
Sieben Warenwirtschaftssysteme für Shopware 6 im Vergleich, fünf Anbindungsarten, die Datenflüsse, die stimmen müssen, und was eine ERP-Anbindung kostet: 5.000 bis 40.000 € als Erfahrungswert.
Shopware 6 ist ein Shopsystem, keine Warenwirtschaft. Sobald Sie mehr als einen Verkaufskanal, ein eigenes Lager oder eine Buchhaltung mit Ansprüchen haben, braucht der Shop ein System dahinter, das Artikel, Bestände, Preise und Aufträge führt.
Für Shopware gibt es sieben etablierte Wege: Pickware läuft direkt im Shopware-Admin (ab 99 € im Monat), JTL-Wawi (Einstieg 0 €), Xentral (ab 99 €) und weclapp (ab 163 € je Nutzer) bringen eigene Konnektoren mit. Sage 100, Dynamics 365 Business Central und SAP Business One werden über Store-Erweiterungen oder individuelle Schnittstellen angebunden.
Die Anbindung kostet nach unseren Erfahrungswerten 5.000 bis 20.000 € mit einem fertigen Konnektor und 20.000 bis 40.000 € für eine individuelle Schnittstelle in beide Richtungen, zuzüglich der laufenden Lizenzen für Warenwirtschaft und Konnektor.
Wir haben vor der Gründung von solution25 selbst einen Online-Shop mit mehr als 500 Bestellungen am Tag betrieben und wissen, was passiert, wenn Bestände in Shop und Lager auseinanderlaufen. Seit 2017 binden wir Warenwirtschaftssysteme an Shopware an, von Pickware bis Business Central.
Werden Bestände, Preise und Aufträge an mehreren Stellen gepflegt, entstehen Überverkäufe, Doppelpflege und Fehler auf Rechnungen. Dieser Beitrag richtet sich an Shop-Betreiber mit eigenem Shopware-Shop, die eine Warenwirtschaft einführen oder wechseln, und an E-Commerce-Leiter im Mittelstand, die Shopware an ein vorhandenes ERP anbinden wollen.
Nach dem Lesen können Sie entscheiden, welche Warenwirtschaft und welche Anbindungsart zu Ihren Kanälen, Ihrem Lager und Ihrer Buchhaltung passen, und das Budget für die Schnittstelle realistisch ansetzen. Alle Preise Stand Oktober 2026, zuzüglich Mehrwertsteuer.
Eine Warenwirtschaft (kurz Wawi) verwaltet Artikel, Lieferanten, Bestände, Einkauf, Aufträge und Versand. Ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) deckt zusätzlich Finanzbuchhaltung, Controlling, Produktion oder Personal ab. In der Praxis verschwimmen die Begriffe: Pickware nennt sich ERP, JTL-Wawi trägt die Warenwirtschaft im Namen, und beide lösen für einen Händler dieselbe Aufgabe.
Shopware 6 bringt eine Bestellverwaltung, einen Bestandswert je Produkt und die Erzeugung von Rechnungen, Lieferscheinen, Gutschriften und Stornobelegen mit. Was fehlt, sind Einkauf, Lieferantenverwaltung, Wareneingang, Kommissionierung, Zahlungsabgleich und eine Buchhaltung, die ein Steuerberater akzeptiert. Bestände über mehrere Standorte gibt es erst im Beyond-Plan.
Die wichtigste Entscheidung in jedem Anbindungsprojekt ist, welches System für welche Daten führend ist. Üblich ist: Die Warenwirtschaft führt Artikelstamm, Preise und Bestände, der Shop führt Kundenkonten, Warenkörbe und Bestellungen, bis sie an die Wawi übergeben werden.
Wer diese Frage offen lässt, bekommt Doppelpflege. Ein Mitarbeiter ändert den Preis im Shop, die nächste Synchronisation überschreibt ihn mit dem Wert aus dem ERP, und niemand weiß, welcher Preis gilt.
Shopware selbst nennt in einem Beitrag zum Thema als Faustregel rund 40 Bestellungen am Tag für den Einstieg in eine Warenwirtschaft. Aus unseren Projekten würden wir die Grenze früher ziehen, weil nicht die Bestellmenge allein entscheidet, sondern die Zahl der Stellen, an denen Daten gepflegt werden.
