
Karten ab 1,25 %, PayPal 2,99 % plus 0,39 €, Klarna ab 2,10 %: Was Shopware Payments, PayPal, Klarna, Mollie, Stripe, Adyen und Unzer kosten, welche Zahlungsarten deutsche Kunden erwarten und was zu Ihrem Shop passt.
Shopware Payments ist die in Shopware 6 eingebaute Zahlungslösung auf PayPal-Infrastruktur. Kartenzahlungen kosten in der Community Edition 1,65 % plus 0,27 € je Transaktion, bei Aktivierung bis zum 31. Dezember 2026 in den ersten zwölf Monaten 1,25 % plus 0,20 €. Eine Grundgebühr gibt es nicht.
Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind kleiner, als die Preislisten vermuten lassen. Bei 50.000 € Monatsumsatz liegen Shopware Payments, PayPal plus Stripe und PayPal plus Mollie in unserem Rechenbeispiel zwischen 1.440 € und 1.490 € im Monat. Den größten Posten verursacht in allen Varianten PayPal.
Entscheidend ist der Mix der Zahlungsarten, nicht der Anbieter. PayPal, Kauf auf Rechnung und Kreditkarte gehören in jeden deutschen B2C-Shop, im B2B kommen Rechnung mit Zahlungsziel und Lastschrift dazu. Fehlt eine davon, kostet das mehr Umsatz als jede Gebührendifferenz.
Wir haben vor der Gründung von solution25 selbst einen Online-Shop auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht und dabei jede gängige Zahlungsart eingeführt, verglichen und teilweise wieder abgeschaltet. Seit 2017 richten wir Zahlungsanbieter in Shopware-Projekten ein, von PayPal im Starter-Shop bis zur Adyen-Anbindung im Konzern.
Für wachsende Shops sind Zahlungsgebühren oft der größte laufende Posten, und eine fehlende Zahlungsart kostet Umsatz im Checkout. Dieser Beitrag richtet sich an Shop-Betreiber und E-Commerce-Verantwortliche mit eigenem Shopware-6-Shop in Deutschland oder Österreich, die Zahlungsanbieter auswählen oder ihre Verträge neu aufstellen.
Nach dem Lesen können Sie Shopware Payments, PayPal, Klarna, Mollie, Stripe, Adyen und Unzer anhand der offiziellen Gebühren vergleichen, die Kosten mit Ihrem eigenen Zahlungsmix durchrechnen und die passende Kombination für einen kleinen, mittleren oder B2B-Shop wählen. Alle Preise Stand Oktober 2026, zuzüglich Mehrwertsteuer.
Alle Anbieter rechnen je erfolgreicher Transaktion ab: ein Prozentsatz vom Betrag plus ein Fixbetrag. Die Tabelle zeigt die Listenpreise für Händler mit Sitz in Deutschland im Standardfall, also Verbraucherkarten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und Zahlungen in Euro.
| Anbieter | Visa und Mastercard (EWR) | PayPal | Klarna | Grundgebühr und Vertrag | Anbindung an Shopware 6 |
|---|---|---|---|---|---|
| Shopware Payments (Community Edition) | 1,65 % + 0,27 €, erste 12 Monate 1,25 % + 0,20 € | bis 2,99 % + 0,39 €, bestehende PayPal-Konditionen gelten weiter | 2,79 % + 0,35 €, erste 12 Monate 2,10 % + 0,35 € | keine, nur für Händler mit Sitz in Deutschland oder Österreich | im Kern enthalten |
| PayPal Checkout (direkt) | über PayPal möglich, Satz laut PayPal-Preisliste | 2,99 % + 0,39 € (Standardsatz) | nein, dafür eigener Rechnungskauf und Ratenzahlung | keine, Händlerkonditionen auf Antrag | PayPal-Erweiterung im Standard |
| Klarna (Direktvertrag) | über Klarna Payments, auf Anfrage | nein | auf Anfrage | individuelles Angebot | Erweiterung Klarna Payments |
| Mollie | 1,80 % + 0,25 € | PayPal-Gebühren + 0,10 € | 2,99 % + 0,35 € | keine, Volumenpreise ab 100.000 € im Monat | offizielles Plugin und Cloud-App |
| Stripe | 1,5 % + 0,25 € | nicht in der deutschen Preisliste ausgewiesen | ab 2,99 % + 0,35 € | keine, individuelle Preise bei hohem Volumen | offizielles Plugin |
| Adyen | Interchange++ + 0,60 % + 0,11 € | nur mit Direktvertrag bei PayPal | 2,99 % + 0,11 € | keine, aber Mindestrechnungsbetrag | offizielles Plugin |
| Unzer | auf Anfrage | auf Anfrage | nein, dafür Unzer Rechnungskauf und Ratenkauf | Komplettpreis oder Angebot | offizielles Plugin |
Quellen sind die Preisseiten von Shopware Payments, Mollie, Stripe, Adyen und Unzer, abgerufen im Oktober 2026. Wie sich die Zahlungsgebühren in das Gesamtbudget einfügen, zeigt unser Beitrag zu den Shopware Kosten.
