
Shopware entwickelt die B2B Suite nicht mehr weiter, ab Shopware 6.8 endet der Support. Was die B2B Components in Evolve und Beyond leisten, was sie kosten, wann Store-Erweiterungen reichen und wie die Migration abläuft.
Die Shopware B2B Suite ist ein Auslaufmodell. Shopware entwickelt sie nicht mehr weiter, ab Shopware 6.8 wird sie nicht mehr unterstützt, und seit dem 24. Mai 2025 erhalten neue Evolve-Kunden nur noch die B2B Components.
Die B2B Components sind der Nachfolger und gehören zu den Plänen Evolve (ab 2.400 € im Monat) und Beyond (individuell). Sie umfassen Mitarbeiterverwaltung, Angebote, Bestellfreigaben, Schnellbestellung, Einkaufslisten, Organisationseinheiten, Budgets, Preisregeln und den Sales Agent. Kundenspezifische Preise je Kunde und Produkt gibt es nur in Beyond.
Für kleinere B2B-Shops sind Erweiterungen aus dem Shopware Store die günstigere Alternative. Firmenkonto, Angebote, Schnellbestellung und Kundenpreise kosten dort zusammen rund 2.000 € im Jahr, Evolve kostet mindestens 28.800 € im Jahr.
Wir haben vor der Gründung von solution25 selbst einen Online-Shop aufgebaut und begleiten seit 2017 Shopware-Projekte, darunter B2B-Shops mit Firmenkonten, Freigabeprozessen und ERP-Anbindung. Die B2B Suite haben wir in Projekten eingerichtet, erweitert und inzwischen auch abgelöst.
Wer die B2B Suite betreibt, muss vor dem Update auf Shopware 6.8 umsteigen, und wer einen B2B-Shop neu plant, wählt zwischen Varianten, deren Lizenzkosten um mehr als das Zehnfache auseinanderliegen. Dieser Beitrag richtet sich an Shop-Betreiber mit B2B Suite sowie an E-Commerce-Leiter und Geschäftsführer im Mittelstand, die einen B2B-Shop auf Shopware planen.
Nach dem Lesen können Sie entscheiden, ob die B2B Components, Beyond oder Erweiterungen aus dem Store zu Ihren Firmenkunden passen, und den Umstieg von der Suite mit Zeit- und Budgetrahmen planen. Alle Preise Stand Oktober 2026, zuzüglich Mehrwertsteuer.
Die B2B Suite war über Jahre die Lösung von Shopware für Geschäftskunden mit mehreren Einkäufern. Sie kam als eigenständige Erweiterung und war an den Evolve-Plan oder einen höheren Plan gebunden.
Die Suite bildet ein Firmenkonto als Debitor ab. Die wichtigsten Funktionen laut Shopware-Dokumentation:
In der Dokumentation zur B2B Suite stehen zwei Hinweise. Erstens: Die Suite wird nicht mehr weiterentwickelt, neue Funktionen erscheinen nur noch in den B2B Components. Zweitens: Ab Shopware 6.8 wird die B2B Suite nicht mehr unterstützt.
Dazu kommt ein Stichtag: Wer seinen Evolve-Plan (oder höher) bis zum 23. Mai 2025 abgeschlossen hat, darf die Suite weiter installieren. Seit dem 24. Mai 2025 stehen in Evolve und Beyond nur noch die B2B Components zur Verfügung.
Shopware 6.8 war ursprünglich für 2026 angekündigt. Im November 2025 hat Shopware den Termin auf 2027 verschoben, einen Monat nennt die Meldung nicht. Bis dahin bleibt Shopware 6.7 die aktuelle Version, und 6.6 erhält laut Shopware verlängerten Support, bis 6.8 verfügbar ist (endoflife.date nennt den 28. Februar 2028).
Für Betreiber heißt das: Die Suite läuft auf 6.7 weiter, bekommt aber keine neuen Funktionen, und das Update auf 6.8 ist ohne Migration nicht möglich. Wer den Umstieg auf 2027 verschiebt, führt ihn unter Zeitdruck parallel zu einem Major-Update durch.
Unsere Einschätzung: Schließen Sie den Wechsel auf die B2B Components noch auf Shopware 6.7 ab und entkoppeln Sie das Update auf 6.8 davon. Wir raten dazu, weil zwei Großbaustellen in einem Release-Fenster das teuerste Szenario sind: Fehler lassen sich dann weder eindeutig der Migration noch dem Update zuordnen.
