
Magento Open Source, Adobe Commerce, Shopware 6 und WooCommerce im Vergleich: offizielle Preise, Technik, B2B, Agenturmarkt und die Migration von Magento zu Shopware 6, aus Sicht einer Agentur, die beide Seiten kennt.
Shopware 6 ist für die meisten Händler im deutschsprachigen Raum die wirtschaftlichste Wahl. Die Community Edition kostet keine Lizenz, Rise beginnt bei 600 € im Monat, Evolve mit B2B-Funktionen bei 2.400 €, und das Partnernetz in Deutschland ist das dichteste der drei Systeme.
Magento lohnt sich nur noch in zwei Fällen: als Adobe Commerce für Konzerne mit internationalem Multi-Store-Betrieb und Adobe-Budget, oder als Magento Open Source für Händler mit eigenem Entwicklungsteam, das einen Stack aus PHP 8.5, OpenSearch, RabbitMQ und Varnish dauerhaft betreibt.
WooCommerce passt zu kleinen Sortimenten auf einer bestehenden WordPress-Seite. Das Plugin ist kostenlos, Erweiterungen kosten laut WooCommerce 29 bis 299 US-Dollar im Jahr, und ab einigen tausend Produkten, B2B-Preisen oder ERP-Anbindung wird der Betrieb teurer als ein Shopware-Shop.
Wir haben vor der Gründung von solution25 selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seit 2017 setzen wir Shopware-Projekte um, inzwischen als Platinum Partner, dazu WooCommerce-Shops, und wir haben Händler von Magento 1 und Magento 2 zu Shopware 6 begleitet.
Ein unpassendes Shopsystem wird teuer, weil die Kosten nicht in der Lizenz stecken, sondern in Betrieb, Erweiterungen und einem späteren Wechsel. Dieser Beitrag richtet sich an Geschäftsführer und E-Commerce-Leiter vor einer Plattformentscheidung und an Händler, die einen Wechsel weg von Magento oder WooCommerce prüfen.
Nach dem Lesen können Sie anhand von Lizenz, Technik, B2B, Sicherheit und Agenturmarkt entscheiden, welches der drei Systeme zu Ihrem Shop passt, und wissen, wie eine Migration von Magento zu Shopware 6 abläuft. Alle Preise Stand Oktober 2026, zuzüglich Mehrwertsteuer.
| Kriterium | Magento (Open Source / Adobe Commerce) | Shopware 6 | WooCommerce |
|---|---|---|---|
| Anbieter und Lizenzmodell | Adobe (USA), seit 2018; Open Source unter OSL 3.0, Adobe Commerce kommerziell | Shopware AG (Schöppingen); Kern unter MIT-Lizenz, Pläne Rise, Evolve, Beyond | Automattic (USA); WordPress-Plugin unter GPLv3 |
| Lizenzkosten | Open Source 0 €, Adobe Commerce nur auf Anfrage | 0 € (Community Edition), Rise ab 600 €, Evolve ab 2.400 € im Monat, Beyond individuell | 0 € |
| Betriebsarten | Self-Hosting, Adobe Commerce on Cloud (PaaS), Adobe Commerce as a Cloud Service (SaaS) | Self-Hosting, PaaS, SaaS | WordPress-Hosting |
| Technischer Stack (aktuelle Version) | PHP 8.5, MariaDB 12.3 oder MySQL 8.4, OpenSearch 3 (Pflicht), RabbitMQ, Valkey, Varnish | PHP 8.2 oder neuer, MariaDB 10.11 oder MySQL 8.0, OpenSearch und Redis optional | PHP 8.3 oder neuer, MySQL 8.0 oder MariaDB 10.6, 256 MB Memory Limit |
| B2B | Nur Adobe Commerce B2B (Firmenkonten, geteilte Kataloge, Angebote, Freigaben) | B2B Components ab Evolve, Store-Erweiterungen für Community Edition und Rise | Nur über Plugins |
| Erweiterungen | Adobe Commerce Marketplace, Tausende Extensions | Mehr als 3.100 Erweiterungen im Shopware Store | WooCommerce Marketplace plus WordPress-Plugins |
| Passt für | Konzerne, internationale Multi-Store-Setups, Teams mit eigenen Magento-Entwicklern | Mittelstand, B2B, ERP-Anbindung, Datenhoheit in Deutschland | Kleine Sortimente, Content-Seiten mit Shop, schneller Start |
Das Muster zieht sich durch den ganzen Vergleich: Magento ist das mächtigste und im Betrieb teuerste System, WooCommerce das günstigste im Einstieg mit den engsten Grenzen. Shopware liegt dazwischen und deckt den größten Teil des deutschen Mittelstands ab.