Shopware Payments ist die plattformeigene Zahlungslösung, die Shopware auf dem Community Day 2026 vorgestellt hat. Die Zahlungsabwicklung übernimmt PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., Shopware liefert die technische Integration, das Onboarding im Admin und den Support. Shopware selbst ist kein Zahlungsdienstleister und verwahrt kein Kundengeld.
Der Hintergrund: PayPal ist seit 2022 an Shopware beteiligt und hat seinen Anteil im Oktober 2025 auf rund 41 % erhöht, wie Ecommerce News berichtet.
Shopware Payments steht derzeit nur Händlern mit Sitz in Deutschland oder Österreich offen. Weitere EU-Märkte und die USA sollen schrittweise folgen.
Für das Onboarding brauchen Sie einen Shopware-Account und ein PayPal-Geschäftskonto, das Sie im Prozess verbinden oder neu anlegen. Danach folgen die Verifizierung durch PayPal und die Konfiguration der Zahlungsarten im Admin. Shopware nennt keine Mindestversion, weist aber darauf hin, dass die Verfügbarkeit von der eingesetzten Shopware-Version abhängen kann.
Für Community Edition und Rise veröffentlicht Shopware Listenpreise, für Evolve und Beyond gibt es individuelle Angebote. Wer Shopware Payments bis zum 31. Dezember 2026 aktiviert, erhält für zwölf Monate Vorzugskonditionen, danach gelten die regulären Sätze.
| Zahlungsart | Community Edition (erste 12 Monate) | Community Edition (regulär) | Rise (erste 12 Monate) | Rise (regulär) |
|---|---|---|---|---|
| Visa, Mastercard, Apple Pay, Google Pay | 1,25 % + 0,20 € | 1,65 % + 0,27 € | 1,09 % + 0,19 € | 1,45 % + 0,25 € |
| PayPal | bis 2,99 % + 0,39 € | bis 2,99 % + 0,39 € | bis 2,99 % + 0,39 € | bis 2,99 % + 0,39 € |
| Klarna | 2,10 % + 0,35 € | 2,79 % + 0,35 € | 1,89 % + 0,35 € | 2,49 % + 0,35 € |
| PayPal Rechnungskauf | 2,99 % + 0,39 € | 2,99 % + 0,39 € | 2,45 % + 0,39 € | 2,69 % + 0,39 € |
| SEPA-Lastschrift | angekündigt | angekündigt | 0,15 % | 0,19 % |
| iDEAL und Wero | 0,19 % | 0,25 % | 0,19 % | 0,25 % |
Für Shopware Payments fällt keine Lizenzgebühr an, abgerechnet werden nur erfolgreiche Transaktionen. Die Listenpreise dienen laut Shopware zur Orientierung, verbindlich ist der Betrag im Aktivierungsprozess. Beim PayPal-Wallet gelten bereits individuell vereinbarte PayPal-Konditionen weiter.