Die B2B Components sind kein Plugin aus dem Store, sondern Teil der Erweiterung Shopware Commercial, die mit einem Evolve- oder Beyond-Plan freigeschaltet wird. Anders als die Suite lassen sie sich einzeln aktivieren, je Kunde oder als Standard für eine Kundengruppe.
Die folgende Übersicht fasst die Dokumentation der B2B Components und die Preisseite von Shopware zusammen.
| Komponente | Was sie leistet | Verfügbar seit | Plan |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiterverwaltung | Firmenkunden laden Mitarbeiter ein, vergeben Rollen mit Rechten und deaktivieren Konten | Shopware 6.5.6.0 | Evolve |
| Schnellbestellung | Artikelnummer und Menge per Formular oder CSV-Upload in den Warenkorb oder eine Einkaufsliste | Shopware 6.5.4.0 | Evolve |
| Bestellfreigaben | Regeln, welche Rolle die Bestellungen welcher Rolle freigibt, mit Bedingungen aus dem Rule Builder | Shopware 6.5.8.0 | Evolve |
| Angebotsverwaltung | Kunde fragt aus dem Warenkorb an, Händler ändert Positionen, Rabatte und Versand, setzt Ablaufdatum, beide Seiten kommentieren | ohne Versionsangabe | Evolve |
| Einkaufslisten | Gespeicherte Listen, auch als Bestellvorschlag des Händlers, duplizierbar und in den Warenkorb übertragbar | Shopware 6.6.3.0 | Evolve |
| Organisationseinheiten | Standorte, Abteilungen oder Kostenstellen, verschachtelbar, mit eigenen Mitarbeitern, Adressen, Zahlungs- und Versandarten | ohne Versionsangabe | Evolve |
| Erweiterte Produktkataloge | Kategorien und Produkte je Organisationseinheit freigeben, gesperrte Seiten liefern eine 404-Seite | ohne Versionsangabe | Evolve |
| Budgets | Ausgabenlimits je Einheit und Zeitraum, Freigabe bei Überschreitung, E-Mail bei Schwellenwert | Shopware 6.7.4.0 | Evolve |
| Individuelle Preise (Preisregeln) | Prozentuale, feste oder gestaffelte Rabatte und Festpreise für Organisationseinheiten oder Kunden-Tags | Shopware 6.7.8.0 | Evolve |
| Sales Agent | Eigenständige Anwendung für den Außendienst mit Kundenliste, Bestellungen und Angeboten im Namen des Kunden | Shopware 6.5.0.0 | Evolve |
| Kundenspezifische Preise | Eigener Preis je Kunde und Produkt mit Staffeln, Pflege ausschließlich per API | ohne Versionsangabe | Beyond |
| Digital Sales Rooms, Multi-Inventory | Digitale Verkaufsräume und Bestandsverwaltung über mehrere Standorte | ohne Versionsangabe | Beyond |
Der Firmenkunde verwaltet seine Mitarbeiter selbst in der Storefront. Rollen bündeln Rechte für Mitarbeiterverwaltung, Rollenverwaltung, Bestellungen, Angebote und Freigaben.
Organisationseinheiten bilden die Struktur des Kunden ab: Niederlassungen, Abteilungen, Kostenstellen. Jede Einheit bekommt eigene Adressen, Zahlungs- und Versandarten, einen eigenen Produktkatalog und ein eigenes Budget. Ein Mitarbeiter kann mehreren Einheiten angehören und wechselt den Kontext ohne neuen Login.
Der Angebotsprozess läuft vollständig im System: Der Kunde erstellt aus dem Warenkorb einen Entwurf und sendet ihn mit Nachricht. Der Händler bearbeitet Positionen, Rabatte und Versandkosten, hängt ein Dokument an und setzt ein Ablaufdatum. Status, Kommentare und Historie bleiben für beide Seiten sichtbar.
Bestellfreigaben funktionieren über Freigaberegeln je Rolle. Weil die Regeln Bedingungen aus dem Rule Builder nutzen können, lassen sich Freigaben an Warenkorbwert, Zahlungsart oder Produktkategorie knüpfen.
