
Shopware Agentur finden: Wo Sie suchen, wie Sie aus über 200 Partnern eine Shortlist von drei Agenturen bilden und welche zwölf Fragen im ersten Gespräch zeigen, ob die Agentur zu Ihrem Projekt passt.
Starten Sie im Partnerverzeichnis von Shopware. Dort stehen über 200 Agenturen, filterbar nach Projektbudget, Branche, Schnittstellen, Hosting-Modell und Partnerstufe. Aus dieser Liste werden fünf Kandidaten, aus den fünf drei Gespräche.
Die Partnerstufe sagt, wie viele Zertifizierungen eine Agentur hat, nicht wie gut Ihr Projekt läuft. Platin steht für 20 Zertifizierungen, Gold für 10, Silber und Bronze für 4. Entscheidend sind Referenzshops, die Ihrem Vorhaben ähneln, und das Team, das tatsächlich an Ihrem Shop arbeitet.
Zwölf Fragen im ersten Gespräch reichen, um Anbieter zu trennen. Sie drehen sich um Erfahrung, Team, Technik und die Zeit nach dem Go-live. Wer darauf konkret antwortet, kommt in die Angebotsphase.
Wer eine Shopware Agentur finden will, stößt bei Google auf Anzeigen, Verzeichnisse und Agenturseiten, die alle dasselbe versprechen. Dieser Beitrag richtet sich an Geschäftsführer und E-Commerce-Verantwortliche, die einen neuen Shopware-Shop, einen Relaunch oder den Wechsel von einem anderen System planen und dafür zum ersten Mal eine Agentur auswählen.
Nach dem Lesen wissen Sie, wo Sie suchen, wie Sie die Liste auf drei Agenturen eindampfen und welche Fragen Sie im ersten Gespräch stellen. Was die Agenturen danach kosten und wie Sie Angebote vergleichbar machen, steht im Beitrag zu den Shopware Agentur Preisen.
Es gibt vier Wege zu einer Shortlist. Sie unterscheiden sich darin, wie gut die Treffer vorsortiert sind und wie viel Eigenarbeit Sie investieren müssen.
| Quelle | Was Sie dort finden | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Shopware Partnerverzeichnis | Über 200 Agenturen mit Partnerstufe, Zahl der Zertifizierungen, Standorten, Services und Projektbudget (Stand November 2026) | Einzige Quelle, die von Shopware geprüft wird; Filter nach Budget, Branche, Schnittstellen und Hosting-Modell | Reihenfolge nach Relevanz, keine Kundenbewertungen, Profile sind von den Agenturen selbst geschrieben |
| Referenzshops | Shops Ihrer Branche, die auf Shopware 6 laufen; die Agentur steht oft im Footer oder im Impressum | Sie sehen das Ergebnis, bevor Sie mit der Agentur sprechen | Zeitaufwendig, und nicht jeder Shop nennt seinen Dienstleister |
| Empfehlungen aus dem Netzwerk | Händler, Hoster, Steuerberater, Verbände, Shopware Community Day | Ehrliche Aussagen zu Zusammenarbeit und Problemen | Die Empfehlung passt zum Projekt des Empfehlenden, nicht unbedingt zu Ihrem |
| Google und Verzeichnisse von Dritten | Anzeigen, Vergleichsportale, Branchenbücher | Schneller Überblick über Agenturen in Ihrer Region | Reihenfolge ist bezahlt oder von Bewertungen abhängig, die sich kaufen lassen |
Unsere Empfehlung: Beginnen Sie im Partnerverzeichnis und gleichen Sie die Treffer mit zwei bis drei Referenzshops ab, die Sie selbst gut finden. Agenturen, die in beiden Listen auftauchen, kommen auf die Shortlist.