Unsere Einschätzung: Händlern in Deutschland und Österreich ohne bestehenden Vertrag mit einem Zahlungsdienstleister empfehlen wir Shopware Payments als Start, denn ein Onboarding und eine Abrechnung decken Karten, PayPal, Klarna und Wallets ab. Bei Aktivierung bis zum 31. Dezember 2026 sind Karten und Klarna zwölf Monate lang günstiger als bei Stripe und Mollie, danach liegt die Kartengebühr in deren Bereich, und Sie sollten mit Ihrem Mix neu rechnen.
Grenzen hat die Lösung bei Händlern mit verhandelten Kartenkonditionen auf Interchange++-Basis, bei Shops mit Sitz außerhalb von Deutschland und Österreich und bei Sortimenten, die Rechnungskauf für Geschäftskunden brauchen. Shopware betont, dass die Nutzung optional ist und Händlern ohne Shopware Payments keine Nachteile entstehen.
PayPal ist in Deutschland die Zahlungsart, die in keinem B2C-Shop fehlen darf. In Shopware 6 führen zwei Wege dorthin: die PayPal-Erweiterung (PayPal Checkout), die im Standard enthalten ist, oder Shopware Payments, in dem das PayPal-Wallet als eine von mehreren Zahlungsarten läuft.
Der Standardsatz für PayPal Checkout liegt bei 2,99 % plus 0,39 € je Transaktion. Diesen Satz hat PayPal zum 1. August 2022 eingeführt, davor galten 2,49 % plus 0,35 €, wie Shopware in einer Mitteilung zur Gebührenänderung dokumentiert hat. Die aktuelle Fassung steht in der Gebührenübersicht von PayPal.
Händler mit höherem Volumen können bei PayPal individuelle Händlerkonditionen beantragen. Bei 22.500 € PayPal-Umsatz im Monat ist jeder halbe Prozentpunkt rund 112 € im Monat wert, und die vereinbarten Konditionen gelten laut Shopware auch in Shopware Payments weiter.
Die einzelnen Schritte, Sandbox-Tests und die Freischaltung beschreiben wir in der Anleitung PayPal in Shopware 6 integrieren.
Für das PayPal-Wallet selbst macht die Wahl keinen Unterschied, es gelten in beiden Fällen die PayPal-Konditionen Ihres Kontos. Die Frage ist, worüber Karten, Klarna und Wallets laufen. Wer alles aus einem Vertrag will, nimmt die integrierte Lösung, wer bereits Stripe, Mollie oder Adyen nutzt, behält die PayPal-Erweiterung daneben.
Klarna bündelt drei Zahlungsarten: Rechnung mit Zahlungsziel, Ratenkauf und Sofortzahlung per Überweisung, Lastschrift oder Karte. Klarna übernimmt das Ausfallrisiko und zahlt den vollen Betrag an den Händler aus, der Kunde zahlt an Klarna.
Die Einrichtung mit API-Zugang, Zuordnung zum Verkaufskanal und Sandbox-Test steht in unserer Anleitung Klarna in Shopware 6 integrieren.
Rechnungskauf über einen Dienstleister kostet rund 3 % plus Fixbetrag, der eigene Rechnungskauf kostet keine Gebühr, dafür Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Zahlungsausfälle. Aus unseren Projekten: Ab Warenkörben von etwa 50 € und bei Sortimenten, in denen Kunden Rechnung erwarten (Mode, Möbel, Elektronik), bringt der ausgelagerte Rechnungskauf mehr Umsatz, als er an Gebühren kostet.
Klarna ist nicht die einzige Option. PayPal Rechnungskauf kostet 2,99 % plus 0,39 €, Riverty über Mollie 2,99 % plus 0,35 €, Unzer bietet eigenen Rechnungs- und Ratenkauf. Für Geschäftskunden gibt es Billie über Mollie mit 3,49 % plus 0,35 €.
Ein Zahlungsdienstleister (Payment Service Provider, PSP) bündelt viele Zahlungsarten in einem Vertrag. Vier Anbieter sehen wir in Shopware-Projekten regelmäßig, dazu Amazon Pay als Ergänzung.