Typische Auslöser, die wir bei Händlern sehen:
Umgekehrt gilt: Ein Shop mit zehn Bestellungen am Tag, einem Kanal und Dropshipping braucht keine Warenwirtschaft für 600 € im Monat. Shopware plus ein Rechnungstool reicht, bis die Prozesse wachsen.
Jede Anbindung besteht aus denselben Datenflüssen. Die Tabelle zeigt die Aufteilung, wie wir sie in den meisten Projekten umsetzen.
| Datenobjekt | Führendes System | Richtung | Üblicher Takt |
|---|---|---|---|
| Artikelstammdaten (Bezeichnung, Beschreibung, Varianten, Kategorien, Bilder) | Warenwirtschaft oder PIM | Wawi zu Shopware | Bei Änderung oder täglich |
| Preise (Listenpreise, Staffelpreise, Kundengruppen, Währungen) | Warenwirtschaft | Wawi zu Shopware | Bei Änderung oder stündlich |
| Bestände | Warenwirtschaft oder Lagerverwaltung | Wawi zu Shopware | Alle 5 bis 15 Minuten, bei Bedarf in Echtzeit |
| Bestellungen | Shopware | Shopware zu Wawi | Sofort per Webhook oder alle 5 bis 15 Minuten |
| Kunden und Adressen | Shopware (B2C), beide Systeme (B2B) | Mit der Bestellung, im B2B auch zurück | Bei Bestellung |
| Bestellstatus und Sendungsnummern | Warenwirtschaft | Wawi zu Shopware | Bei Statuswechsel |
| Rechnungen und Lieferscheine | Warenwirtschaft | Wawi zu Shopware (Kundenkonto) | Bei Erstellung |
| Retouren und Gutschriften | Warenwirtschaft | Beide Richtungen | Bei Vorgang |
Nicht jede Anbindung braucht alle acht Flüsse. Viele Store-Konnektoren übertragen nur Bestellungen und Kunden in das ERP und den Status zurück, Artikel und Preise bleiben im Shop. Das reicht für ein stabiles Sortiment, nicht für einen Händler mit 20.000 Artikeln und wöchentlichen Preisänderungen.
Die Frage „Welches System?“ lässt sich nicht von der Frage „Wie wird es angebunden?“ trennen. Fünf Varianten decken praktisch alle Projekte ab.
Pickware installiert die Warenwirtschaft als Erweiterung direkt in den Shopware-Admin und arbeitet auf derselben Datenbank, es gibt also nichts zu synchronisieren. Das ist die einfachste Variante, sie bindet Sie aber an Shopware und an eine selbst gehostete Installation oder PaaS, denn Shopware SaaS lässt nur Apps zu, keine Plugins.
JTL, Xentral und weclapp betreiben eigene Schnittstellen zu Shopware 6 über die Admin API des Shops. Sie werden vom Hersteller gepflegt und bei Shopware-Updates nachgezogen, decken aber nur die Felder und Prozesse ab, die der Hersteller vorgesehen hat. Für Microsoft Dynamics 365 Business Central bietet Shopware seit August 2026 eine eigene Integration an.
Der Shopware Store listet in der Kategorie ERP 51 Erweiterungen, darunter Konnektoren für Sage 100, SAP Business One, Business Central, Odoo und PlentyONE als Mietlizenz zwischen rund 79 und 179 € im Monat. Prüfen Sie vor dem Kauf Kompatibilitätsangabe, Bewertungen und das Datum des letzten Updates: Ein Konnektor ohne Update seit über einem Jahr wird beim nächsten Shopware-Update zum Risiko.
Eine Middleware sitzt zwischen Shop und ERP, übersetzt Datenformate und protokolliert jeden Lauf. Shopware bietet dafür mit Shopware Nexus eine eigene Plattform an, laut Entwicklerdokumentation im Oktober 2026 noch im Beta-Status; jeder Plan enthält ein monatliches Kontingent an Ausführungen, jede weiteren 1.000 kosten 10 €. Alternativen sind n8n, Make oder Synesty. Middleware lohnt sich, wenn mehr als zwei Systeme zusammenspielen oder das ERP keine fertige Shopware-Schnittstelle hat.