Shopware vergibt vier Partnerstufen. Die Stufe hängt in erster Linie von der Zahl der Zertifizierungen ab, die Mitarbeitende der Agentur in der Shopware Academy abgelegt haben. Die Academy prüft online, das Jahresabo für alle Prüfungen kostet 999 US-Dollar pro Person.
| Partnerstufe | Zertifizierungen | Betreuung durch Shopware | Was das für Sie heißt |
|---|---|---|---|
| Bronze | 4 | Self-Service-Portal, Testumgebungen für Demos | Einstieg in die Partnerschaft, oft kleine Teams oder Agenturen mit Shopware als Nebenschwerpunkt |
| Silber | 4 | Partner Manager aus dem Integration Partner Team | Gleiche Mindestzahl wie Bronze, dazu ein fester Ansprechpartner bei Shopware. Shopware ist ein fester Teil des Geschäfts |
| Gold | mindestens 10 | Partner Manager aus dem Integration Partner Team | Mehrere zertifizierte Entwickler und Projektmanager, Erfahrung mit größeren Projekten |
| Platin | mindestens 20 | Eigener Shopware Partner Manager, Zusammenarbeit auf strategischer Ebene | Direkter Draht zu Shopware, Teams mit Vertretung in jeder Rolle, Enterprise- und B2B-Projekte |
Zertifizierungen belegen, dass das Team die Plattform kennt. Sie belegen nicht, dass die Agentur Projekte in Ihrer Größenordnung sauber abschließt, pünktlich liefert oder nach dem Go-live erreichbar ist. Eine Gold-Agentur mit drei passenden Referenzshops ist für Sie meist die bessere Wahl als eine Platin-Agentur, deren Referenzen alle zehnmal größer sind als Ihr Shop.
Nutzen Sie die Stufe deshalb als Mindestfilter, nicht als Rangliste: Für einen Shop mit Warenwirtschaftsanbindung und mehreren Sprachen sollten Sie bei Gold oder Platin suchen. Für kleine Shops mit Standardprozessen reicht Silber, wenn Referenzen und Team stimmen.
Ohne Anforderungsliste kann keine Agentur einschätzen, ob sie zu Ihnen passt, und Sie können keine Antwort bewerten. Eine Seite reicht. Diese Punkte gehören hinein:
Mit dieser Liste filtern Sie das Partnerverzeichnis, schicken allen Agenturen dieselbe Grundlage und erkennen im Gespräch sofort, wer sie gelesen hat.
Um die passende Shopware Agentur zu finden, bringen Sie das Verzeichnis in vier Schritten auf eine handhabbare Liste. Rechnen Sie dafür mit zwei bis drei Stunden.
Standort und Partnerstufe setzen Sie bewusst erst zum Schluss. Die meisten Shopware-Projekte laufen heute remote mit festen Terminen vor Ort. Eine Agentur in Ihrer Stadt ist angenehm, aber kein Qualitätsmerkmal.
Die Fragen sind so gewählt, dass sie sich nicht mit einem Verkaufsgespräch beantworten lassen. Zu jeder Frage steht, worauf Sie bei der Antwort achten sollten. Die Fragen zum Angebot selbst, etwa zu Stunden je Position und Change Requests, folgen erst in der nächsten Phase und stehen im Beitrag zu den Shopware Agentur Preisen.
1. Wie viele Shopware-6-Shops haben Sie in den letzten zwölf Monaten live gebracht, und welche drei darf ich mir ansehen?
Eine gute Antwort nennt Shops mit URL. Prüfen Sie sie selbst: Ladezeit auf dem Handy, Checkout bis zur letzten Seite, Suche mit Tippfehler. Agenturen, die nur Logos zeigen oder auf Vertraulichkeit verweisen, haben entweder wenig geliefert oder dürfen es nicht zeigen. Beides spricht gegen sie.
2. Welches Ihrer Projekte war meinem am ähnlichsten, und was ist dort schiefgelaufen?
Jedes Projekt hat Stellen, an denen es gehakt hat: Datenimport, Schnittstelle, Zeitplan. Wer eine konkrete Geschichte erzählt und sagt, was daraus gelernt wurde, arbeitet ehrlich. Wer nichts findet, hat entweder kein vergleichbares Projekt oder redet nicht offen.
3. Mit welchem ERP, PIM oder Zahlungsanbieter aus meiner Liste haben Sie Shopware bereits verbunden, und wie?
Die Antwort sollte unterscheiden zwischen einem fertigen Plugin aus dem Shopware Store, einem eigenen Plugin der Agentur und einer Individualentwicklung. Alle drei sind in Ordnung, aber sie kosten und halten unterschiedlich lange. Welche Warenwirtschaft zu Shopware passt, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben.