Über die Sätze in der Tabelle hinaus berechnet Mollie für Firmenkarten 2,90 % plus 0,25 €, für Karten außerhalb des EWR 3,25 % plus 0,25 € und für SEPA-Lastschrift 0,35 €. Es gibt keine Monatsgebühr, ab 100.000 € Monatsumsatz verhandelt Mollie individuelle Preise.
Für Shopware 6 gibt es ein offizielles Plugin und eine App für Shopware Cloud. Mollie passt zu kleinen und mittleren Shops, die alle deutschen Zahlungsarten inklusive Rechnungskauf (Klarna, Riverty, Billie) aus einem Dashboard steuern wollen.
Neben den Sätzen in der Tabelle nimmt Stripe für Premiumkarten 2,8 % plus 0,25 € und für Karten außerhalb des EWR 3,15 % plus 0,25 €, jeweils plus 2 % bei Währungsumrechnung. SEPA-Lastschrift kostet 0,35 €, Apple Pay und Google Pay laufen zu den Kartenkonditionen, jede Rückbuchung kostet 20 €.
Stripe ist die erste Wahl für Shops mit internationalen Kunden, Abo-Modellen oder eigenem Entwicklungsteam. PayPal und Rechnungskauf lösen Sie daneben separat. Die Einrichtung mit API-Schlüsseln und Webhooks beschreiben wir unter Stripe in Shopware 6 integrieren.
Adyen rechnet nach Interchange++: Sie zahlen die tatsächlichen Interchange-Gebühren der Kartenorganisationen (in Europa für Verbraucherkarten 0,3 bis 0,4 %) plus Scheme-Gebühren plus 0,60 % plus 0,11 € je Transaktion. SEPA-Lastschrift kostet 0,27 € plus 0,11 €, PayPal erfordert einen Direktvertrag mit PayPal.
Monatsgebühren gibt es nicht, aber einen Mindestrechnungsbetrag, der vom Geschäftsmodell abhängt. Adyen lohnt sich ab mehreren hunderttausend Euro Kartenumsatz im Monat oder wenn stationärer Handel und Online-Shop über einen Anbieter laufen sollen. Details zum kostenlosen Plugin stehen unter Adyen in Shopware 6 integrieren.
Unzer veröffentlicht keine Preisliste, sondern bietet einen Komplettpreis oder ein individuelles Angebot. Zum Portfolio gehören Unzer Rechnungskauf, Unzer Ratenkauf, Lastschrift, Visa, Mastercard, PayPal, Apple Pay und Google Pay. Interessant ist Unzer für Händler, die Rechnungs- und Ratenkauf mit deutschem Ansprechpartner und ohne Klarna-Branding anbieten wollen.
Amazon Pay ersetzt keinen Zahlungsdienstleister, bringt aber Kunden mit hinterlegten Amazon-Daten schneller durch den Checkout. Die Einrichtung steht unter Amazon Pay in Shopware 6 integrieren.
Die länderspezifische Gebührenübersicht von Amazon Pay nennt für Monatsvolumen unter 50.000 € einen Satz von 1,9 % plus 0,35 € je Transaktion, ordnet die Tabellen aber keinem Land eindeutig zu. Verbindlich ist der Satz in Ihrem Händlerkonto.
Für Foleja, einen der am schnellsten wachsenden Marktplätze Südosteuropas mit Verkäufern aus mehreren Ländern, haben wir eine Marktplatzarchitektur auf Basis von Shopware 6 aufgebaut. Laut Projektbericht hatten Käufer vorher Probleme mit der Währungsumrechnung, und zu den Aufgaben gehörte die Integration von Zahlungssystemen für mehrere Länder mit unterschiedlichen Compliance-Regeln.