Eine eigene Entwicklung bildet genau Ihre Prozesse ab: kundenspezifische Preislogik, mehrstufige Freigaben, Sonderfälle im Versand. Sie kostet am meisten und muss bei jedem Update geprüft werden. Sinnvoll ist sie, wenn ein Konnektor weniger als etwa 80 % der Anforderungen abdeckt und der Rest geschäftskritisch ist.
Miniature Market, ein Händler für Brettspiele, Miniaturen und Hobbybedarf, betrieb einen großen Magento-Shop mit tausenden SKUs. Die Bestände aus dem Lagerverwaltungssystem Deposco kamen verzögert und unzuverlässig im Shop an, die Folge waren Überverkäufe.
Laut Projektbericht haben wir den neuen Shopware-6-Shop über eine Integrationsschicht von Patchworks mit Deposco verbunden, mit sofortigen Bestandsupdates und Bestellstatus in beide Richtungen. Bestandsregeln reservieren Mengen für Vorbestellfenster und schützen sie vor dem freien Verkauf. Danach gingen laut Bericht Fulfillment-Fehler und Support-Tickets zurück, Zahlen nennt er nicht.
Die Lehre für Ihr Projekt: Legen Sie vor der Anbindung fest, welche Mengen als verfügbar gelten und welche reserviert sind. Bei Lastspitzen entscheidet der Takt der Bestandsübertragung über Überverkäufe, nicht der Name der Warenwirtschaft.
Alle Varianten außer dem nativen Plugin nutzen dieselbe Grundlage: die Admin API von Shopware 6. Drei Punkte davon entscheiden über Stabilität und Geschwindigkeit der Anbindung.
Unter Einstellungen, System, Integrationen legen Sie je angebundenem System eine eigene Integration mit Zugriffsschlüssel und Sicherheitsschlüssel an; der Sicherheitsschlüssel wird nur einmal angezeigt. Die Integration bekommt eine Rolle mit genau den Rechten, die das ERP braucht, nicht pauschal Administratorrechte. Das ERP holt sich damit per OAuth ein Zugriffstoken, das nach einer Stunde abläuft und erneuert wird.
Für Artikelimporte, Bestands- und Preisupdates stellt Shopware die Sync API bereit, einen Endpunkt der Admin API, der viele Datensätze in einem Aufruf anlegt, aktualisiert oder löscht. Über einen Header lässt sich die Indexierung in die Warteschlange verschieben, damit ein Import mit 20.000 Artikeln den Shop nicht ausbremst. Shopware empfiehlt Pakete von 50 bis 200 Produkten je Aufruf, bei einfachen Datensätzen bis 500. Mehr dazu auf unserer Seite zur Shopware Sync API.
Bestellungen sollten das ERP nicht erst beim nächsten Abfragelauf erreichen. Shopware kann über den Flow Builder oder Webhooks bei jeder neuen Bestellung eine Nachricht an das ERP oder die Middleware schicken. Für Bestände bleibt ein kurzer Takt aus dem ERP heraus der Normalfall, weil dort die Bewegungen entstehen.
Die folgenden Angaben stammen von den Preisseiten der Hersteller und aus dem Shopware Store, Stand Oktober 2026. Wo ein Hersteller keine Preise veröffentlicht, steht „auf Anfrage“.
Pickware ist Shopware Technology Partner Platinum und läuft als Erweiterung direkt in Shopware 6, aktuell kompatibel mit den Versionen 6.6.10.5 bis 6.7.15.1. Die Module ERP, WMS (Lager mit Scannern), POS (Kasse) und Versand arbeiten auf der Shopware-Datenbank. Laut Preisseite kostet Starter 99 € im Monat mit 1.000 Bestellungen inklusive (jede weitere 0,20 €), Advanced 299 € und Professional 599 €, bei Jahresvertrag 10 % weniger.
