, 1 % in Grow, 0,6 % in Advanced und 0,2 % in Plus. Wer einen anderen Anbieter als Hauptzahlungsmethode einsetzt, etwa Mollie, Adyen oder Unzer, zahlt diese Provision zusätzlich zu dessen Gebühren. PayPal neben Shopify Payments ist davon ausgenommen.
Shopware kennt keine Provision. Sie nutzen Shopware Payments, PayPal, Klarna, Mollie oder einen anderen Anbieter zu dessen Konditionen, mehr nicht. Shopware Payments gibt es für Händler mit Sitz in Deutschland und Österreich; Visa und Mastercard kosten laut Preisseite regulär 1,65 % + 0,27 € in der Community Edition und 1,45 % + 0,25 € in Rise, bei Aktivierung bis Ende 2026 für zwölf Monate 1,25 % + 0,20 € beziehungsweise 1,09 % + 0,19 €.
Bei 1,5 Mio. € Jahresumsatz über einen externen Zahlungsanbieter sind das im Advanced-Plan 9.000 € Provision im Jahr, im Grow-Plan 15.000 €, im Basic-Plan 30.000 € und in Plus 3.000 €. Außer in Plus ist das mehr, als die Rise-Lizenz bei Shopware mit 7.200 € im Jahr kostet.
Die Lizenz ist bei beiden Systemen selten der größte Posten. Ein Shopify-Shop mit angepasstem Theme kostet in der Umsetzung nach unseren Erfahrungswerten 5.000 bis 20.000 €, mit eigenem Theme, App-Setup und Schnittstellen 20.000 bis 60.000 €. Ein Shopware-Shop startet bei 10.000 bis 30.000 € und liegt im Mittelstand mit ERP-Anbindung und individuellem Design bei 30.000 bis 90.000 €.
Im Betrieb dreht sich das Bild: Shopify übernimmt Hosting und Updates, bei Shopware rechnen Sie mit 50 bis 500 € Hosting und 400 bis 2.500 € Wartung im Monat.
Die Rechnung vergleicht die laufenden Kosten im Jahr für einen B2C-Shop mit 1,5 Mio. € Umsatz und 30.000 Bestellungen auf Shopify Advanced und auf Shopware Rise mit Self-Hosting. Es sind gerundete Erfahrungswerte mit vereinfachtem Zahlungsmix, keine Angebote.
| Position im Jahr | Shopify Advanced | Shopware Rise (Self-Hosting) |
|---|---|---|
| Lizenz | 4.608 € (384 € im Monat) | 7.200 € (600 € im Monat) |
| Hosting | enthalten | 3.000 € (250 € im Monat) |
| Apps beziehungsweise Erweiterungen | 3.600 € (300 € im Monat) | 3.600 € (300 € im Monat) |
| Betreuung, Updates, Anpassungen | 7.200 € (600 € im Monat) | 12.000 € (1.000 € im Monat) |
| Kartengebühren bei 100 % Kartenzahlung | 33.000 € (1,6 % + 0,30 €) | 29.250 € (1,45 % + 0,25 €, regulär) |
| Summe | 48.408 € | 55.050 € |
Shopify ist in diesem Szenario rund 6.600 € im Jahr günstiger, solange der Shop mit Standardfunktionen auskommt. Sobald Anforderungen hinzukommen, die nur Plus abdeckt, etwa ein frei anpassbarer Checkout, mehr als drei B2B-Kataloge oder mehrere Shops, steigt die Lizenz auf mindestens 25.200 € im Jahr, und Shopware Rise oder Evolve ist die günstigere Lösung.

Abbildung: Bei 1,5 Mio. € Umsatz über einen externen Zahlungsanbieter übersteigt die Shopify-Provision in Basic, Grow und Advanced die Jahreslizenz von Shopware Rise. Quelle: shopify.com/de/pricing (Provisionssätze), shopware.com/de/preise (Rise ab 600 € im Monat); Rechnung solution25, Stand Oktober 2026
Shopify-Themes bauen auf Liquid und dem Theme-Editor auf. Marketing-Teams können Seiten ohne Entwickler umbauen, für viele Händler der entscheidende Vorteil. Die Grenze erreichen Sie, wenn Produktdaten anders strukturiert werden sollen, als Shopify es vorsieht, etwa bei Konfiguratoren oder Staffelungen je Kundengruppe.