Umgesetzt wurde das mit regionalen und internationalen Zahlungs-Gateways und korrekter Währungsabwicklung, sodass Kunden in ihrer lokalen Währung einkaufen. Der Bericht nennt für das Gesamtprojekt eine um 20 bis 30 % höhere Conversion-Rate; welcher Anteil davon auf die Zahlungsabwicklung entfällt, lässt sich daraus nicht ablesen.
Übertragbar ist die Reihenfolge: erst je Zielmarkt klären, welche Zahlungsarten und welche Währung Kunden erwarten, dann den Anbieter wählen, der diese Märkte abdeckt.
Der deutsche Markt unterscheidet sich von fast allen anderen: Kreditkarten sind weniger verbreitet als in den USA oder Skandinavien, dafür haben PayPal, Kauf auf Rechnung und Lastschrift einen hohen Stellenwert. Laut EHI-Studie Online-Payment 2026 entfielen 2025 im deutschen Online-Handel 28,7 % des Umsatzes auf PayPal, 26,1 % auf Rechnungskauf, 14,4 % auf Lastschrift und 13,7 % auf Kredit- und Debitkarten, wie das IT Finanzmagazin berichtet. Grundlage ist eine Befragung von 172 Händlern.
Aus unseren B2C-Projekten: Gemessen an der Zahl der Bestellungen liegt PayPal je nach Sortiment bei 40 bis 60 %, Rechnungskauf und Karten teilen sich den größten Teil des Rests, Apple Pay und Google Pay wachsen vor allem auf dem Smartphone. Das sind Erfahrungswerte, keine Marktstatistik.
Mehr als fünf Zahlungsarten im Checkout bringen nach unserer Erfahrung keinen zusätzlichen Umsatz, aber zusätzliche Pflege.
Das Beispiel zeigt, was die Zahlungsabwicklung für einen B2C-Shop mit 50.000 € Monatsumsatz und 500 Bestellungen (durchschnittlich 100 € je Bestellung) kostet. Angenommen ist ein PayPal-lastiger Mix, wie wir ihn in B2C-Projekten häufig sehen: 45 % PayPal (22.500 €), 30 % Karten inklusive Apple Pay und Google Pay (15.000 €), 25 % Klarna (12.500 €). Gerechnet wird mit den Listenpreisen aus den Tabellen oben, PayPal immer mit dem Standardsatz von 2,99 % plus 0,39 €.
| Position | Shopware Payments (Community Edition, regulär) | Shopware Payments (erste 12 Monate) | PayPal-Erweiterung plus Stripe | PayPal-Erweiterung plus Mollie |
|---|---|---|---|---|
| PayPal, 225 Bestellungen, 22.500 € | 760,50 € | 760,50 € | 760,50 € | 760,50 € |
| Karten, 150 Bestellungen, 15.000 € | 288,00 € (1,65 % + 0,27 €) | 217,50 € (1,25 % + 0,20 €) | 262,50 € (1,5 % + 0,25 €) | 307,50 € (1,80 % + 0,25 €) |
| Klarna, 125 Bestellungen, 12.500 € | 392,50 € (2,79 % + 0,35 €) | 306,25 € (2,10 % + 0,35 €) | 417,50 € (2,99 % + 0,35 €) | 417,50 € (2,99 % + 0,35 €) |
| Gebühren im Monat | 1.441,00 € | 1.284,25 € | 1.440,50 € | 1.485,50 € |
| Anteil am Umsatz | 2,88 % | 2,57 % | 2,88 % | 2,97 % |
| Gebühren im Jahr | 17.292 € | 15.411 € | 17.286 € | 17.826 € |
Drei Dinge fallen auf. Erstens: Shopware Payments zu regulären Konditionen und PayPal plus Stripe liegen gleichauf, Mollie ist rund 45 € im Monat teurer. Zweitens: PayPal verursacht in jeder Variante mehr als die Hälfte der Gebühren, obwohl es weniger als die Hälfte des Umsatzes trägt. Drittens: Die Zahlungsabwicklung kostet diesen Shop rund 17.000 € im Jahr, mehr als das Doppelte der Rise-Lizenz von 7.200 €.