Budgets gelten je Organisationseinheit, mit Start- und Enddatum und wahlweise wöchentlicher, monatlicher, quartalsweiser, halbjährlicher oder jährlicher Erneuerung. Ist das Budget aufgebraucht, geht die Bestellung in die Freigabe, Benachrichtigungen lassen sich bei einem Prozentwert oder einem Datum auslösen.
Die individuellen Preise seit Shopware 6.7.8.0 sind Preisregeln: prozentualer Rabatt, fester Abschlag, fester Endpreis oder Mengenstaffel für eine Organisationseinheit oder einen Kunden-Tag. Was dabei zu beachten ist, beschreiben wir im Beitrag zur Preisregel-Logik in Shopware.
Der Sales Agent ist laut Dokumentation keine Erweiterung, die sich in der Administration installieren lässt, sondern eine eigenständige Frontend-Anwendung auf Basis von Nuxt. Agentur oder Administrator erhalten den Quellcode über ein GitLab-Repository, bauen die Anwendung und betreiben sie auf einer eigenen Domain, verbunden mit dem Shop.
Außendienstmitarbeiter sehen darin ihre zugewiesenen Kunden, öffnen Bestellungen, legen Bestellungen an und erstellen Angebote mit Ablaufdatum und Dokument. Rechnen Sie für Aufbau, Hosting und Pflege dieser zweiten Anwendung mit eigenem Aufwand.
Der wichtigste Unterschied liegt nicht in einer einzelnen Funktion, sondern in der Architektur: Die Suite ist ein geschlossenes Paket mit eigenem Datenmodell, die Components sind Module im Shopware-Kern, die mit jedem Release weiterentwickelt werden.
| Funktion | B2B Suite | B2B Components |
|---|---|---|
| Firmenkonto mit Unterkonten | Debitor mit Kontakten | Firmenkunde mit Mitarbeitern |
| Rollen und Rechte | Hierarchisch mit Vererbung | Je Rolle, getrennt je Organisationseinheit |
| Organisationsstruktur | Nur über Rollen | Verschachtelte Organisationseinheiten |
| Budgets | Ja, mit Freigabe | Ja, seit 6.7.4.0, je Einheit |
| Kontingente (Bestellwert, Positionen, Häufigkeit) | Ja | Keine eigene Funktion, die Rechte dafür werden bei der Migration auf Freigaberegeln abgebildet |
| Bestellfreigaben | Bei Budget- oder Kontingentüberschreitung | Regelbasiert je Rolle, mit Rule-Builder-Bedingungen |
| Schnellbestellung | Formular, CSV, XLS, XLSX | Formular und CSV |
| Bestelllisten | Ja, mit CSV-Export | Einkaufslisten, auch als Vorschlag des Händlers |
| Angebote | Anfrage mit Wunschrabatt, Händler ändert | Vollständiger Prozess mit Status, Kommentaren, Dokumenten, Ablaufdatum |
| Eigene Artikelnummern des Kunden | Ja, mit Import und Export | In der Dokumentation nicht enthalten |
| Statistiken im Kundenkonto | Ja, mit Export | In der Dokumentation nicht enthalten |
| Produktkatalog je Kunde | Nur indirekt über Kontingentregeln | Erweiterte Produktkataloge je Organisationseinheit |
| Außendienst | Rolle in der Storefront | Sales Agent als eigene Anwendung |
| Individuelle Preise | Über Kundengruppen und Rule Builder | Preisregeln seit 6.7.8.0, kundenspezifische Preise in Beyond |
| Weiterentwicklung | Eingestellt | Laufend, mit jedem Shopware-Release |
| Support | Endet mit Shopware 6.8 | Teil von Shopware Commercial |
Drei Dinge aus der Suite tauchen in der Dokumentation der Components nicht auf: Kontingente als eigenständige Begrenzung, kundeneigene Artikelnummern und die Statistiken im Kundenkonto. Kontingente lassen sich meist als Freigaberegel nachbilden. Für kundeneigene Artikelnummern gibt es Erweiterungen im Store, für Auswertungen bleibt der Export aus der Administration oder eine Anbindung an das ERP.
Wer eine dieser Funktionen intensiv nutzt, sollte das vor der Migration klären. Nach unserer Erfahrung sind es selten mehr als eine oder zwei Funktionen, die ein Kunde wirklich täglich braucht.