Shopware bringt mit den Erlebniswelten einen eigenen Page Builder für Kategorien, Produkte und Landingpages mit. Das Theme basiert auf Twig und dem CSS-Framework Bootstrap und lässt sich in jeder Datei überschreiben; jede größere Änderung braucht dafür einen Entwickler, der Shopware kennt.
Der Shopify-Checkout gehört zu den stärksten Argumenten der Plattform, weil er gepflegt, schnell und mit Shop Pay, dem gespeicherten Express-Checkout von Shopify, weit verbreitet ist. Anpassen lässt er sich in Basic, Grow und Advanced nur eingeschränkt, erst Shopify Plus erlaubt laut Preisseite einen vollständig anpassbaren Checkout.
In Shopware gehört der Checkout zur Software. Zusätzliche Schritte, Pflichtfelder für Geschäftskunden, Rechnungskauf mit Prüfung, Liefertermin-Auswahl oder ein eigenes Design sind Plugin-Arbeit, keine Frage des Plans.
Shopify hat seine B2B-Funktionen in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Laut Shopify-Hilfe stehen Firmenkonten mit mehreren Standorten, Kataloge mit eigenen Preisen, Mengenregeln, Staffelpreise, Zahlungsziele und hinterlegte Kreditkarten in Basic, Grow und Advanced bereit, mit höchstens drei aktiven Katalogen.
Erst Shopify Plus hebt die Katalog-Grenze auf und ergänzt die direkte Zuordnung von Katalogen zu Unternehmen, Anzahlungen, Teilzahlungen und Zahlungsanforderungen je Lieferung. Was Shopify nicht mitbringt: mehrstufige Einkaufsfreigaben, Budgets je Abteilung und Angebotsprozesse mit Verhandlung. Dafür braucht es Apps oder Eigenentwicklung über die API.
Shopware behandelt B2B als Kernthema. Schon die Community Edition kennt Kundengruppen, Nettopreise, kundenspezifische Preisregeln über den Rule Builder und Rechnungskauf für Firmenkunden. Ab Evolve kommen die B2B Components dazu: Angebote, Einkaufsfreigaben, Rollen und Rechte im Kundenunternehmen, Schnellbestellung, Einkaufslisten, Budgets und Funktionen für den Außendienst.
Wer die Evolve-Lizenz von mindestens 28.800 € im Jahr scheut, findet im Shopware Store Erweiterungen für Angebote, Freigaben und Preislisten, die vielen mittelständischen B2B-Shops reichen. Welche Variante wann passt, steht unter Shopware B2B Components.
Unsere Einordnung: Für einen Händler, der Geschäftskunden mit eigenen Preisen und Zahlungsziel bedient, reicht Shopify. Für Hersteller und Großhändler mit Freigabeprozessen, Budgets, Angebotswesen und ERP-geführten Preisen ist Shopware das passendere System.
Shopify betreibt seine Plattform laut eigener Datenschutz-Dokumentation in mehreren Regionen der Google Cloud Platform und verteilt Speicher dynamisch zwischen ihnen. Für neue Händler in Europa werden Shop-, Bestell- und Kundendaten standardmäßig in Europa gespeichert. Für die Verarbeitung greift Shopify weiterhin auf internationale Datenübermittlungen zurück.
Rechtlich stützt sich Shopify auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission und den Angemessenheitsbeschluss für Kanada, mit dem die EU dort ein gleichwertiges Datenschutzniveau anerkennt; verbindliche interne Datenschutzvorschriften (BCR) sind beantragt. Ein garantierter Serverstandort Deutschland ist mit Shopify nicht möglich.
Bei Shopware entscheiden Sie über den Standort: Beim Self-Hosting läuft der Shop bei einem Hoster Ihrer Wahl, zum Beispiel in einem deutschen Rechenzentrum. Shopware PaaS Native läuft laut Shopware-Dokumentation auf AWS in der Region eu-central-1 in Frankfurt. Für die SaaS-Variante spricht Shopware von Hosting nach europäischen Standards, den konkreten Standort klären Sie mit dem Vertrieb.
