
KI-Agenten suchen, vergleichen und kaufen für Kunden. Was OpenAI, Google, Stripe, PayPal, Shopify und Amazon bis Oktober 2026 geliefert haben, was in Deutschland geht und wie sich ein Shopware-Shop vorbereitet.
Agentic Commerce bedeutet, dass ein KI-Agent im Auftrag des Kunden sucht, vergleicht und kauft. Der Kunde nennt Ziel und Budget, der Agent erledigt den Weg bis zur Bestellung, in ChatGPT, in der Google-Suche, in Perplexity oder in der Amazon-App.
Stand Oktober 2026 ist der Kauf direkt im Chat auf die USA beschränkt. OpenAI hat seinen Instant Checkout nach sechs Monaten zurückgefahren, Google rollt den Checkout in AI Mode, dem KI-Modus der Google-Suche, und in der Gemini-App in den USA aus und hat Kanada und Australien angekündigt. Für Europa gibt es kein Datum.
Für deutsche Händler zählt jetzt die Sichtbarkeit, nicht der Checkout. Vollständige Produktdaten, Feeds (Produktlisten für die Plattformen), Schema.org-Angaben im Seitencode und eine Store API, also eine Schnittstelle mit Preisen und Beständen in Echtzeit, sind die Eintrittskarte, sobald die Programme nach Europa kommen.
Innerhalb eines Jahres haben OpenAI, Google, Stripe und PayPal Programme gestartet, in denen KI-Agenten Produkte vorauswählen, und Shops mit lückenhaften Daten werden dort seltener empfohlen. Dieser Beitrag richtet sich an Shop-Betreiber und E-Commerce-Leiter mit eigenem Shopware-Shop, die entscheiden müssen, wann sie in Produktdaten, Feeds und einen Agenten-Kanal investieren.
Nach dem Lesen können Sie einschätzen, welche Programme für deutsche Händler heute erreichbar sind, welche acht Bausteine Ihr Shop braucht und in welcher Reihenfolge sich der Aufwand lohnt.
Wir haben vor der Gründung von solution25 selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seit 2017 setzen wir Shopware-Projekte um, und seit 2025 stellt fast jeder Kunde dieselbe Frage: Findet ChatGPT unsere Produkte, und was passiert, wenn der Kunde dort kauft? Alle Preise Stand Oktober 2026, zuzüglich Mehrwertsteuer.
Agentic Commerce beschreibt Einkäufe, bei denen ein Software-Agent für den Kunden handelt. Der Kunde delegiert Suche, Vergleich und am Ende die Bestellung an ein KI-System, das mit Shops, Zahlungsanbietern und Lieferdiensten über Schnittstellen spricht. Ein Chatbot beschreibt ein Produkt, ein Agent legt es in den Warenkorb und bezahlt.
Conversational Commerce meint den Chat im eigenen Shop: Ein Bot berät, der Kunde klickt selbst auf Kaufen. Ein Shopping-Assistent wie Amazon Rufus empfiehlt Produkte innerhalb einer Plattform. Agentic Commerce geht weiter: Der Agent handelt plattformübergreifend, und der Händler muss ihn als Kanal bedienen.
Der entscheidende Unterschied: Der Agent ist Ihr Kunde. Er entscheidet anhand von Daten, nicht anhand von Design, und bricht ab, wenn Preis oder Bestand im Feed nicht zum Checkout passen.
