Weniger Kaufabbrüche durch Bezahlen mit dem Amazon-Konto: So installieren und konfigurieren Sie Amazon Pay in Shopware 6, testen den Checkout in der Sandbox und gehen sicher live.
Amazon Pay gehört zu den Zahlungsarten, die sich im Checkout fast von selbst erklären: Die meisten Kunden haben ein Amazon-Konto, müssen also weder Kartendaten noch Adresse eintippen. Das beschleunigt den Kauf und senkt die Abbruchquote, besonders auf dem Smartphone.
Dieser Leitfaden führt durch die komplette Einrichtung in Shopware 6: Händlerkonto, Plugin-Installation, Zugangsdaten aus Seller Central, Benachrichtigungen (IPN), Test in der Sandbox, Go-live und Betrieb. Er richtet sich an Shopbetreiber, die den Checkout vereinfachen möchten, an Entwickler, die Amazon Pay einbinden sollen, und an Agenturen, die Zahlungsarten für Kunden einrichten. Vorkenntnisse über die Shopware-Administration hinaus brauchen Sie nicht.
Welche Zahlungsarten sich noch anbinden lassen, zeigt unsere Übersicht zu Shopware-Zahlungsintegrationen.
Amazon Pay ist der Bezahldienst von Amazon für Shops außerhalb des Amazon-Marktplatzes. Kunden melden sich im Checkout mit ihrem Amazon-Konto an, wählen dort hinterlegte Adresse und Zahlungsmittel und bestätigen den Kauf. Der Händler erhält die Zahlung über Amazon, inklusive A-bis-z-Garantie für den Käufer.
Für Shopware 6 stellt Amazon ein offizielles Plugin bereit, das den Amazon-Pay-Button im Warenkorb, auf der Produktseite und im Checkout anzeigt und Zahlungen, Erstattungen und Statusänderungen mit dem Shop abgleicht.
Sie brauchen ein eigenes Amazon-Pay-Händlerkonto, getrennt von einem eventuellen Verkäuferkonto für den Marktplatz. Registrieren Sie sich mit einer eigenen E-Mail-Adresse auf der Amazon-Pay-Seite für Händler, hinterlegen Sie Firmendaten, Steuerinformationen und Bankverbindung und warten Sie die Prüfung ab. Das dauert in der Regel einige Werktage, erledigen Sie es also früh.
Das offizielle Plugin „Amazon Pay“ finden Sie im Shopware Store oder direkt in der Administration.
Schlägt etwas fehl, sehen Sie zuerst in die Protokolle (Einstellungen → System → Protokolle) und filtern Sie nach Amazon Pay. Die Entwicklerwerkzeuge des Browsers zeigen, was während des Checkouts passiert. Bleibt der Fehler, prüfen Sie Schlüssel und Einstellungen in Seller Central noch einmal, ein einzelnes falsches Zeichen reicht.
Unter Einstellungen → System → Protokolle nach „Amazon Pay“ filtern. Achten Sie auf fehlgeschlagene Authentifizierungen und Fehler bei Benachrichtigungen.
Hilft nichts, prüfen Sie in Seller Central oder im Amazon-Pay-Entwicklerportal, ob eine Störung vorliegt.
Amazon Pay verbindet sich nicht. Was tun?
Merchant ID, Store ID und Schlüssel prüfen, SSL-Zertifikat kontrollieren, in Seller Central nach Störungen sehen und die Shopware-Protokolle lesen.
Welche Gebühren fallen an?
Die Gebühren hängen von Land und Transaktionsart ab, meist ein Prozentsatz plus Festbetrag je Zahlung. Die aktuellen Konditionen stehen in Seller Central.
Wie funktionieren Erstattungen?
Direkt aus der Bestellung in Shopware, im Amazon-Pay-Dashboard oder per API. Informieren Sie den Kunden, sobald die Erstattung ausgelöst ist.
Welche weiteren Zahlungsarten sollte ich anbieten?
Für den deutschen Markt haben sich neben Amazon Pay vor allem PayPal, Kreditkarte über einen Anbieter wie Stripe sowie Rechnungs- und Ratenkauf bewährt.
Sie möchten Ihren Checkout insgesamt verbessern? Unsere Shop-Analyse zeigt, wo Kunden abspringen. Für individuelle Anpassungen am Zahlungsprozess unterstützen wir mit Shopware-Plugin-Entwicklung.