Die Verbreitungszahlen zeigen zwei verschiedene Welten. Weltweit zählt W3Techs (Stand 28. Oktober 2026) WooCommerce auf 47,4 % aller erkannten E-Commerce-Systeme, Magento auf 1,6 % und Shopware auf 0,2 %. Unter den 1.000 umsatzstärksten B2C-Shops in Deutschland liegt Shopware laut einer EHI-Studie, die Shopware in einer Pressemitteilung vom Oktober 2025 zitiert, mit 11,5 % zum vierten Mal in Folge auf Platz 1.
Magento erschien 2008, seit dem 19. Juni 2018 gehört es zu Adobe. Heute gibt es zwei Linien: Magento Open Source, kostenlos unter der Open Software License 3.0, und Adobe Commerce, die kommerzielle Edition mit B2B-Modul, Cloud-Betrieb und Support durch Adobe.
Beide laufen auf demselben Kern der Release-Linie 2.4. Die aktuelle Version 2.4.9 erschien am 12. Mai 2026, ein vollständiges Release gibt es laut Adobe einmal im Jahr im Mai, Sicherheitspatches mindestens einmal im Jahr. Magento 1 ist seit Juni 2020 ohne Sicherheitsupdates.
Daneben existiert Mage-OS, eine von der Community getragene und nach eigenen Angaben von Adobe unabhängige Distribution auf Basis von Magento Open Source, Stand Oktober 2026 auf Basis von 2.4.9.
Shopware 6 kommt von der Shopware AG aus Schöppingen. Der Kern steht unter MIT-Lizenz, die kostenpflichtigen Pläne Rise, Evolve und Beyond ergänzen Funktionen und Support. Aktuell ist Shopware 6.7 (seit 17. Juni 2025), die Vorgängerversion 6.6 erhält laut endoflife.date bis 28. Februar 2028 Sicherheitsupdates.
Die Betriebsart wählen Sie selbst: Self-Hosting, PaaS oder SaaS. Rule Builder, Flow Builder, Erlebniswelten als visueller Page Builder und Shopware Payments sind bereits in der Community Edition enthalten.
WooCommerce ist ein Plugin, das WordPress um Produkte, Warenkorb und Checkout erweitert. Es gehört zu Automattic, steht unter GPLv3 und läuft laut WordPress-Plugin-Verzeichnis auf mehr als 7 Millionen aktiven Installationen (Version 11.2.1, Oktober 2026).
Der Shop teilt sich Datenbank, Theme und Update-Zyklus mit WordPress. Das macht den Start einfach und den Betrieb mit vielen Plugins anfällig. Was das im Alltag bedeutet, beschreiben wir unter Was ist WooCommerce?.