Einkauf, DATEV-Buchhaltung und Stücklisten gibt es erst ab Advanced, API-Zugriff erst ab Professional. Das WMS kostet 199 € je Gerätelizenz im Monat, die Kasse 149 € je Lizenz. Die Einrichtung beschreibt unser Leitfaden Pickware in Shopware 6 integrieren.
JTL-Wawi ist eine Windows-Software mit Microsoft SQL Server, lokal installiert oder bei JTL gehostet. Der Shopware-Connector läuft als Dienst auf JTL-Servern, unterstützt laut JTL-Guide Shopware 6.1 bis 6.7.14 und überträgt Artikel, Varianten, Bilder, Preise und Bestände in den Shop sowie Kunden und Aufträge zurück.
JTL Start kostet laut Preisseite 0 € mit Community-Support, Aufträge aus Shopware werden über Auftragspakete abgerechnet: 100 Aufträge für 25 € im Monat, 500 für 79 €, 1.000 für 129 €. JTL Advanced kostet ab 99 € im Monat mit Jahresvertrag, JTL Pro ab 329 €.
Xentral ist ein Cloud-ERP mit Einkauf, Lager, Versand und Finanzen. Die aktuelle Schnittstellengeneration Xentral Connect ist laut Xentral-Hilfe mit allen Shopware-6-Versionen bis 6.7 kompatibel, gleicht Bestände in Echtzeit ab, importiert Bestellungen mit Zahlungsart und meldet Sendungsnummern zurück.
Die Preise beginnen bei 99 € im Monat (Launch, maximal 100 Bestellungen im Monat), Starter ab 349 €, Business ab 649 €, Pro ab 849 €. Xentral Connect, Wareneingang und API-Zugriff sind laut Preisseite ab Business enthalten, der Endpreis richtet sich nach Umsatz und Versandvolumen. Die Einrichtung zeigt unser Leitfaden Xentral mit Shopware 6 verbinden.
weclapp rechnet je Nutzer ab. Die Shop-Anbindung an Shopware ist laut Preisseite nur im Paket ERP Handel enthalten, das 163 € je Nutzer und Monat bei jährlicher und 179 € bei monatlicher Zahlung kostet. Die Schnittstelle selbst ist im weclapp-Store kostenlos, arbeitet in beide Richtungen und überträgt Artikelstamm, Bestände und Aufträge. Shop und Admin müssen dafür von außen erreichbar sein.
Mit drei Nutzern liegen Sie bei rund 490 € im Monat, mit fünf bei 815 €, inklusive CRM, Projekten und Buchhaltung. Die Einrichtung beschreibt unser Leitfaden weclapp mit Shopware 6 verbinden.
Sage 100 ist eine Warenwirtschaft mit Finanzbuchhaltung für den Mittelstand, laut Sage ab 50 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und zwölf Monaten Mindestlaufzeit. Sage nennt die Shopanbindung an Shopware ausdrücklich, setzt sie aber über Partnerlösungen um, etwa OmniSeller von HTK. Im Shopware Store gibt es außerdem den Konnektor sync4 von dupp für 179 € im Monat, kompatibel bis Shopware 6.7.15.1, der Aufträge und Kunden an Sage übergibt und den Status zurückmeldet.
Business Central ist das Mittelstands-ERP von Microsoft, laut Preisseite 69,30 € je Nutzer und Monat für Essentials, 95,30 € für Premium und 6,90 € für Team Members, jeweils bei jährlicher Abrechnung. Für die Shopware-Anbindung gibt es zwei Wege: die von Shopware selbst entwickelte Business-Central-Integration auf Basis von Nexus (Preis auf Anfrage, Version 1.0.0 vom August 2026) und den Store-Konnektor von Ecomwise ab 83,25 € im Monat bei Jahreszahlung, der Kunden und Aufträge an Business Central exportiert und Produkte und Bestände zeitgesteuert in den Shop importiert.
Was bei Azure-App-Registrierung und API-Berechtigungen zu beachten ist, steht in unserem Leitfaden zur Business-Central-Integration.