Die B2B Components sind nicht einzeln kaufbar. Sie kommen mit dem Plan, und der Plan kostet nach offizieller Preisseite mindestens 2.400 € im Monat. Der tatsächliche Preis richtet sich nach dem Warenumsatz (GMV) und weiteren Faktoren, die Beträge sind also Einstiegspreise.
| Plan | Preis | B2B-Funktionen | Support |
|---|---|---|---|
| Community Edition | 0 €, bis 1 Mio. € GMV | Keine B2B Components, B2B nur über Erweiterungen aus dem Store | Community |
| Rise | ab 600 € im Monat | Keine B2B Components | Reaktionszeit 8 Stunden, Mo bis Fr |
| Evolve | ab 2.400 € im Monat | Alle B2B Components: Rollen und Rechte, Angebote, Freigaben, Schnellbestellung, Einkaufslisten, Organisationseinheiten, Produktkataloge, Budgets, Preisregeln, Sales Agent | Reaktionszeit 4 Stunden, Mo bis Fr |
| Beyond | individuell | Zusätzlich kundenspezifische Preise, Digital Sales Rooms, Bestandsverwaltung über mehrere Standorte | 24/7, Reaktionszeit 1 Stunde |
Evolve kostet mindestens 28.800 € im Jahr. Dazu kommen Umsetzung, Hosting, Erweiterungen und Betreuung, wie wir sie im Beitrag zu den Shopware Kosten aufschlüsseln. Ein B2B-Projekt mit Evolve, ERP-Anbindung und individueller Preislogik liegt im ersten Jahr realistisch bei 150.000 bis 200.000 €.
Die Begriffe liegen nah beieinander, meinen aber zwei verschiedene Funktionen. Die Preisregeln in Evolve rabattieren Produkte oder Sortimente für eine Organisationseinheit oder einen Kunden-Tag, prozentual, fix oder gestaffelt.
Kundenspezifische Preise in Beyond hinterlegen laut Dokumentation einen eigenen Preis je Kunde und Produkt, inklusive Staffeln und Währungen, und zwar ausschließlich über die API. Ein Verwaltungsmodul gibt es nicht. Die Funktion ist für Händler gedacht, die Preislisten aus dem ERP für hunderte Kunden übertragen.
Wer Kundenpreise ohne Beyond braucht, hat zwei Wege: eine Erweiterung aus dem Store oder eine eigene Entwicklung. Unsere eigene Erweiterung für Angebote und kundenspezifische Preise in Shopware 6 ist aus genau diesem Bedarf entstanden.
Nicht jeder B2B-Shop braucht Organisationseinheiten mit Budgets und einen Sales Agent. Ein Großhändler mit 200 Firmenkunden, die jeweils ein bis drei Einkäufer haben, kommt oft mit Firmenkonto, Angebotsfunktion, Schnellbestellung und Kundenpreisen aus.
Die Kategorie B2B-Erweiterungen im Shopware Store listet rund 145 Erweiterungen. Die folgenden decken die Kernanforderungen ab und sind mit Shopware 6.7 kompatibel. Die Preise stammen von den Store-Seiten der Hersteller.
| Anforderung | Erweiterung (Hersteller) | Preis |
|---|---|---|
| Firmenkonto, Mitarbeiter, Rollen, Freigaben | B2B Debitoren & Kontakte (ACRIS E-Commerce GmbH) | 49,99 € im Monat oder 499 € im Jahr |
| Mitarbeiter-Logins mit Rollen | B2B Login (VIOSYS AG) | 82,90 € im Monat oder 845,58 € im Jahr |
| Bestellfreigaben | B2B Workflow (VIOSYS AG), setzt B2B Login voraus | 33,90 € im Monat oder 345,78 € im Jahr |
| Angebote mit Annahme im Kundenkonto | Individuelles Angebot (PremSoft) | 89,99 € im Monat, im Jahresabo günstiger |
| Schnellbestellung | Quick-Order / Schnellbestellung (blackpoint GmbH) | 13,90 € im Monat oder 139 € im Jahr |
| Kundenspezifische Preise | Kundenspezifische Preise (ACRIS E-Commerce GmbH) | 29,90 € im Monat oder 299 € im Jahr |
| Außendienst bestellt für Kunden | Verkäufer bestellen für Kunden (digitvision) | 39 € im Monat oder 399 € im Jahr |
| Eigene Artikelnummern des Kunden | Kundenspezifische Artikelnummern (ACRIS E-Commerce GmbH) | ab 16,58 € im Monat |
Ein Paket aus B2B Debitoren & Kontakte (499 €), Individuelles Angebot (12 mal 89,99 €), Quick-Order (139 €) und Kundenspezifische Preise (299 €) kostet rund 2.000 € im Jahr. Bleibt der Shop unter 1 Mio. € Warenumsatz, läuft er mit der Community Edition ohne Lizenz.