Die Lizenz ist bei allen drei Systemen der kleinste Posten. Umsetzung, Hosting, Erweiterungen und Betreuung entscheiden über das Budget. Trotzdem lohnt der Blick auf die offiziellen Preise, weil sie verraten, für wen jedes System gebaut ist.
| Kostenblock | Magento | Shopware 6 | WooCommerce |
|---|---|---|---|
| Lizenz | Open Source 0 €; Adobe Commerce nur auf Anfrage, keine Listenpreise | Community Edition 0 € bis 1 Mio. € GMV im Jahr, Rise ab 600 €, Evolve ab 2.400 € im Monat, Beyond individuell | 0 € |
| Hosting | Erfahrungswert 200 bis 2.000 € im Monat, wegen OpenSearch, Queue, Cache und Varnish | 50 bis 1.500 € im Monat beim Self-Hosting | Laut WooCommerce 25 bis 350 US-Dollar im Monat |
| Erweiterungen | Marketplace-Extensions, meist einmalig oder jährlich; Hyvä-Frontend kostenlos | Store-Plugins als Mietlizenz, 100 bis 900 € im Monat | 29 bis 299 US-Dollar im Jahr je Erweiterung |
| Zahlungsabwicklung | Je nach Anbieter, Gebühr pro Transaktion | Je nach Anbieter; Shopware Payments in allen Plänen verfügbar, Gebühr je Transaktion | WooPayments: 1,5 % plus 0,25 € je Transaktion mit europäischer Karte |
| Umsetzung durch eine Agentur | Markteinschätzung: selten unter 60.000 €, Adobe Commerce sechsstellig | 10.000 bis 250.000 €, je nach Umfang | Erfahrungswert 5.000 bis 30.000 € |
Magento Open Source kostet keine Lizenz. Für Adobe Commerce nennt Adobe auf der Preisseite keine Zahl, jeder Weg führt zu einem Kontaktformular. Lizenzsummen, die in Agenturblogs kursieren, sind Verhandlungsergebnisse einzelner Projekte aus früheren Jahren, kein Listenpreis.
Der eigentliche Kostentreiber bei Magento ist der Betrieb. Der Stack verlangt neben PHP und Datenbank OpenSearch, RabbitMQ, Valkey und in der Regel Varnish. Das braucht mehr Server und mehr Fachwissen als ein Shopware- oder WooCommerce-Hosting.
Eine gute Nachricht für Magento-Betreiber: Das verbreitete moderne Frontend Hyvä Theme ist laut hyva.io inzwischen kostenlos und ersetzt das langsame Standard-Frontend Luma. Nur die Komponentenbibliothek Hyvä UI kostet 250 € einmalig.
Die Community Edition ist kostenlos. Seit der Fair Usage Policy vom 24. März 2025 müssen Händler mit mehr als 1 Mio. € Jahres-GMV in einen kostenpflichtigen Plan wechseln und ihren GMV mindestens einmal im Jahr melden. Rise beginnt laut Preisseite bei 600 € im Monat, Evolve mit den B2B Components bei 2.400 €, Beyond wird individuell kalkuliert; der tatsächliche Preis richtet sich nach dem GMV.
Mit Hosting, Erweiterungen und Wartung liegt ein kleiner Shopware-Shop im ersten Jahr bei rund 25.000 €, ein mittelständischer Shop mit ERP-Anbindung bei 80.000 bis 120.000 €. Die vollständige Rechnung mit drei Beispielbudgets steht in unserem Beitrag zu den Shopware Kosten.
Das Plugin kostet nichts, und WooCommerce nimmt keine Provision. Auf der eigenen Preisseite rechnet WooCommerce mit 25 bis 350 US-Dollar im Monat für Hosting und 29 bis 299 US-Dollar im Jahr je Erweiterung. Abonnements kosten als Erweiterung 279 US-Dollar im Jahr, Buchungen 249, Mitgliedschaften 199, Produkt-Zusatzoptionen 79.
Ein Shop mit zehn kostenpflichtigen Erweiterungen liegt damit schnell bei 1.000 bis 2.000 US-Dollar im Jahr, dazu kommen Theme und die deutschen Pflichtangaben über Plugins wie Germanized oder German Market. Wer WooPayments nutzt, zahlt in Deutschland 1,5 % plus 0,25 € je Transaktion mit europäischer Karte, bei Karten von außerhalb Europas 2 % mehr.