Innerhalb von vier Monaten haben OpenAI und Google je einen Standard veröffentlicht, dazu kommt ein Zahlungsprotokoll. Alle drei sind Open Source und lassen den Händler als Merchant of Record, also als Vertragspartner des Kunden.
| Protokoll | Herausgeber | Was es regelt | Stand Oktober 2026 |
|---|---|---|---|
| Agentic Commerce Protocol (ACP) | OpenAI und Stripe, 29. September 2025, Apache-2.0-Lizenz | Produktfeed, Checkout-Sessions, delegierte Zahlung per Token | Checkout-Teil in ChatGPT läuft aus, Feed-Teil ist Basis der Produktsuche; PayPal und Visa unterstützen ACP |
| Universal Commerce Protocol (UCP) | Google mit Shopify, Etsy, Wayfair, Target und Walmart, 11. Januar 2026 | Katalog, Warenkorb, Checkout, Bestellungen, Kontoverknüpfung; Transport über REST, MCP oder A2A | Checkout in AI Mode und Gemini für US-Händler; Shopware liefert eine UCP-Erweiterung (Beta) |
| Agent Payments Protocol (AP2) | Google mit über 60 Partnern, 16. September 2025, seit April 2026 bei der FIDO Alliance | Signierte Mandate als Nachweis, was der Kunde dem Agenten erlaubt hat | Version 0.2 erlaubt Käufe ohne anwesenden Nutzer |
Das Agentic Commerce Protocol besteht aus einem Produktfeed, einer Checkout-Schnittstelle auf dem Händlersystem und einer Spezifikation für delegierte Zahlungen. Der Händler prüft die Bestellung, berechnet Steuern und Versand und entscheidet, ob er annimmt. Die Zahlung läuft über einen einmaligen Token mit Höchstbetrag, den Stripe als Shared Payment Token umgesetzt hat.
Das Universal Commerce Protocol deckt mehr ab als ACP: Seit dem 19. März 2026 regelt es neben dem Checkout auch Warenkorb, Katalogabfragen in Echtzeit und die Verknüpfung von Kundenkonten. Es setzt auf dem Google Merchant Center auf, und zu den Unterstützern zählen Adyen, American Express, Mastercard, Stripe, Visa und Zalando.
Das Agent Payments Protocol beantwortet die Frage, wie Händler und Bank beweisen, dass der Kunde den Kauf wollte. Der Kunde signiert ein Intent Mandate mit Preisgrenze, der Agent erzeugt ein Cart Mandate mit dem konkreten Warenkorb, daraus entsteht der Zahlungsnachweis. Seit dem 28. April 2026 liegt AP2 bei der FIDO Alliance, dem Industriegremium für Anmeldestandards wie Passkeys, und Version 0.2 erlaubt Käufe ohne anwesenden Nutzer.
OpenAI stellte Instant Checkout zusammen mit Stripe vor. US-Nutzer konnten Produkte von US-Verkäufern auf Etsy im Chat kaufen, Shopify-Händler sollten folgen, unterstützt wurden nur Einzelkäufe. Händler zahlten laut OpenAI „eine kleine Gebühr“, eine Höhe nannte OpenAI nicht.
Die Ergebnisse waren organisch, gerankt nach Verfügbarkeit, Preis, Qualität und danach, ob der Händler Hersteller oder Erstverkäufer ist.
Am 24. März 2026 schrieb OpenAI, die erste Version von Instant Checkout habe „nicht die Flexibilität“ geboten, die das Unternehmen anstrebe. Händler nutzen seitdem ihren eigenen Checkout, OpenAI konzentriert sich auf die Produktsuche. Auf der Händlerseite von OpenAI steht inzwischen, dass der eigenständige Instant Checkout ausläuft.
Die Gründe lieferten die Partner selbst: Walmart berichtete laut Wired von dreimal niedrigeren Conversion-Raten im Chat als beim Klick in den Shop, Etsy sprach gegenüber Modern Retail von geringen Umsätzen. Im Januar 2026 hatten Medien zudem eine Gebühr von 4 Prozent für Shopify-Händler gemeldet, die OpenAI nie bestätigte.
Der Feed-Teil des ACP ist heute die Grundlage der Produktsuche in ChatGPT. Händler liefern einen Feed nach der Feed-Spezifikation von OpenAI und bewerben sich über die Händlerseite, Shopify-Händler sind über den Shopify Catalog angebunden. Der Kauf wird im Shop abgeschlossen, in der App über einen eingebetteten Browser, ohne Gebühr an OpenAI.