Shopware 6 bringt einen Cookie-Consent-Manager, die Löschung personenbezogener Daten im Admin und den Export von Kundendaten mit. Shopware ist nach ISO/IEC 27001:2022, der internationalen Norm für Informationssicherheit, zertifiziert. Die Verantwortung für Tracking-Tools, Rechtstexte und Auftragsverarbeitungsverträge bleibt in beiden Systemen bei Ihnen.
Shopify lässt sich mit Auftragsverarbeitungsvertrag, Standardvertragsklauseln und sauberer Datenschutzerklärung betreiben; das Restrisiko der internationalen Datenübermittlung bewerten Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten. Wer sensible Kundengruppen bedient, öffentliche Auftraggeber beliefert oder die Vorgabe hat, Daten ausschließlich in Deutschland zu halten, kommt an einem selbst gehosteten System wie Shopware nicht vorbei.
Shopify bündelt den internationalen Verkauf in Shopify Markets, laut Preisseite in allen Plänen enthalten: übersetzte Storefront, lokale Domains, Preise in lokalen Währungen (nur mit Shopify Payments) sowie Steuer- und Zollschätzungen. Mehrere eigenständige Shops gibt es dagegen nur in Shopify Plus mit bis zu neun Erweiterungs-Shops, die jeweils ein eigenes Theme brauchen.
Shopware arbeitet mit Verkaufskanälen: Mehrere Sprachen, Währungen, Domains und Shops laufen in einer Installation mit einem Admin, in jedem Plan. Preise, Steuern, Zahlungs- und Versandarten lassen sich je Kanal und Kundengruppe steuern. Für Händler mit mehreren Marken oder Ländershops ist das ein handfester Vorteil, auch bei den Kosten: Fremdwährungen kosten keinen Aufschlag, und ein zweiter Shop braucht keinen zweiten Plan.
Für TonerPartner, laut Projektbericht einer der größten Anbieter von Druckerzubehör in Europa, haben wir 32 Online-Marken mit bis dahin getrennten Codebasen auf ein gemeinsames Shopware-6-System überführt. Jede Marke behält Design, Preise und Inhalte, die Geschäftslogik teilen sich alle.
Viele Marken, gemeinsame Logik und Produktdaten, die nicht in ein Standardmodell passen: Diese Kombination spricht klar für Shopware.
Für JTL, Xentral, weclapp, Sage, Microsoft Dynamics oder SAP Business One gibt es für beide Systeme Konnektoren. Der Unterschied liegt in den Sonderfällen: Kundenspezifische Preislisten aus dem ERP, Bestände je Lager oder Auftragsstatus aus der Warenwirtschaft lassen sich in Shopware direkt im Datenmodell und im Checkout abbilden. Bei Shopify müssen solche Daten über Metafelder (Zusatzfelder für eigene Daten), Apps und die Admin-API in das Standardmodell passen.
Dazu kommen Limits: Shopify staffelt den Datenzugriff eigener Apps und die API-Ratenlimits nach Plan, Basic erhält laut Preisseite nur eingeschränkten Datenzugriff, Advanced bis zu zweifache und Plus bis zu zehnfache Limits für ausgewählte APIs. Shopware setzt mit Admin API, Store API, Sync API, Webhooks (automatischen Benachrichtigungen bei Ereignissen) und Flow Builder keine Grenzen außer denen Ihres Servers. Wie wir ERP-Anbindungen planen, steht unter ERP-Integration für Shopware 6.
Shopify spielt Updates selbst ein, zweimal im Jahr fasst der Anbieter neue Funktionen in den Shopify Editions zusammen. Sie müssen nichts tun und können nichts aufschieben. Apps und Theme bleiben Ihre Verantwortung.
Shopware veröffentlicht regelmäßig Patch-Releases und etwa einmal im Jahr eine neue Minor-Version; aktuell ist Shopware 6.7 (seit Juni 2025), die Vorgängerversion 6.6 erhält laut endoflife.date bis Februar 2028 Sicherheitsupdates. Jedes Update braucht einen Test auf der Staging-Umgebung, einer nicht öffentlichen Testkopie des Shops, weil Theme und Plugins brechen können. Wer das nicht einplant, betreibt nach einem Jahr ein Sicherheitsrisiko.