SAP Business One ist laut SAP für kleine und mittlere Unternehmen gedacht; Listenpreise veröffentlicht SAP nicht, die Lizenzierung läuft über SAP-Partner auf Anfrage. Für Shopware gibt es im Store den Konnektor sync4 für SAP Business One von dupp für 179 € im Monat (Aufträge und Kunden an SAP, Status zurück). Weitere ERP-Konnektoren, darunter SAP, kündigt Shopware in der Nexus-Dokumentation für die Zeit nach dem Beta-Status an. Sobald Artikel und Preise aus SAP heraus gepflegt werden sollen, landen die meisten Projekte bei einer individuellen Schnittstelle.
Für kleine Shops ist Billbee eine Alternative: 9 € Grundgebühr im Monat plus Abrechnung je Bestellung, ohne Mindestlaufzeit. Odoo lässt sich über den Shopware-Odoo-Connector aus dem Store (79 € im Monat) anbinden, PlentyONE über den Konnektor von LENZ ab 124,17 € im Monat.
| System | Betrieb | Anbindung an Shopware 6 | Preis (Stand Oktober 2026) | Typisches Profil |
|---|---|---|---|---|
| Pickware | Plugin im Shopware-Admin, Self-Hosting oder PaaS | Nativ, keine Synchronisation | ab 99 € im Monat (1.000 Bestellungen inklusive), WMS 199 € je Gerät | Eigenes Lager, Verkauf über Shopware, ab etwa 30 Bestellungen am Tag |
| JTL-Wawi | Windows und SQL Server, lokal oder bei JTL gehostet | JTL-Connector als Dienst von JTL, Shopware 6.1 bis 6.7.14 | JTL Start 0 € plus Auftragspakete ab 25 €, Advanced ab 99 €, Pro ab 329 € | Marktplatzhändler, mehrere Shops |
| Xentral | Cloud | Xentral Connect, bis Shopware 6.7 | ab 99 € (Launch), ab 349 € (Starter), ab 649 € (Business) | D2C und Handel ab einigen hundert Bestellungen im Monat |
| weclapp | Cloud | Eigene Schnittstelle, kostenlos, Paket ERP Handel nötig | 163 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung | Kleine Teams, Handel plus Dienstleistung |
| Sage 100 | Installation im Unternehmen oder bei einem Partner | Partnerlösungen (OmniSeller), Store-Konnektor sync4 | ab 50 € je Nutzer und Monat, sync4 179 € im Monat | Mittelstand mit bestehender Sage-Installation |
| Dynamics 365 Business Central | Cloud (Microsoft) | Shopware-Integration auf Nexus-Basis oder Store-Konnektor Ecomwise | Essentials 69,30 € je Nutzer und Monat, Konnektor ab 83,25 € im Monat | Mittelstand, mehrere Gesellschaften, Microsoft-Umgebung |
| SAP Business One | Installation im Unternehmen oder Cloud über Partner | Store-Konnektor sync4 oder individuelle Schnittstelle | auf Anfrage, sync4 179 € im Monat | Hersteller, Großhandel, Konzernvorgabe |
Die Lizenz der Warenwirtschaft ist der planbare Teil, der größere und schwankende Teil ist die Einrichtung der Anbindung. Die folgenden Spannen sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten und passen zu den Kostenblöcken in unserem Beitrag zu den Shopware Kosten.
| Variante | Einrichtung (einmalig) | Laufend | Dauer |
|---|---|---|---|
| Pickware im bestehenden Shop | 5.000 bis 15.000 € (Lagerstruktur, Stammdaten, Schulung, Scanner-Prozesse) | ab 99 € im Monat plus WMS-Lizenzen | 4 bis 8 Wochen |
| Hersteller-Konnektor oder Store-Erweiterung | 5.000 bis 20.000 € (Feldzuordnung, Preislogik, Status-Mapping, Tests) | 0 bis 179 € im Monat für den Konnektor plus ERP-Lizenz | 4 bis 10 Wochen |
| Middleware | 8.000 bis 20.000 € | Plattformgebühr, bei Shopware Nexus 10 € je weitere 1.000 Ausführungen | 6 bis 12 Wochen |
| Individuelle Schnittstelle in beide Richtungen | 20.000 bis 40.000 € | Wartung, als Faustregel 10 bis 20 % der Einrichtungskosten im Jahr | 3 bis 5 Monate |
Ein Rechenbeispiel für einen Händler mit 3.000 Bestellungen im Monat und Xentral Business: Einrichtung über Xentral Connect mit Preisregeln und Status-Mapping rund 12.000 €, dazu 649 € im Monat für Xentral und etwa 150 € im Monat für die Betreuung der Schnittstelle. Das sind rund 21.600 € im ersten Jahr und rund 9.600 € in jedem weiteren.