Die Spannen in der Tabelle sind Erfahrungswerte aus Agenturprojekten und Angebotsvergleichen, keine Listenpreise. Magento-Projekte sind wegen des aufwendigeren Stacks und des meist nötigen eigenen Frontends teurer. Spezialisierte Shopware-Agenturen rechnen in Deutschland mit 100 bis 180 € je Stunde, Magento-Spezialisten sind seltener und in der Regel nicht günstiger.
Alle drei Systeme sind in PHP geschrieben und nutzen MySQL oder MariaDB, dort enden die Gemeinsamkeiten. Die Tabelle fasst die offiziellen Anforderungen der aktuellen Versionen zusammen, Quellen sind die Dokumentationen von Adobe, Shopware und WooCommerce.
| Komponente | Magento 2.4.9 | Shopware 6.7 | WooCommerce 11 |
|---|---|---|---|
| PHP | 8.5 | 8.2 oder neuer, empfohlen 8.4 | 8.3 oder neuer, getestet bis 8.4 |
| Datenbank | MariaDB 12.3 oder MySQL 8.4 | MariaDB ab 10.11.6 oder MySQL ab 8.0.22 | MySQL 8.0 oder MariaDB 10.6 |
| Suche | OpenSearch 3, Pflicht seit Version 2.4 | OpenSearch oder Elasticsearch, optional | MySQL-Suche, Suchplugins optional |
| Cache und Queue | Valkey 9, RabbitMQ 4.3, Varnish 8 | Redis oder Valkey optional, Queue über Datenbank oder RabbitMQ | Caching-Plugin oder Hoster-Cache |
| Arbeitsspeicher | Bis zu 2 GB für Upgrades | memory_limit mindestens 512 MB | memory_limit 256 MB |
| Weitere Anforderungen | Composer 2.10, nginx 1.30 | Node 20 oder neuer für den Build | WordPress 7.0, HTTPS |
Eine Suchmaschine ist bei Magento seit Version 2.4 Pflicht; Elasticsearch 7.17 ist seit dem 15. Januar 2026 ohne Support, Adobe empfiehlt den Wechsel auf OpenSearch. Ein Shared Hosting kommt für Magento nicht in Frage, realistisch ist ein dedizierter Server oder eine Cloud-Umgebung mit mehreren Diensten.
Voraussetzung für den Eigenbetrieb ist jemand, der Indexer, Cron-Jobs, Queue-Consumer und Cache-Invalidierung versteht, also die Hintergrundprozesse, die Daten aufbereiten und Seiten aktuell halten. In unseren Migrationsgesprächen ist das der häufigste Grund, warum mittelständische Händler Magento verlassen: nicht die Software, sondern der Betrieb.
Bei Shopware 6.7 sind OpenSearch und Redis optional und erst bei großen Sortimenten oder hohem Traffic nötig. Spezialisierte Shopware-Hoster in Deutschland bieten die passende Umgebung für kleine Shops ab etwa 50 € im Monat.
Welche Betriebsart zu welcher Shop-Größe passt, steht auf unserer Seite zum Shopware Hosting.
WooCommerce läuft auf jedem ordentlichen WordPress-Hosting. Bestellungen liegen bei neuen Installationen seit WooCommerce 8.2 in eigenen Tabellen (High-Performance Order Storage), Produkte stecken weiterhin im Beitragsmodell von WordPress mit Metadaten.
Bei einigen tausend Produkten mit vielen Varianten und Attributen wird genau das zum Problem: Filter und Suche werden langsam, und jede Lösung ist ein weiteres Plugin.
Shopware hat nach eigenen Angaben mehr als 1.600 Partner weltweit, der Schwerpunkt liegt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Partnerstufen sind an Zertifizierungen gebunden: Platin verlangt 20, Gold 10 Shopware-Zertifizierungen. Für Händler heißt das: Agenturen sind vergleichbar, ein Wechsel bleibt möglich.
Magento-Agenturen in Deutschland sind seltener und meist auf Adobe Commerce und Enterprise-Kunden ausgerichtet, für Magento Open Source finden mittelständische Händler heute schwerer ein Team als noch vor fünf Jahren. WooCommerce-Dienstleister gibt es in jeder Stadt, aber nur wenige mit E-Commerce-Tiefe über das Theme hinaus.