Der durchschnittliche Bestellwert verschiebt das Bild. Bei 40 € je Bestellung und 1.250 Bestellungen steigen die Gebühren in der Variante Shopware Payments auf 1.699 € im Monat (3,40 % vom Umsatz), weil die Fixbeträge stärker wiegen. Shops mit kleinen Warenkörben sollten deshalb vor allem auf den Fixbetrag achten.
Nicht enthalten sind Rückbuchungen, Währungsumrechnung und Firmenkarten, für die Mollie 2,90 % statt 1,80 % und Stripe den Premiumkartensatz von 2,8 % berechnet.

Abbildung: Zu regulären Preisen unterscheiden sich die Varianten kaum, spürbar günstiger sind nur die Vorzugskonditionen von Shopware Payments, und in jeder Variante entfällt mehr als die Hälfte der Gebühren auf PayPal. Quellen: Preisseiten von Shopware Payments, PayPal, Stripe und Mollie, Stand Oktober 2026; Rechnung solution25 mit 500 Bestellungen zu je 100 €
Unabhängig vom Anbieter laufen alle Zahlungsarten in Shopware 6 durch dieselbe Verwaltung. Die Menüpfade gelten für Shopware 6.7 und stammen aus der Shopware-Dokumentation.
Zahlungsarten finden Sie unter Einstellungen, Handel, Zahlungsarten. Erweiterungen wie PayPal, Mollie oder Stripe legen ihre Zahlungsarten bei der Installation selbst an, Sie müssen sie nur aktivieren. Für eigene Zahlungsarten wie Rechnung oder Vorkasse pflegen Sie Name, Beschreibung, Logo und Position, die die Reihenfolge im Checkout bestimmt.
Shopware liefert Nachnahme, Rechnung, Vorkasse und Lastschrift als Standardzahlungsarten mit, die bereits aktiv sind. Prüfen Sie diese Liste beim Start, sonst bietet der Shop Nachnahme an, die niemand abwickeln kann.
Eine aktive Zahlungsart ist im Shop noch nicht sichtbar. Sie muss im Verkaufskanal unter Zahlung und Versand zugewiesen sein, für jeden Verkaufskanal einzeln.
Jede Zahlungsart hat ein Feld Verfügbarkeitsregel, in dem Sie eine Regel aus dem Rule Builder hinterlegen. Bleibt das Feld leer, ist die Zahlungsart immer verfügbar. Typische Regeln aus der Praxis:
Zahlungsanbieter melden den Zahlungsstatus per Webhook an Shopware zurück. Prüfen Sie im Flow Builder, dass der Versand erst beim Status „Bezahlt“ angestoßen wird und bei „Fehlgeschlagen“ eine E-Mail mit Zahlungslink rausgeht. Testen Sie jede Zahlungsart in der Sandbox des Anbieters komplett durch, inklusive Teilerstattung und Storno. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Konfiguration der Zahlungsmethoden in Shopware.
Aus den Gebühren, dem erwarteten Mix und dem Aufwand für Verträge ergeben sich drei Grundmuster, die wir in Projekten immer wieder empfehlen.
| Shop-Typ | Zahlungsarten | Anbieter-Kombination | Begründung |
|---|---|---|---|
| Kleiner B2C-Shop (bis etwa 20.000 € im Monat) | PayPal, Karten, Apple Pay, Google Pay, Klarna | Shopware Payments, alternativ PayPal-Erweiterung plus Mollie | Ein Onboarding, keine Grundgebühr, Rechnungskauf ohne eigenes Risiko |
| Mittlerer B2C-Shop (20.000 bis 200.000 € im Monat) | PayPal, Karten, Wallets, Klarna oder Riverty, SEPA-Lastschrift | PayPal-Erweiterung mit verhandelten Konditionen plus Stripe, oder Shopware Payments im Rise-Plan | PayPal-Händlerkonditionen sind der größte Hebel, Stripe hat die günstigsten Kartenpreise, Shopware Payments im Rise-Plan günstige Klarna-Konditionen |
| B2B-Shop | Rechnung mit Zahlungsziel, Lastschrift, Karten, PayPal, Rechnungskauf für Neukunden | Shopware-Zahlungsart Rechnung mit Regeln, dazu Mollie (Billie) oder Unzer, Adyen ab hohem Volumen | Rechnung ist Standard, Regeln steuern die Freigabe, Dienstleister tragen das Risiko bei Neukunden |
Werkzeuge sind die Bestellübersicht im Shopware-Admin mit Filter nach Zahlungsart, die Monatsabrechnungen der Anbieter und die Checkout-Auswertung in Google Analytics 4.