Was den Preis nach oben treibt, sind selten die Systeme, sondern die Ausnahmen: Preislisten je Kundengruppe, Set-Artikel mit eigener Bestandslogik, Teillieferungen, Marktplatzbestellungen mit abweichenden Zahlungsarten. Jede dieser Regeln muss definiert, getestet und dokumentiert werden. Wie Sie den Aufwand im Rahmen halten, steht unter ERP-Integration für Shopware 6 kosteneffizient umsetzen.

Abbildung: Die Einrichtung kostet je nach Anbindungsart 5.000 bis 40.000 €, prüfen Sie deshalb zuerst, ob ein Konnektor rund 80 % Ihrer Anforderungen abdeckt. Erfahrungswerte solution25 aus Anbindungsprojekten, Stand Oktober 2026
Ein Anbindungsprojekt scheitert selten an der Technik, meist an unklaren Zuständigkeiten und schlechten Daten. Deshalb beginnt es bei uns nicht mit der Installation, sondern mit den Stammdaten.
Der Zeitplan gilt für einen Hersteller-Konnektor oder eine Store-Erweiterung. Eine individuelle Schnittstelle verlängert die Einrichtung auf acht bis zwölf Wochen.
Werkzeuge sind das Fehlerprotokoll des Konnektors oder der Middleware, die Bestellübersicht im Shopware-Admin und die Bestandsauswertung der Warenwirtschaft. Prüfen Sie in den ersten zwei Wochen täglich, danach wöchentlich, die Bestände zusätzlich einmal im Monat per Stichprobe.
Nachsteuern sollten Sie, wenn derselbe Fehler mehrmals in einer Woche auftritt, Kunden falsche Status-E-Mails erhalten oder der Kundenservice Bestände von Hand korrigiert.
Voraussetzung für jede Anbindung sind eindeutige Artikelnummern in beiden Systemen, eine Staging-Umgebung und eine benannte Person, die das Fehlerprotokoll verantwortet. Die Grenzen setzt meist der Standard: Ein Konnektor bildet nur die Felder und Prozesse ab, die sein Hersteller vorgesehen hat, und Shopware kennt außerhalb des Beyond-Plans nur einen Bestandswert je Produkt.
Die Tabelle ordnet die Systeme nach typischen Händlerprofilen. Sie ersetzt keine Anforderungsanalyse, zeigt aber, wo die Suche beginnen sollte.
| Ihr Profil | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Bis 30 Bestellungen am Tag, ein Kanal, kein eigenes Lager | Shopware-Bordmittel plus Billbee oder ein Rechnungstool | Eine Warenwirtschaft lohnt sich hier noch nicht, die Prozesse sind überschaubar. |
| Eigenes Lager, Verkauf nur über Shopware | Pickware | Keine Synchronisation, Scanner-Prozesse und Kasse aus einer Hand. |
| Marktplätze plus mehrere Shops, Windows-Umgebung vorhanden | JTL-Wawi | Breite Marktplatzanbindung, großes Dienstleisternetz, günstiger Einstieg. |
| Wachsende D2C-Marke, Team arbeitet an mehreren Orten, Cloud bevorzugt | Xentral oder weclapp | Cloud-Betrieb, Einkauf und Finanzen enthalten, Preis skaliert mit Volumen oder Nutzern. |
| Bestehendes ERP im Unternehmen (Sage 100, Business Central, SAP Business One) | Konnektor oder individuelle Schnittstelle an das bestehende System | Ein ERP-Wechsel wegen des Shops ist teurer als jede Schnittstelle. |
| B2B mit kundenspezifischen Preisen und Freigaben | Business Central, SAP Business One oder Sage 100 mit individueller Schnittstelle | Preislogik und Kreditlimits liegen im ERP, der Shop zeigt sie nur an. |
Unsere Einschätzung: Ein vorhandenes ERP behalten wir fast immer bei und investieren in die Schnittstelle, denn ein Wechsel träfe Einkauf, Lager und Buchhaltung gleichzeitig. Wer neu einführt und nur über Shopware verkauft, sollte zuerst Pickware prüfen, wer mehrere Marktplätze bedient, JTL-Wawi, wer in der Cloud arbeiten will, Xentral oder weclapp. Entscheiden Sie nach Lager- und Buchhaltungsprozessen, der Konnektor kommt danach.