Zwei Einschränkungen bleiben: Das Händlerprogramm gilt laut OpenAI für Nutzer in den USA, und der Standard-Feed zielt auf den US-Markt mit Preisen in US-Dollar. Große Händler wie Walmart und Sephora bauen stattdessen eigene ChatGPT-Apps mit Kontoverknüpfung und Zahlung.
Google baut den Kauf nicht in einen Chat ein, sondern in die Suche, in die Gemini-App und in einen eigenen Warenkorb. Der Händler bleibt Verkäufer.
Seit dem 13. November 2025 setzen US-Nutzer in der Suche und in AI Mode einen Preisalarm mit Größe, Farbe und Budget. Fällt der Preis in den Rahmen, kauft Google den Artikel nach Bestätigung auf der Händlerseite mit Google Pay, zum Start bei Wayfair, Chewy, Quince und ausgewählten Shopify-Shops.
Mit UCP kam am 11. Januar 2026 der Checkout direkt in AI Mode und in der Gemini-App, für berechtigte US-Händler und mit Google Pay. Laut Google-Hilfe gilt das Angebot für angemeldete Nutzer ab 18 Jahren in den USA, der Händler wickelt Zahlung, Versand, Retouren und Service ab.
Auf der Google I/O am 19. Mai 2026 folgte der Universal Cart: ein Warenkorb über alle Händler hinweg, befüllt aus Suche, Gemini, YouTube und Gmail, der Preise beobachtet und über UCP mit Google Pay bezahlt. Der Rollout begann im Sommer 2026 in den USA. Am 16. September 2026 nannte Google „Hunderttausende Marken und Händler“ mit UCP-Checkout, Kanada und Australien folgen laut Google schrittweise bis Anfang 2027, Großbritannien später.
AI Mode ist seit dem 8. Oktober 2025 in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar, Produkte erscheinen dort aus dem Shopping Graph, der aus dem Merchant Center gespeist wird. Der Checkout in AI Mode, Gemini und Universal Cart ist für deutsche Käufer nicht freigeschaltet, und Google nennt für Europa kein Datum.
Die neuen Merchant-Center-Attribute für die Konversationssuche gelten weltweit, und Händler, die Googles Feed-Empfehlungen umsetzen, erzielen laut Google im Folgemonat 5 Prozent mehr Conversions. Wie Sie Ihren Shop anbinden, zeigt unser Beitrag Google Shopping und Merchant Center mit Shopware 6.
Stripe hat am 11. Dezember 2025 die Agentic Commerce Suite gestartet. Der Händler lädt einen Katalog als CSV hoch, Stripe verteilt ihn an angebundene Agenten, führt den Checkout, verarbeitet die Zahlung und meldet die Bestellung per Webhook, also als automatische Nachricht an das Shopsystem. Laut Stripe-Dokumentation steht die Suite Händlern in den USA, Kanada und ausgewählten europäischen Ländern offen, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Die Anforderungen zeigen, worauf Agenten angewiesen sind: Produktdaten täglich aktualisieren, Bestände und Preise alle 15 Minuten, Rückgaberegeln als Pflichtangabe. Wer keinen Checkout im Agenten will, markiert Produkte als Discovery-Produkte mit Weiterleitung in den Shop.
PayPal hat am 28. Oktober 2025 die Unterstützung des ACP in ChatGPT angekündigt und die Agentic Commerce Services gestartet. Deren Kern ist Store Sync: Produktdaten von PayPal-Händlern gehen an KI-Plattformen, Bestellungen fließen in bestehende Systeme zurück. Shopware ist neben Wix, Cymbio und Commerce einer der vier genannten Partner.
Live ist Store Sync in Perplexity (Instant Buy seit dem 25. November 2025, USA) und in Microsoft Copilot (Copilot Checkout seit dem 8. Januar 2026), für ChatGPT und Gemini nannte PayPal im Januar 2026 „bald“.