Neu rechnen sollten Sie, wenn die Vorzugskonditionen von Shopware Payments nach zwölf Monaten enden oder Ihr Umsatz die Schwelle für Volumenpreise erreicht, bei Mollie 100.000 € im Monat.
Shopware Payments ist die in Shopware 6 integrierte Zahlungslösung auf der Infrastruktur von PayPal. Sie bündelt Karten, PayPal, Apple Pay, Google Pay, Klarna, PayPal Rechnungskauf und lokale Verfahren in einem Onboarding, das im Admin startet. Verfügbar ist sie seit 2026 für Händler mit Sitz in Deutschland und Österreich.
Es gibt keine Lizenz- oder Grundgebühr, abgerechnet wird je erfolgreicher Transaktion. In der Community Edition kosten Visa und Mastercard 1,65 % plus 0,27 €, Klarna 2,79 % plus 0,35 €, PayPal bis zu 2,99 % plus 0,39 €. Wer bis zum 31. Dezember 2026 aktiviert, zahlt zwölf Monate lang 1,25 % plus 0,20 € für Karten und 2,10 % plus 0,35 € für Klarna.
Nein. Shopware stellt klar, dass die Nutzung optional ist und Händlern ohne die Lösung keine Nachteile entstehen. Die PayPal-Erweiterung bleibt im Standard enthalten, Mollie, Stripe, Adyen, Unzer und Klarna lassen sich weiterhin über ihre eigenen Erweiterungen anbinden.
Shopware 6 bringt Rechnung, Vorkasse, Nachnahme und Lastschrift als Zahlungsarten mit, die der Händler selbst abwickelt, dazu die PayPal-Erweiterung. Alle anderen Anbieter kommen als Erweiterung aus dem Shopware Store oder über Shopware Payments dazu.
Für deutsche B2C-Shops sind PayPal, Kauf auf Rechnung, Kreditkarte mit Apple Pay und Google Pay sowie Lastschrift oder Sofortzahlung die Basis. Im B2B kommen Rechnung mit Zahlungsziel und Lastschrift mit Mandat dazu.
SEPA-Lastschrift und Überweisung kosten bei allen Anbietern nur Centbeträge je Transaktion, Karten liegen bei 1,25 bis 1,8 % plus Fixbetrag, PayPal und Rechnungskauf bei rund 3 %. Die günstigste Zahlungsart nützt allerdings nichts, wenn Kunden sie nicht wählen.
Ja, die Shopware AG hat ihren Sitz in Schöppingen in Nordrhein-Westfalen. Seit 2022 sind Carlyle und PayPal als Investoren beteiligt, im Oktober 2025 hat PayPal die Anteile von Carlyle übernommen und hält seitdem rund 41 %. Die Software bleibt im Kern Open Source.
Sie planen einen neuen Shopware-Shop oder wollen Ihre Zahlungsanbieter neu aufstellen? Schreiben Sie uns, wir rechnen mit Ihrem Bestellwert und Ihrem Mix durch, welche Kombination für Sie günstiger ist, und richten sie ein.
Sie betreiben bereits einen Shop? Unsere kostenlose Shop-Analyse zeigt, wo im Checkout Kunden abspringen, welche Zahlungsarten fehlen und was Sie heute zu viel an Gebühren zahlen.

Besnik Bilalli ist Gründer und CEO von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der ersten Kalkulation bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besnik Bilalli. Stand: Oktober 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Januar 2027.