4. Wer wird in meinem Projekt arbeiten, und wie viele Projekte betreut diese Person parallel?
Sie wollen Namen und Rollen hören: Projektleitung, Entwicklung, Design, Qualitätssicherung. Ein Projektleiter mit acht parallelen Projekten hat für Ihres zwei Stunden pro Woche. Fragen Sie auch, welcher Teil des Teams im Ausland sitzt und wer die Kommunikation auf Deutsch führt. Nearshore ist kein Nachteil, solange die Steuerung in Deutschland liegt.
5. Wie läuft ein Projekt bei Ihnen ab, und was passiert in den ersten vier Wochen?
Seriöse Agenturen beginnen mit einer Konzeptionsphase: Workshop, Anforderungen, Prototyp oder Klickdummy, erst dann Angebot und Entwicklung. Wer in Woche eins programmieren will, hat Ihr Projekt noch nicht verstanden. Wie ein Ablauf aussehen kann, zeigt unser Shopware-Prozess.
6. Wie binden Sie mich während der Umsetzung ein, und wo sehe ich den Stand?
Erwarten Sie konkrete Werkzeuge: eine Staging-Umgebung mit Zugang für Sie, ein Ticketsystem, feste Reviews alle ein bis zwei Wochen. Status per E-Mail auf Nachfrage ist zu wenig.
7. Arbeiten Sie mit dem Shopware-Standard, oder passen Sie den Kern an?
Die richtige Antwort lautet: Standardfunktionen zuerst, Erweiterungen als Plugins oder Apps, niemals Änderungen am Shopware-Core. Core-Anpassungen machen jedes Update zum Risiko und binden Sie an die Agentur. Fragen Sie nach einem Beispiel, in dem die Agentur eine Kundenanforderung abgelehnt hat, weil sie den Standard gebrochen hätte.
8. Was passiert, wenn wir uns trennen?
Code, Theme, Repository, Zugänge und Dokumentation müssen Ihnen gehören und jederzeit übergeben werden können. Eine gute Agentur beschreibt die Übergabe, bevor Sie danach fragen. Lassen Sie sich das später schriftlich ins Angebot schreiben.
9. Auf welcher Shopware-Version laufen Ihre Bestandskunden heute?
Diese Frage prüft die Wartungskultur. Wenn die meisten Kunden auf einer aktuellen Version laufen, aktualisiert die Agentur regelmäßig über Staging. Wenn viele Shops zwei Hauptversionen zurückliegen, wird das auch Ihrem Shop passieren. Welche Versionen aktuell sind, steht im Beitrag zu Shopware Updates und Versionen.
10. Wie sichern Sie Performance und Sichtbarkeit zum Go-live ab?
Hören wollen Sie: Lasttest vor dem Start, Prüfung der Core Web Vitals, Weiterleitungen für alle alten URLs bei Relaunch oder Migration, Freigabe der Suchmaschinen-Einstellungen vor dem Livegang. Fehlt die SEO-Migration, verlieren Shops nach dem Relaunch regelmäßig einen großen Teil ihres organischen Umsatzes. Was dazugehört, steht im Beitrag Shopware SEO.
11. Was kostet die Betreuung nach dem Go-live, und wie schnell reagieren Sie, wenn der Checkout steht?
Sie brauchen eine Zahl pro Monat, eine Reaktionszeit für Störungen und eine Aussage dazu, wer außerhalb der Bürozeiten erreichbar ist. Übliche Pauschalen liegen zwischen 400 und 2.500 € im Monat, je nach Umfang und Reaktionszeiten.
12. Welche Projekte lehnen Sie ab?
Die vielleicht wichtigste Frage. Eine Agentur mit klarem Profil nennt Branchen, Budgets oder Anforderungen, für die sie nicht die richtige ist. Wer alles annimmt, hat kein Profil, und Sie erfahren erst im Projekt, ob Ihres dazu passt.
Manche Antworten sind so eindeutig, dass Sie das Gespräch freundlich beenden können.