Shopware ist für den deutschen Fernabsatz gebaut: Grundpreise, Lieferzeiten, Button-Lösung, Widerruf und Rechnungsdokumente sind im Standard vorgesehen. Magento kommt aus den USA und braucht dafür Anpassungen durch die Agentur oder Extensions. WooCommerce deckt die Pflichtangaben über Plugins wie Germanized oder German Market ab, die bei jedem WooCommerce-Update mitgepflegt werden müssen.
Firmenkonten mit Rollen, geteilte Kataloge mit Kundenpreisen, Angebotsverhandlung, Bestellfreigaben und Schnellbestellung bietet Magento nur als Adobe Commerce B2B. Adobe kennzeichnet diese Funktionen in der Dokumentation ausdrücklich als exklusiv. Magento Open Source braucht dafür Extensions von Drittanbietern.
Shopware liefert die B2B Components ab Evolve: Angebote, Einkaufsfreigaben, Rollen und Rechte, Einkaufslisten, Budgets und Funktionen für den Außendienst. Für kleinere B2B-Shops reichen oft B2B-Erweiterungen aus dem Store auf Basis der Community Edition. WooCommerce kennt B2B nur über Plugins für Großhandelspreise und Kundengruppen, Freigabeprozesse und Budgets fehlen.
Magento ist mit Varnish, OpenSearch und Hyvä sehr schnell, aber nur in dieser Konfiguration. Mit Luma-Frontend und ohne Full Page Cache, also ohne Zwischenspeicher für ganze Seiten, gehört es zu den langsameren Systemen am Markt. Shopware 6 bringt HTTP-Cache und Unterstützung für einen vorgeschalteten Seiten-Cache (Reverse Proxy) mit, der Standard-Storefront erreicht mit sauberem Hosting gute Core Web Vitals, die Google-Kennzahlen für Ladezeit, Reaktion und Layoutstabilität, und WooCommerce hängt vollständig von Theme, Plugins und Caching ab.
Welche Stellschrauben bei Shopware den Unterschied machen, beschreiben wir unter Shopware Performance.
Entscheiden Sie nach Sortiment, Prozessen und Team, nicht nach Markenname. Die folgenden Profile stammen aus unseren Projekten der letzten Jahre.
Unsere Einschätzung: Für mittelständische Händler im deutschsprachigen Raum empfehlen wir Shopware 6, auch beim Wechsel weg von Magento, weil Betrieb und Weiterentwicklung auf dem schlankeren Stack planbarer sind und sich Agenturen leichter vergleichen lassen. Magento empfehlen wir nur Teams, die den Stack heute schon selbst betreiben. WooCommerce bleibt die richtige Wahl, solange der Shop klein ist und WordPress ohnehin gesetzt ist.
Ob die Entscheidung trägt, zeigt sich im Betrieb. Prüfen Sie diese Werte quartalsweise, nach einem Systemwechsel in den ersten acht Wochen wöchentlich.
| Kennzahl | Werkzeug | Richtwert |
|---|---|---|
| Core Web Vitals | PageSpeed Insights, Search Console | LCP (Ladezeit) bis 2,5 Sekunden, INP (Reaktionszeit) bis 200 Millisekunden, CLS (Layoutverschiebung) bis 0,1 |
| Aufwand je Update | Stundennachweis der Agentur | Patch-Updates in Stunden, Minor-Updates in wenigen Tagen |
| Pflege und Weiterentwicklung | Buchhaltung | 10 bis 20 % der ursprünglichen Projektkosten im Jahr |
| Conversion-Rate | Google Analytics 4 | Nach einem Wechsel mindestens auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums |
Nachsteuern sollten Sie, wenn Updates regelmäßig Wochen dauern, neue Anforderungen nur noch über weitere Plugins lösbar sind oder die Betriebskosten schneller wachsen als der Umsatz. Die Richtwerte für Updates und Pflege sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten, die Grenzwerte der Core Web Vitals stammen von Google.
