Der Flow Builder gehört zum Kern von Shopware 6. Wir zeigen, wie Trigger, Bedingungen und Aktionen zusammenspielen, welche Funktionen an einen Tarif gebunden sind und wie Sie den ersten Flow anlegen und testen.
Mit Shopware 6 kam der Flow Builder: ein Low-Code-Werkzeug, mit dem Händler ereignisgesteuerte Abläufe direkt in der Administration anlegen, ohne eigenen Code. Ein Flow reagiert auf ein Systemereignis wie „Bestellung aufgegeben“, „Zahlungsstatus geändert“ oder „Kunde registriert“ und führt dann eine Folge von Aktionen aus.
Jeder Flow besteht aus drei Teilen:
Dieser Leitfaden erklärt, was der Flow Builder kann, was davon kostenlos ist, wie Sie den ersten Flow anlegen und testen und worauf Sie bei Fehlersuche und Sicherheit achten sollten. Grundlagen zur Plattform finden Sie auf unserer Seite zur Shopware-Entwicklung.
Der Flow Builder ist die visuelle Workflow-Automatisierung von Shopware 6. Shopbetreiber verketten Ereignisse, Bedingungen und Aktionen in einer Oberfläche und bilden damit eigene Geschäftslogik ab, ohne dass ein Entwickler ein Plugin schreiben muss.
Ein verbreiteter Irrtum kostet Teams viel Zeit: Der Flow Builder ist Teil des Shopware-6-Kerns. Er steht auch in der Community Edition zur Verfügung, Sie brauchen weder einen kostenpflichtigen Tarif noch ein separates Plugin.
Trigger, Bedingungen und Aktionen des Flow Builders sind in jeder Shopware-6-Installation enthalten. Drei Erweiterungen sind an einen Tarif gebunden und kommen über die Shopware-Commercial-Erweiterung:
Wenn eine Anleitung behauptet, der Flow Builder selbst sei kostenpflichtig, ist sie veraltet.
Es gibt keine eigenen Anforderungen für den Flow Builder, es gelten die normalen Voraussetzungen von Shopware 6. Für die aktuelle Linie 6.7 nennt Shopware:
Ältere Anleitungen nennen noch PHP 7.4 und MySQL 5.7. Diese Werte stammen aus der Zeit von Shopware 6.4 und gelten nicht mehr.
Mailversand: Die meisten ersten Flows verschicken eine E-Mail. Richten Sie den Mailservice in der Administration ein, bevor Sie den Flow bauen, sonst läuft die Aktion ins Leere.
API-Zugangsdaten, nur bei Bedarf: Client-ID und Client-Secret brauchen Sie für die Aktion „URL aufrufen“, die den Tarif Evolve voraussetzt. Für alles andere sind sie nicht nötig.
Da der Flow Builder zum Kern gehört, muss nichts installiert werden. Sie können sofort anfangen.
checkout.order.placed).Testen Sie komplexe Flows auf einer Staging-Umgebung, bevor Sie sie im Livesystem aktivieren.
var/log/prod.log im Shopware-Verzeichnis sowie die Logs des Webservers.Ist der Flow Builder in der kostenlosen Community Edition enthalten?
Ja. Der Flow Builder gehört zum Kern von Shopware 6 und wird in der Funktionsübersicht der Community Edition geführt. An einen Tarif gebunden sind nur drei Erweiterungen: Flows teilen (ab Rise), die Aktion „URL aufrufen“ (ab Evolve) und verzögerte Aktionen (nur Beyond). Sie kommen über die Shopware-Commercial-Erweiterung.
Kann ich eigene Ereignisse auslösen?
Ja. Entwickler können im Code eigene Events auslösen und als Flow-Trigger registrieren. Wie so ein Plugin entsteht, zeigen wir auf unserer Seite zur Shopware-Plugin-Entwicklung.
Kann ein Flow mehrere Aktionen enthalten?
Ja. Ein Flow kann beliebig viele Aktionen nacheinander ausführen und sich über Bedingungen verzweigen.
Funktioniert der Flow Builder in mehrsprachigen Shops?
Ja. Hinterlegen Sie sprachspezifische E-Mail-Vorlagen und legen Sie Flows je Verkaufskanal oder Sprache an.
Sie möchten wissen, welche Abläufe in Ihrem Shop sich automatisieren lassen? Unsere Shop-Analyse zeigt es Ihnen.