Mastercard hat Agent Pay im April 2025 vorgestellt. Laut Mastercard sind seit Juni 2026 alle europäischen Kartenherausgeber auf Netzwerkebene dafür freigeschaltet, und Banken wie Deutsche Bank, DZ Bank und N26 haben kontrollierte Live-Transaktionen mit Agenten abgeschlossen. Santander, das im März 2026 die erste vollständige Agentenzahlung Europas im regulierten Bankumfeld meldete, sprach ausdrücklich von einem Test, nicht von einem kommerziellen Start.
Visa setzt mit dem Trusted Agent Protocol vom 14. Oktober 2025 einen Schritt früher an: Agenten weisen sich beim Händler mit kryptografischen Signaturen aus, damit der Shop sie von schädlichen Bots unterscheiden kann. Seit April 2026 bündelt Visa Intelligent Commerce Connect die Anbindung an ACP, UCP und dieses Protokoll in einer Integration.
Agenten-Tokens kommen also über den Zahlungsanbieter in den Shop, nicht über das Shopsystem. Welche Anbieter zu Shopware passen, vergleichen wir im Beitrag Shopware Payments, PayPal, Klarna, Mollie und Stripe im Vergleich.
| Plattform | Was der Agent kann | Verfügbarkeit Oktober 2026 | Kosten für Händler |
|---|---|---|---|
| ChatGPT (OpenAI) | Produktsuche, Shopping Research, Kauf im Shop über eingebetteten Browser, Händler-Apps | Händlerprogramm für US-Nutzer, Feed in US-Dollar | Keine Gebühr laut OpenAI |
| Google AI Mode, Gemini, Universal Cart | Produktsuche, Preisalarm mit Kauf, UCP-Checkout mit Google Pay | Checkout USA; AI Mode in DACH seit Oktober 2025 | Keine Gebühr genannt |
| Shopify Agentic Storefronts | Katalog in ChatGPT, Copilot, AI Mode und Gemini; direkter Checkout in Copilot und Google | Shop muss in die USA verkaufen; Agentic-Plan weltweit | Keine Kanalgebühr, nur Zahlungsgebühren |
| Microsoft Copilot Checkout | Kauf im Chat mit PayPal oder Karte, Kataloge über PayPal Store Sync und Shopify | USA, seit 8. Januar 2026 | Keine Gebühr genannt |
| Perplexity | Produktsuche, Instant Buy mit PayPal, Browser-Agent Comet | Instant Buy USA, Händler über PayPal Store Sync | Keine Gebühr genannt |
| Amazon Buy for Me, Shop Direct, Alexa for Shopping | Amazon-Agent kauft auf fremden Markenseiten, Auto-Kauf bei Zielpreis | USA; Feeds über Feed-Dienstleister wie Feedonomics | Keine Gebühr genannt |
Shopify hat seine Agentic Storefronts im Dezember 2025 vorgestellt und am 24. März 2026 den ChatGPT-Kanal für Millionen Händler freigeschaltet. Der Kauf läuft im Shopify-Checkout des Händlers, und laut Shopify-Hilfe muss der Shop an Kunden in den USA verkaufen.
Amazon geht den umgekehrten Weg: Der eigene Agent kauft seit April 2025 (Beta) für US-Kunden auf fremden Markenseiten, seit dem 13. Mai 2026 kauft Alexa for Shopping bei Erreichen eines Zielpreises selbstständig. Fremde Agenten duldet Amazon auf der eigenen Plattform nicht, wie der Streit mit Perplexity um den Browser-Agenten Comet im November 2025 zeigte.
Adobe hat für die US-Weihnachtssaison 2025 ein Plus von 693 Prozent beim Traffic aus generativen KI-Diensten auf Händlerseiten gemessen, bei weiterhin kleiner Basis. KI-Besucher konvertierten laut Adobe 31 Prozent besser als andere Quellen. Salesforce rechnet 20 Prozent des weltweiten Online-Umsatzes derselben Saison KI und Agenten zu.