Nach den drei Gesprächen entscheiden Sie nicht nach Bauchgefühl, sondern mit einem einfachen Bogen. Vergeben Sie je Kriterium 1 bis 5 Punkte, multiplizieren Sie mit der Gewichtung und vergleichen Sie die Summen. Den Preis bewerten Sie erst, wenn die Angebote vorliegen.
| Kriterium | Gewichtung | Worauf Sie die Punkte vergeben |
|---|---|---|
| Vergleichbare Referenzen | 25 % | Live-Shops in ähnlicher Größe, Branche und mit ähnlichen Schnittstellen (Fragen 1 bis 3) |
| Team und Verfügbarkeit | 20 % | Namen, Rollen, parallele Projekte, deutschsprachige Steuerung (Fragen 4 bis 6) |
| Technische Sauberkeit | 20 % | Standardtreue, Plugin-Architektur, Versionsstand der Bestandskunden, Eigentum am Code (Fragen 7 bis 9) |
| Betrieb und Verlässlichkeit | 15 % | Go-live-Absicherung, Reaktionszeiten, Erreichbarkeit (Fragen 10 bis 11) |
| Passung | 20 % | Klares Profil, Rückfragen zur Anforderungsliste, Tempo und Ton in der Kommunikation (Frage 12) |
Liegen zwei Agenturen nah beieinander, entscheidet ein bezahlter Workshop von einem Tag. Sie sehen dort, wie das Team denkt, bevor Sie fünfstellig investieren.
Im Partnerverzeichnis von Shopware filtern Sie nach Bürostandort und Land. Die meisten Agenturen arbeiten heute remote mit einzelnen Terminen vor Ort, deshalb sollte der Standort nicht das erste Kriterium sein. Wichtiger sind Referenzen, Team und Erreichbarkeit.
Nicht zwingend, aber ein Partnerstatus zeigt, dass die Agentur in Shopware investiert und direkten Zugang zu Shopware hat. Für Projekte mit Schnittstellen, B2B-Funktionen oder mehreren Sprachen empfehlen wir Gold oder Platin. Für kleine Shops reicht Silber, wenn die Referenzen passen.
Spezialisierte Agenturen in Deutschland rechnen mit 100 bis 180 € pro Stunde. Für einen kleinen Shop liegt die Agenturleistung bei 20.000 bis 35.000 €, im Mittelstand bei 40.000 bis 120.000 €, im B2B ab 120.000 €. Alle Zahlen und Preismodelle stehen im Beitrag zu den Shopware Agentur Preisen.
Rechnen Sie mit vier bis sechs Wochen: eine Woche für Anforderungsliste und Shortlist, zwei Wochen für Gespräche, zwei bis drei Wochen für Angebote und Entscheidung. Wer schneller entscheidet, bezahlt die eingesparte Zeit meist im Projekt.
Freelancer eignen sich für Plugins, Anpassungen und kleine Shops, wenn Sie das Projekt selbst steuern. Sobald Schnittstellen, Design, Tests und Betrieb zusammenkommen, brauchen Sie ein Team mit Vertretung. Den Vergleich der Anbietertypen finden Sie ebenfalls im Beitrag zu den Agenturpreisen.
Stellen Sie uns die zwölf Fragen. solution25 ist Shopware Platin Partner mit Sitz in Bremen, setzt seit 2017 Shopware-Projekte um und betreibt Shops für mehr als 200 Marken. Vereinbaren Sie ein Erstgespräch, schicken Sie Ihre Anforderungsliste mit, und Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie lautet, dass eine andere Agentur besser passt.
Sie betreiben bereits einen Shop? Unsere kostenlose Shop-Analyse zeigt innerhalb von 48 Stunden, wo Technik, Performance und Conversion heute stehen.
Mehr über Arbeitsweise, Zertifizierungen und Referenzen lesen Sie auf der Seite Shopware Agentur solution25.

Besar Bilalli ist Mitgründer und Co-CEO von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er gemeinsam mit Besnik Bilalli einen eigenen Online-Shop ohne Startkapital aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der Systemauswahl bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besar Bilalli. Stand: November 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Februar 2027.