Der häufigste Grund für diesen Wechsel in unseren Projekten: Der Shop ist gewachsen, die Zahl der Apps und Workarounds auch, und B2B- oder ERP-Prozesse lassen sich nicht mehr sauber abbilden. Für Shopify gibt es kein Profil im Migrationsassistenten von Shopware; Produkte, Kategorien, Kunden und Bestellhistorie holen wir über die Shopify-API oder CSV-Exporte und spielen sie über die Admin API in Shopware ein.
Kundenpasswörter lassen sich aus Shopify nicht übernehmen, Kunden setzen sie beim ersten Login neu; Theme, Apps und Checkout-Anpassungen werden in Shopware neu gebaut. Rechnen Sie mit 3 bis 6 Monaten und einem Budget wie bei einem neuen Shopware-Projekt. Ablauf und Stolperfallen beschreibt unsere Seite zur Migration von Shopify zu Shopware 6.
Auch diese Richtung gibt es, meist bei Händlern mit einfachem Sortiment, die den Betriebsaufwand loswerden wollen, oder bei Shopware-5-Shops, die ohnehin neu starten müssen. Produkte und Kunden kommen per CSV oder API nach Shopify, Bestellungen über Apps oder die Admin-API. Individuelle Preislogik, Plugins und Checkout-Anpassungen müssen Sie durch Apps ersetzen oder aufgeben, und das prüfen Sie besser vor dem Wechsel.
| Shop-Typ | Unsere Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| D2C-Marke, bis 500 Artikel, Standardprozesse, kein IT-Team | Shopify (Basic oder Grow) | Schnell live, niedrige Fixkosten, Marketing-Team arbeitet eigenständig |
| Händler mit Warenwirtschaft, vielen Varianten, eigener Preislogik | Shopware (Community Edition oder Rise) | Datenmodell und Checkout anpassbar, keine Provision, ERP-Prozesse abbildbar |
| Hersteller oder Großhändler mit Freigaben, Budgets, Angeboten | Shopware (Evolve oder B2B-Erweiterungen) | B2B-Prozesse im Kern, Shopify Plus deckt sie nur teilweise ab |
| Händler mit Geschäftskunden, aber einfachen B2B-Anforderungen | Shopify (Grow oder Advanced) oder Shopware | Firmenkonten, Kataloge und Zahlungsziele reichen, Entscheidung über Team und Datenstandort |
| Internationale D2C-Marke mit vielen Märkten und stationärem Handel | Shopify (Advanced oder Plus) | Markets, Checkout und Kasse aus einer Hand, Skalierung ohne eigene Infrastruktur |
| Mehrere Marken oder Ländershops aus einem Backend | Shopware | Verkaufskanäle in jedem Plan, bei Shopify erst mit Plus |
| Unternehmen mit Vorgabe, Daten nur in Deutschland zu halten | Shopware (Self-Hosting oder PaaS) | Standort frei wählbar, Shopify garantiert keinen deutschen Serverstandort |
Fünf Fragen, die die Entscheidung in den meisten Projekten vorwegnehmen:
Unsere Einschätzung: Wir empfehlen Shopify, wenn ein Marketing-Team den Shop ohne Entwickler betreiben soll und das Sortiment ins Standardmodell passt. Shopware empfehlen wir, sobald ERP-geführte Preise, B2B-Prozesse, mehrere Marken oder eine Vorgabe zum Datenstandort im Spiel sind, weil diese Anforderungen bei Shopify über Plus, Apps und Workarounds dauerhaft mehr kosten. Im Zweifel entscheidet bei uns die Frage, wer den Shop in drei Jahren betreibt.