Für Europa hat McKinsey im Dezember 2025 Verbraucher in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt. 38 Prozent nutzen KI, um Produkte zu recherchieren oder Kaufentscheidungen zu treffen, und das Vertrauen sinkt laut McKinsey deutlich, sobald der Agent selbst bezahlen soll. Entscheidungen werden heute in KI-Antworten vorbereitet, der Kauf findet im Shop statt.
Was in der klassischen Suche weiterhin zählt, steht in unserem Beitrag Shopware SEO.
Erreichbar sind die Sichtbarkeit in ChatGPT, AI Mode und Perplexity, das Merchant Center, die Stripe Agentic Commerce Suite und die Shopware-Erweiterung zum Testen; nicht erreichbar sind der Kauf im Chat, das ChatGPT-Händlerprogramm mit Euro-Preisen und PayPal Store Sync. Wie KI-Agenten den Handel insgesamt verändern, beschreiben wir im Beitrag KI-Agenten im E-Commerce.
Für Agentenkäufe gibt es in Deutschland kein Sonderrecht. Die folgenden Punkte fassen den Stand der juristischen Diskussion zusammen und ersetzen keine Rechtsberatung: AGB, Widerrufsbelehrung und Checkout gehören vor dem Start eines Agenten-Kanals zum Anwalt.
Nach Einschätzung des Händlerbunds (Stand Oktober 2026) ist der Agent kein Stellvertreter nach §§ 164 ff. BGB, weil er keinen eigenen Willen hat. Er gilt als Werkzeug, die Bestellung wird dem Nutzer zugerechnet. Überschreitet der Agent klare Grenzen, etwa ein Preislimit, kommt eine Anfechtung in Betracht.
Verbraucher behalten ihr Widerrufsrecht nach §§ 355 ff. BGB, auch wenn ein Agent bestellt hat. Im B2B-Geschäft gibt es kein Widerrufsrecht, maßgeblich ist der Status des Kunden, nicht die Technik. Seit dem 19. Juni 2026 müssen Shops zudem einen Widerrufsbutton anbieten, geregelt in § 356a BGB auf Basis der EU-Richtlinie 2023/2673, auch für Bestellungen über einen Agenten.
Offen ist laut eRecht24, wie die Button-Lösung nach § 312j Abs. 3 BGB greift, wenn kein Mensch auf „zahlungspflichtig bestellen“ klickt, sondern Systeme über Schnittstellen handeln. ACP und UCP verlangen deshalb Links auf AGB und Rückgaberegeln im Feed und eine ausdrückliche Kaufbestätigung des Nutzers im Agenten.
Falsche Produktdaten fallen auf den Händler zurück: Löst ein fehlerhafter Preis im Feed eine Bestellung aus, haftet er wie bei jeder anderen Fehlangabe. Fehler der Agenten-Infrastruktur liegen beim Plattformbetreiber, ein pauschaler Haftungsausschluss für „KI-Fehler“ ist gegenüber Verbrauchern unwirksam. Die DSGVO gilt unverändert, vor allem für Zahlungsdaten und Profiling.
Shopware hat auf dem Community Day am 10. Juni 2026 „UCP-Readiness“ und eine vollständige MCP-Abdeckung des Commerce Core angekündigt und am 9. Juni 2026 die kostenlose Erweiterung Agentic Commerce (Beta) veröffentlicht. Sie liefert Produktfeeds für OpenAI und das Google Merchant Center sowie ein UCP-Profil mit Katalog, Warenkorb, Checkout und Bestellungen.
Voraussetzung für die Erweiterung ist Shopware 6.5.8 oder neuer; sie liegt aktuell in Version 1.4.0 vom 2. Oktober 2026 vor und steht im Beta-Status. Bewertungen im Store berichten von Fehlern nach Updates, deshalb gehört sie zuerst auf Staging, also eine Testkopie des Shops. ChatGPT-Registrierung und PayPal Store Sync bleiben laut Shopware US-Händlern vorbehalten.