Der Wechsel ist kein Update, sondern ein Neuaufbau mit Datenübernahme. Shopware stellt dafür den kostenlosen Migrationsassistenten bereit (Version 19.0.0 vom 20. Oktober 2026). Das Magento-Profil kommt als separate, ebenfalls kostenlose Erweiterung (Version 14.0.0 vom 21. Oktober 2026, kompatibel mit Shopware 6.6 und 6.7).
Das Magento-Profil unterstützt laut Shopware Store die Migration von Magento 2.0 bis 2.4. Die Unterstützung für Magento 1.9 wurde mit Version 11.0.0 vom 9. März 2026 entfernt, gleichzeitig kam ein eigenes Profil für Magento 2.4 hinzu.
Wer noch Magento 1 betreibt, hat zwei Wege: eine ältere Profilversion auf einer älteren Shopware-Version mit anschließendem Update, oder ein individuelles Importskript über die Admin-API von Shopware. Beides haben wir umgesetzt, der zweite Weg ist bei bereinigten Daten meist der sauberere.
| Daten aus Magento | Übernahme in Shopware 6 |
|---|---|
| Produkte (einfach, konfigurierbar, Downloads), Varianten, Eigenschaften, Bilder, Hersteller, Bewertungen, Bestände, Cross-Selling | Automatisch, laut Shopware-Dokumentation |
| Kategorien, Store Views als Verkaufskanäle | Automatisch, Domains der Verkaufskanäle danach prüfen |
| Kunden, Adressen, Kundennummern, Bestellungen | Automatisch; Bestellungen mit Lieferung in Magento gelten als geliefert, ohne Lieferung als offen, oder sie erhalten den im Pre-Mapping zugeordneten Status |
| Bestellstatus, Zahlungsarten, Steuersätze | Zuordnung per Pre-Mapping vor dem Lauf |
| Versandkosten, Konfiguration der Zahlungsarten, Dokument- und E-Mail-Vorlagen | Manuell neu anlegen |
| CMS-Seiten (Impressum, Über uns, Landingpages), Theme, Templates | Neuaufbau in Erlebniswelten und eigenem Theme |
| Extensions und individueller Code | Nicht migrierbar, Ersatz durch Store-Plugins oder Eigenentwicklung |
Der Assistent verbindet sich lesend mit der Magento-Datenbank, Medien lädt er per Download oder aus dem Shop-Verzeichnis. Der Lauf lässt sich laut Shopware-Dokumentation wiederholen, spätere Änderungen werden nachgezogen, und über Prüfsummen überträgt der Assistent nur geänderte Datensätze. Der Magento-Shop läuft bis zum Go-live unverändert weiter.
Ein kleiner Magento-Shop mit Standardprozessen ist in 2 bis 4 Monaten umgezogen, ein mittelständischer Shop mit ERP-Anbindung, eigenen Modulen und mehreren Sprachen braucht 4 bis 8 Monate. Als Budget gelten die gleichen Erfahrungswerte wie bei anderen Wechseln zu Shopware 6: ab etwa 20.000 € für kleine Shops, 40.000 bis 120.000 € im Mittelstand, ab 150.000 € im B2B mit komplexen Schnittstellen.
Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Seite zur Migration von Magento zu Shopware 6. Was für die Sichtbarkeit bei Google entscheidend ist, erklären wir unter SEO bei Plattform-Migrationen, und die letzte Prüfung vor dem Start deckt unsere Pre-Go-live-Checkliste ab.

Abbildung: Der Migrationsassistent übernimmt die Daten in einer von sechs Phasen; Dauer und Budget bestimmen Analyse, Theme, Erweiterungen und Tests. Ablauf und Dauer: Erfahrungswerte solution25 aus Migrationsprojekten, Stand Oktober 2026
Der Händler für Brettspiele, Miniaturen und Hobbybedarf Miniature Market betrieb einen großen Magento-Shop mit tausenden SKUs (Artikelnummern) und stieß bei Nachfragespitzen zu Neuerscheinungen auf Performance-Engpässe. Wir haben den Shop auf Shopware 6 migriert und die Schwachstellen des alten Setups gezielt ersetzt.