Darüber wird Rise fällig, und die Rechnung lautet dann rund 7.200 € plus 2.000 €, also etwa 9.200 € im Jahr. Evolve kostet mindestens 28.800 € im Jahr. Der Unterschied von rund 19.600 € im Jahr finanziert einiges an Entwicklung, falls eine Erweiterung einmal nicht reicht.
Außerhalb des Stores gibt es mit der B2Bsellers Suite ein Komplettpaket eines Drittanbieters, das mit der Community Edition und allen Plänen läuft und direkt beim Hersteller lizenziert wird. Der Hersteller nennt auf seiner Vergleichsseite Einstiegspreise ab 249 € im Monat für die Starter Edition, an anderer Stelle 399 €. Verbindlich ist nur das individuelle Angebot.

Abbildung: Solange Firmenkonto, Angebote, Schnellbestellung und Kundenpreise genügen, sind Store-Erweiterungen deutlich günstiger, erst Organisationseinheiten, Budgets und Sales Agent rechtfertigen den Aufpreis für Evolve. Quellen: shopware.com/de/preise und Store-Seiten der Erweiterungen, Paket aus vier Erweiterungen laut Rechenbeispiel, Stand Oktober 2026
Shopware liefert für den Umstieg eine Migrationsdokumentation und ein Konsolenwerkzeug. Die Migration kopiert die Daten der Suite in die Components, löscht aber nichts in der Suite. Beide Systeme existieren also so lange parallel, bis Sie die Suite deaktivieren.
Für einen deutschen Logistikkunden haben wir laut Projektbericht ein zentrales Portal mit rollenbasiertem Bestellmanagement entwickelt, angebunden an SAP für die Bestände, HubSpot für das Kundenmanagement und Shopware für die E-Commerce-bezogenen Lageraufgaben. Vorher mussten sich die Nutzer durch mehrere Portale navigieren, mit Fehlern und verzögerter Auftragsbearbeitung als Folge.
Am Anfang standen Workshops mit den Teams des Kunden. Daraus entstanden Berechtigungen, mit denen jede Nutzergruppe nur auf die für sie relevanten Informationen und Funktionen zugreift, dazu Audit-Logs für die Rückverfolgbarkeit. Laut Bericht werden Bestellungen seitdem schneller und fehlerfreier bearbeitet, doppelte Dateneingaben entfallen.
Das Portal ist eine Individualentwicklung, keine Installation der B2B Components. Übertragbar ist das Vorgehen auf jede Suite-Migration: Rollen, Freigaben und Budgets mit den künftigen Nutzern festlegen, bevor sie im System angelegt werden.
Aus unseren Projekten: Ein Shop, der die Suite ohne tiefe Anpassungen nutzt, braucht für Analyse, Testmigration, Nacharbeit und Abnahme vier bis acht Wochen. Mit eigenen Erweiterungen der Suite und ERP-Schnittstellen werden daraus zwei bis vier Monate.
Das Budget liegt entsprechend bei 10.000 bis 20.000 € für den einfachen Fall und 30.000 bis 60.000 € mit individueller Entwicklung. Das sind Erfahrungswerte, keine Angebote, und sie setzen eine saubere Bestandsaufnahme voraus.
Die Daten liefern die Bestellübersicht und die Kundenkonten im Shopware-Admin, das Ticketsystem Ihres Kundenservice und das Fehlerprotokoll der ERP-Schnittstelle. Messen Sie in den ersten acht Wochen wöchentlich, danach monatlich.
Die Entscheidung hängt an drei Größen: Warenumsatz, Komplexität der Einkaufsorganisation Ihrer Kunden und Herkunft der Preise. Die folgenden Szenarien decken die meisten Anfragen ab, die uns erreichen.