Prüfen Sie diese Werte quartalsweise, nach einem Systemwechsel in den ersten acht Wochen wöchentlich.
| Kennzahl | Werkzeug | Richtwert |
|---|---|---|
| Provision und Zahlungsgebühren | Shopify-Abrechnung, Berichte der Zahlungsanbieter | Provision im Jahr unter 7.200 € (Rise-Lizenz), sonst Planwechsel oder Systemvergleich rechnen |
| App- und Plugin-Kosten | Monatliche Abrechnungen | Typisch 100 bis 500 € im Monat |
| Ladezeit | PageSpeed Insights | LCP (Ladezeit) bis 2,5 Sekunden, INP (Reaktionszeit) bis 200 Millisekunden |
| Conversion-Rate | Google Analytics 4 | Stabil oder steigend gegenüber dem Vorjahreszeitraum |
Nachsteuern sollten Sie, wenn neue Anforderungen nur noch über zusätzliche Apps oder einen Planwechsel lösbar sind oder die laufenden Kosten schneller wachsen als der Umsatz. Die App-Kosten sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten, die Ladezeit-Grenzwerte stammen von Google.
Keines der Systeme ist pauschal besser. Shopify ist schneller live, günstiger im Einstieg und ohne eigenes IT-Team zu betreiben. Shopware ist flexibler, nimmt keine Provision auf Bestellungen, ist im B2B stärker und lässt Ihnen die Wahl des Serverstandorts. Entscheidend sind Ihr Team, Ihre Prozesse und der geplante Umsatz.
Vorteile: schneller Start, Hosting und Updates inklusive, ein sehr guter Checkout, großes App-Angebot und Shopify Markets für den internationalen Verkauf. Nachteile: Provision von bis zu 2 % bei fremden Zahlungsanbietern, eingeschränkter Checkout unterhalb von Plus, wachsende App-Kosten, begrenzter Zugriff auf Daten und Logik sowie kein garantierter Serverstandort in Deutschland.
Für Händler aus Deutschland mit eigenen Prozessen ist Shopware 6 die naheliegendste Alternative: Open Source, keine Provision, B2B-Funktionen und freie Hosting-Wahl. Für sehr kleine Sortimente mit viel Content ist WooCommerce eine Option, für Konzerne Adobe Commerce. Welche Alternative passt, entscheidet sich an Sortiment, Schnittstellen und dem Team, das den Shop betreibt.
Im ersten Jahr meist nicht: Die Umsetzung eines Shopware-Shops kostet mehr, und Hosting sowie Wartung kommen dazu. Ab dem zweiten Jahr dreht sich das Bild bei Händlern, die bei Shopify Plus, viele kostenpflichtige Apps oder die Provision auf fremde Zahlungsanbieter zahlen würden. Bei 1,5 Mio. € Umsatz über einen externen Anbieter sind allein 9.000 € Provision im Advanced-Plan fällig.
Ja, in beide Richtungen. Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich über API oder CSV übertragen, Theme und Erweiterungen werden neu gebaut, Passwörter müssen Kunden neu setzen. Planen Sie 3 bis 6 Monate und saubere Weiterleitungen für alle alten URLs ein, sonst leidet die Sichtbarkeit bei Google.
Der Online-Shop von IONOS ist ein Baukasten für kleine Shops mit wenigen Produkten und Standardanforderungen. Shopify bietet deutlich mehr Funktionen, Apps und Zahlungsarten und wächst mit. Für Händler, die den Shop als Hauptvertriebskanal betreiben, ist Shopify die bessere Wahl.
Schicken Sie uns Ihren Anforderungskatalog und Ihren Zahlungsmix über unsere Kontaktseite. Wir stellen beide Varianten mit Ihren Zahlen gegenüber: Umsetzung, laufende Kosten, Zahlungsgebühren und Aufwand im Betrieb. Da wir beide Systeme umsetzen, hängt die Empfehlung nicht davon ab, welches wir lieber verkaufen.
Sie betreiben bereits einen Shop auf Shopify oder Shopware? Unsere kostenlose Shop-Analyse zeigt, wo Sie heute Umsatz liegen lassen und ob das am System liegt oder an der Umsetzung. Für Conversion-Themen auf beiden Plattformen gibt es unsere CRO-Dienstleistungen für Shopware und Shopify.

Besar Bilalli ist Mitgründer und Geschäftsführer von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er gemeinsam mit Besnik Bilalli einen eigenen Online-Shop ohne Startkapital aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der Systemauswahl bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besar Bilalli. Stand: Oktober 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Januar 2027.