Laut Projektbericht lieferte der neue Shop schnellere Suche und Filter, bessere Ladezeiten und weniger Warenkorbabbrüche, dazu weniger Fulfillment-Fehler und Support-Tickets. Für die Systemwahl zeigt das Projekt: Lastverhalten, Lageranbindung und Sonderlogik wie Vorbestellungen gehören in den Anforderungskatalog, bevor Sie Systeme vergleichen.
Ja, Adobe hat die Übernahme von Magento am 19. Juni 2018 abgeschlossen. Seitdem heißt die kommerzielle Edition Adobe Commerce, die kostenlose Variante Magento Open Source bleibt unter der Open Software License 3.0 verfügbar.
Magento Open Source ist kostenlos. Adobe Commerce ist kostenpflichtig, einen Listenpreis veröffentlicht Adobe nicht, der Preis wird individuell angeboten. In beiden Fällen entstehen erhebliche Kosten für Hosting, Entwicklung und Betrieb, weil der Stack OpenSearch, RabbitMQ, Valkey und Varnish voraussetzt.
Für den deutschen Mittelstand ist Shopware 6 die naheliegende Alternative, mit deutschem Hersteller, dichtem Partnernetz und B2B-Funktionen ab Evolve. Für kleine Sortimente kommen WooCommerce und Shopify in Frage, für Konzerne SAP Commerce oder Salesforce Commerce Cloud. Wer bei Magento bleiben will, kann Mage-OS als community-getragene Distribution prüfen.
Shopify ist schneller live und im Einstieg günstiger, Shopware ist flexibler, nimmt keine Provision auf Bestellungen über fremde Zahlungsanbieter und ist im B2B deutlich stärker. Für Händler mit eigenen Prozessen und Schnittstellen ist Shopware meist ab dem zweiten Jahr die wirtschaftlichere Wahl.
Technisch lässt sich WooCommerce mit viel Caching, starkem Hosting und Erweiterungen weit skalieren. Wirtschaftlich lohnt sich das selten: Ab einigen tausend Produkten mit Varianten, B2B-Preisen oder ERP-Anbindung kosten Plugins, Pflege und Fehlersuche mehr als ein Shopware-Shop, der diese Anforderungen im Kern abbildet.
Nicht mehr. Das Magento-Profil für den Migrationsassistenten unterstützt in der aktuellen Version 14.0.0 Magento 2.0 bis 2.4, die Unterstützung für Magento 1.9 wurde im März 2026 mit Version 11.0.0 entfernt. Magento-1-Shops werden über eine ältere Profilversion oder ein individuelles Importskript über die Admin-API migriert.
Kleine Shops mit Standardprozessen brauchen 2 bis 4 Monate, mittelständische Shops mit ERP-Anbindung, eigenen Modulen und mehreren Sprachen 4 bis 8 Monate. Die Datenübernahme selbst ist der kleinste Teil, die meiste Zeit geht in Theme, Erweiterungen, Schnittstellen und Tests.
Schicken Sie uns Ihre Anforderungen aus den ersten fünf Schritten über unsere Kontaktseite. Wir prüfen, welches System sie am besten abdeckt, nennen Ihnen eine realistische Spanne für Budget und Dauer und sagen auch, wenn ein Wechsel für Sie nicht sinnvoll ist.
Sie betreiben bereits einen Shop, egal auf welchem System? Unsere kostenlose Shop-Analyse zeigt, wo Sie heute Umsatz liegen lassen und ob das Problem im System oder in der Umsetzung liegt.

Besnik Bilalli ist Gründer und CEO von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er selbst einen Online-Shop aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der ersten Kalkulation bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besnik Bilalli. Stand: Oktober 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Januar 2027.