Miniature Market, ein Händler für Brettspiele, Miniaturen und Hobbybedarf, hatte laut unserer Fallstudie Probleme mit Überverkäufen, wenn Lagerinformationen verzögert ankamen. Beim Umzug auf Shopware 6 haben wir das Lagerverwaltungssystem Deposco über eine Integrationsschicht von Patchworks angebunden, mit nahezu sofortigen Bestandsupdates und einem Abgleich des Bestellstatus in beide Richtungen.
Ein eigenes Vorbestell-Plugin schützt reservierte Mengen, und die Integration beseitigte laut Fallstudie die Verzögerungen, die zuvor zu Überverkäufen führten. Um Agenten ging es in diesem Projekt nicht, die Anforderung ist aber dieselbe: Ein Agent bestellt, was Feed und Store API als verfügbar melden, und Stripe verlangt Bestände und Preise alle 15 Minuten.
| Baustein | Shopware-Mittel | Aufwand (Erfahrungswert) |
|---|---|---|
| Produktdaten-Audit und Feldpflege | Eigenschaften, Zusatzfelder, Import/Export, PIM | 2 bis 10 Tage; 2.000 bis 10.000 € |
| Merchant-Center-Feed und Versandregeln | Produktvergleich-Verkaufskanal oder Feed-Erweiterung | 1 bis 3 Tage; 1.000 bis 3.000 € |
| Schema.org und Agenten-Zugang | Theme, robots.txt, Bot-Schutz des Hosters | 1 bis 3 Tage; 1.000 bis 3.000 € |
| Store-API-Prüfung mit Lasttest | Store API, Rule Builder, Cache | 2 bis 5 Tage; 2.000 bis 5.000 € |
| UCP-Pilot auf Staging | Agentic Commerce (Beta), Webhooks, Zahlungsanbieter | 3 bis 8 Tage; 3.000 bis 8.000 € |
Die Spannen sind Erfahrungswerte aus Shopware-Projekten mit Feeds und Schnittstellen, keine Angebote. Was ein Shopware-Projekt insgesamt kostet, lesen Sie unter Shopware Kosten. Einen ersten Befund liefert der kostenlose Agentic Readiness Scanner von Shopware.

Abbildung: Die Grafik zeigt die Kostenspanne je Baustein: Wer mit Produktdaten und Feed beginnt, finanziert zuerst den Teil, der heute schon in Google und ChatGPT wirkt. Quelle: Erfahrungswerte solution25 aus Shopware-Projekten mit Feeds und Schnittstellen, Stand Oktober 2026
| Zeitraum | Maßnahme | Ziel |
|---|---|---|
| Jetzt bis Ende 2026 | Produktdaten-Audit, Merchant-Center-Feed, Schema.org, Agenten-Zugang in robots.txt, Readiness-Scan, KI-Referrer im Tracking | Sichtbar in ChatGPT, AI Mode und Perplexity, Kanal messbar |
| 1. Halbjahr 2027 | UCP-Erweiterung auf Staging, Store-API-Lasttest, Rückgabe- und Versandregeln maschinenlesbar, Rechtstexte prüfen, Zahlungsanbieter festlegen | Technisch bereit, sobald Google oder OpenAI Europa freigeben |
| Ab Freigabe für Europa | Checkout im UCP-Profil aktivieren, Pilot mit einem Teilsortiment, Deckungsbeitrag je Kanal messen | Agentenkanal als kalkulierter Vertriebskanal, nicht als Experiment |
Unsere Einschätzung: Für die meisten Shopware-Händler in Deutschland lohnt sich 2026 die Arbeit an Produktdaten, Feed und Bestandsabgleich, ein eigener Agenten-Checkout noch nicht. Diese Arbeit zahlt sofort auf Google Shopping, AI Mode und die Suche im eigenen Shop ein, während der Kauf im Chat in Europa kein Datum hat. Einen UCP-Pilot planen wir erst, wenn der Feed fehlerfrei läuft und Preise und Bestände laufend stimmen.