Eine Faustregel aus unseren Projekten: Sobald die laufenden Kosten für Erweiterungen und deren Pflege 1.000 € im Monat übersteigen oder drei Plugins dieselben Kundendaten verwalten, wird Evolve wirtschaftlich. Darunter sind Store-Erweiterungen fast immer günstiger.
Nein. Shopware hat die Weiterentwicklung eingestellt, neue Funktionen erscheinen nur noch in den B2B Components. Ab Shopware 6.8 wird die Suite nicht mehr unterstützt, und seit dem 24. Mai 2025 erhalten neue Evolve-Kunden nur noch die Components.
Die Lizenz für die B2B Components kostet mit Evolve mindestens 2.400 € im Monat, also 28.800 € im Jahr. Mit Umsetzung, ERP-Anbindung, Hosting und Betreuung liegt ein B2B-Projekt im ersten Jahr bei 150.000 bis 200.000 €. Ein kleiner B2B-Shop mit Community Edition und Store-Erweiterungen kommt nach unserer Erfahrung mit rund 2.000 € im Jahr für Erweiterungen und 20.000 bis 40.000 € für die Umsetzung aus.
Nein. Rise enthält laut Preisseite keine B2B Components. Sie sind ab Evolve verfügbar, kundenspezifische Preise, Digital Sales Rooms und Bestandsverwaltung über mehrere Standorte erst in Beyond.
Mitarbeiterverwaltung, Schnellbestellung und Bestellfreigaben gibt es seit Shopware 6.5, Einkaufslisten seit 6.6.3.0, Budgets seit 6.7.4.0 und Preisregeln seit 6.7.8.0. Wer den vollen Umfang nutzen will, sollte auf einem aktuellen Shopware 6.7 sein, dessen Sicherheitsupdates bis zum 28. Februar 2028 laufen.
Preisregeln (Evolve) rabattieren Sortimente für Organisationseinheiten oder Kunden-Tags, prozentual, fix oder gestaffelt. Kundenspezifische Preise (Beyond) hinterlegen einen eigenen Preis je Kunde und Produkt, werden nur über die API gepflegt und sind für Preislisten aus dem ERP gedacht.
B2B steht für Business-to-Business, also den Verkauf an Firmenkunden mit Nettopreisen, Rechnungskauf und mehreren Einkäufern je Kunde. B2C steht für Business-to-Consumer, den Verkauf an Endkunden. Shopware kann beides in einer Installation abbilden, über getrennte Verkaufskanäle und Kundengruppen.
An Referenzprojekten mit Freigabeprozessen und ERP-Anbindung, an einem Partnerstatus bei Shopware und daran, dass die Agentur Ihnen auch eine Store-Erweiterung statt Evolve empfiehlt, wenn das reicht. Fragen Sie konkret, wie viele B2B-Suite-Migrationen das Team schon umgesetzt hat und wie es mit Kontingenten und kundeneigenen Artikelnummern umgeht.
Auf Shopware 6.7 läuft die Suite weiter, ohne neue Funktionen. Mit dem Update auf Shopware 6.8, das für 2027 geplant ist, endet die Unterstützung. Spätestens dann müssen Sie migrieren, oder Sie bleiben auf einer Version ohne Weiterentwicklung.
Sie betreiben die B2B Suite und möchten wissen, was die Migration in Ihrem Fall kostet? Oder Sie planen einen neuen B2B-Shop und sind unsicher, ob Evolve, Beyond oder Store-Erweiterungen passen? Schreiben Sie uns, wir prüfen Ihre Anforderungen und sagen Ihnen, welche Variante wirtschaftlich ist. Was wir bei Shopware B2B-Projekten im Einzelnen umsetzen, steht auf unserer Leistungsseite.
Sie haben bereits einen B2B-Shop auf Shopware? Unsere kostenlose Shop-Analyse zeigt, wo Ihre Firmenkunden heute abbrechen und welche B2B-Funktionen den größten Hebel hätten.
Mehr über unsere Arbeitsweise, Zertifizierungen und Standorte lesen Sie auf der Seite Shopware Agentur solution25.

Besnik Bilalli ist Gründer und CEO von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der ersten Kalkulation bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besnik Bilalli. Stand: Oktober 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Januar 2027.