Nein. Shopware 6 ist ein Shopsystem mit Bestellverwaltung, einem Bestandswert je Produkt und Belegerstellung. Einkauf, Lieferanten, Wareneingang, Kommissionierung und Finanzbuchhaltung übernimmt eine angebundene Warenwirtschaft oder ein ERP.
Artikelstamm, Lieferanten und Einkauf, Wareneingang, Lager und Bestände, Auftragsbearbeitung, Kommissionierung und Versand, Retouren sowie die Übergabe an die Buchhaltung. ERP-Systeme ergänzen Finanzbuchhaltung, Controlling, Produktion und Personal.
Die engste Verbindung hat Pickware, weil es im Shopware-Admin läuft. JTL-Wawi, Xentral und weclapp bringen vom Hersteller gepflegte Konnektoren mit, Sage 100, Business Central und SAP Business One passen, wenn sie im Unternehmen bereits laufen. Entscheidend sind Kanäle, Lager, Buchhaltung und Betriebsart, nicht der Markenname.
Nach unseren Erfahrungswerten 5.000 bis 20.000 € mit einem fertigen Konnektor und 20.000 bis 40.000 € für eine individuelle Schnittstelle in beide Richtungen. Dazu kommen die Lizenz der Warenwirtschaft und gegebenenfalls 79 bis 179 € im Monat für einen Konnektor aus dem Shopware Store.
Mit einem Hersteller-Konnektor 4 bis 10 Wochen, mit einer individuellen Schnittstelle 3 bis 5 Monate. Die Dauer hängt weniger von der Technik ab als von der Qualität der Stammdaten und davon, wie schnell Sonderfälle entschieden werden.
Pickware ist ein Plugin und setzt eine selbst gehostete Shopware-Installation oder PaaS voraus. Shopware SaaS lässt nur Apps zu, keine Plugins. Wer SaaS nutzt, bindet eine Warenwirtschaft über deren Konnektor, Shopware Nexus oder eine Schnittstelle über die Admin API an.
Die Community Edition kostet keine Lizenz, Rise beginnt bei 600 € im Monat, Evolve bei 2.400 €. Ein Starter-Shop liegt im ersten Jahr bei rund 25.000 €, ein mittelständischer Shop mit Warenwirtschaftsanbindung bei 80.000 bis 120.000 €, im Detail im Beitrag zu den Shopware Kosten.
Sie wissen, welches System es werden soll, oder stehen noch vor der Auswahl? Schreiben Sie uns, welche Kanäle, welches Lager und welche Buchhaltung Sie betreiben. Wir sagen Ihnen, welche Anbindungsart passt und was sie kostet, bevor Sie eine Lizenz unterschreiben. Welche Systeme wir anbinden, zeigt die Übersicht unserer Shopware ERP- und CRM-Integrationen.
Sie betreiben bereits einen Shopware-Shop und haben Bestandsabweichungen, doppelte Kunden oder langsame Importe? Unsere kostenlose Shop-Analyse zeigt, wo Ihr Shop heute Umsatz liegen lässt. Die Anbindung an die Warenwirtschaft nehmen wir dabei auf Wunsch mit in den Blick.
Mehr über unsere Arbeitsweise, Zertifizierungen und Standorte lesen Sie auf der Seite Shopware Agentur solution25.

Besnik Bilalli ist Gründer und CEO von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der ersten Kalkulation bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besnik Bilalli. Stand: Oktober 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Januar 2027.