| Kennzahl | Werkzeug | Richtwert | Rhythmus |
|---|---|---|---|
| Abgelehnte Produkte | Diagnose im Merchant Center | unter 2 % des Sortiments (Erfahrungswert) | wöchentlich |
| Aktualität von Preis und Bestand | Stichprobe Feed gegen Produktseite | keine Abweichung, Abgleich alle 15 Minuten (Stripe-Vorgabe) | wöchentlich |
| Nennung in KI-Antworten | 20 bis 30 feste Kaufanfragen in ChatGPT, AI Mode und Perplexity | steigender Anteil gegenüber der Ausgangsmessung | monatlich |
| Besuche und Umsatz aus KI-Diensten | Google Analytics 4, Verweisquellen wie chatgpt.com | Conversion-Rate mindestens auf Shop-Durchschnitt (Erfahrungswert) | monatlich |
Die Grenzen der Messung: Käufe, die ein Agent über UCP oder ACP abschließt, erzeugen keine Seitenaufrufe und erscheinen nur in den Bestelldaten des Shops. Nachsteuern sollten Sie, wenn abgelehnte Produkte zunehmen, das Merchant Center Preisabweichungen meldet oder in den Testanfragen Wettbewerber auftauchen und Ihr Shop nicht.
Agentic Commerce bezeichnet Einkäufe, bei denen ein KI-Agent im Auftrag eines Kunden Produkte sucht, vergleicht und bestellt. Der Agent spricht über Protokolle wie ACP oder UCP mit den Systemen des Händlers, der Vertragspartner des Kunden bleibt.
„Agentic“ beschreibt KI-Systeme, die Aufgaben in mehreren Schritten selbstständig ausführen, statt nur Fragen zu beantworten: Sie planen, rufen Schnittstellen auf und prüfen das Ergebnis.
Agentic Marketing meint Marketingaufgaben, die KI-Agenten übernehmen, und Marketing, das sich an Agenten als Zielgruppe richtet. Für Händler zählt der zweite Punkt, denn Agenten lesen Feeds und strukturierte Daten statt Banner und Landingpages.
Ja, der Umsatz verschiebt sich, er verschwindet nicht. McKinsey erwartet bis 2030 weltweit 3 bis 5 Billionen US-Dollar Umsatz über Agenten, und Vertragspartner des Kunden bleibt in ACP und UCP der Händler.
Nein. Instant Checkout war auf US-Nutzer und US-Händler beschränkt und läuft laut OpenAI aus. Deutsche Nutzer sehen Produktergebnisse und werden zum Kauf in den Shop geleitet, und auch der Checkout in Google AI Mode und Gemini ist auf die USA begrenzt.
Stand Oktober 2026 erheben OpenAI, Google, Shopify und Microsoft keine Kanalgebühr, es fallen nur die üblichen Zahlungsgebühren an. Die Vorbereitung eines Shopware-Shops kostet nach unseren Erfahrungswerten 5.000 bis 25.000 €, je nach Datenqualität und Sortiment.
Sie möchten wissen, ob ChatGPT, Google und Perplexity Ihre Produkte heute finden und was bis zum Checkout per Agent fehlt? Schreiben Sie uns: Wir prüfen Produktdaten, Merchant-Center-Feed, Schema.org und Store API Ihres Shopware-Shops und liefern eine Liste der Lücken je Baustein mit Aufwand und Reihenfolge.
Sie betreiben bereits einen Shop? Unsere kostenlose Shop-Analyse zeigt, wo Sie heute Umsatz liegen lassen, in der Suche wie in den KI-Antworten.
Mehr über unsere Arbeitsweise, Zertifizierungen und Standorte lesen Sie auf der Seite Shopware Agentur solution25.

Besnik Bilalli ist Gründer und CEO von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der ersten Kalkulation bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besnik Bilalli. Stand: Oktober 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Januar 2027.