
Shopware 6 bringt GA4 mit und sendet seit 6.7.7 siebzehn E-Commerce-Events, braucht aber Einwilligung (in Österreich nach TKG 2021) und Consent Mode v2. Der Leitfaden zeigt Bordmittel, Tag Manager, Matomo und die typischen Fehler.
Shopware 6 bringt Google Analytics 4 bereits mit. Mess-ID im Verkaufskanal unter „Analyse“ eintragen, Google Analytics aktivieren, Cookie-Banner prüfen. Seit Shopware 6.7.7 sendet der Shop von Haus aus 17 Events, darunter view_item, add_to_cart, begin_checkout und purchase.
Wer Google Ads, Meta oder Server-Side-Tagging braucht, nimmt den Google Tag Manager. Ein GTM-Plugin aus dem Shopware Store kostet 4,90 bis 19,99 € im Monat und liefert einen dokumentierten dataLayer für GA4, Google Ads und weitere Tags.
Ohne Einwilligung kein Tracking. In Österreich verlangt § 165 Abs. 3 TKG 2021 die Einwilligung (in Deutschland § 25 TDDDG), bevor Analyse-Cookies gesetzt werden, und Google setzt für Werbefunktionen im EWR den Consent Mode v2 voraus. Matomo ist die Alternative mit Serverstandort nach Wahl, braucht in Deutschland aber ebenfalls eine Einwilligung, und auch in Österreich sind nach § 165 Abs. 3 TKG 2021 nur unbedingt erforderliche Cookies einwilligungsfrei.
Dieser Leitfaden richtet sich an Onlinehändler in Österreich mit Shopware 6. Die Technik ist dieselbe wie in Deutschland, bei der Einwilligung gilt in Österreich das Telekommunikationsgesetz 2021 (TKG 2021).
Wir haben vor der Gründung von solution25 selbst einen Online-Shop auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht, und ohne belastbare Zahlen aus dem Tracking wäre das nicht gegangen. Seit 2017 richten wir Analytics und Tag Manager in Shopware-Projekten ein, von der Community Edition bis zum B2B-Shop mit mehreren Verkaufskanälen.
Wer Werbebudget und Shop-Änderungen nach GA4 steuert, braucht Zahlen, die stimmen: Doppelt gezählte oder fehlende Bestellungen führen direkt zu falschen Entscheidungen. Dieser Beitrag richtet sich an Shop-Betreiber sowie E-Commerce- und Marketing-Verantwortliche mit Shopware-6-Shop, die GA4 einrichten oder ein bestehendes Tracking prüfen wollen.
Nach dem Lesen können Sie entscheiden, ob Bordmittel, Tag Manager oder Matomo zu Ihrem Shop passen, GA4 Schritt für Schritt einrichten und prüfen, ob Ihr Tracking jede Bestellung genau einmal und nur mit Einwilligung zählt. Alle Preise Stand Oktober 2026, zuzüglich Mehrwertsteuer. Der Beitrag ist keine Rechtsberatung.
GA4 zeigt, über welche Kanäle Besucher kommen, an welchem Schritt des Kauftrichters sie aussteigen und welcher Kanal wie viel Umsatz bringt. Technisch sendet der Shop dafür bei jeder Aktion ein Event mit Produkt- und Bestelldaten an Google, im Standard von Shopware nur nach Einwilligung.
Für Shopware 6 gibt es drei Varianten, Google Analytics 4 anzubinden. Sie unterscheiden sich weniger im Aufwand der Ersteinrichtung als in dem, was Sie später damit messen können.
| Variante | Einrichtung | E-Commerce-Events | Weitere Tags | Kosten | Passt für |
|---|---|---|---|---|---|
| Shopware-Bordmittel (gtag.js) | Mess-ID im Verkaufskanal, etwa 15 Minuten | 17 Standard-Events ab 6.7.7, nicht anpassbar | Nur Enhanced Conversions für Google Ads | 0 € | Shops, die ausschließlich GA4 brauchen |
| Google Tag Manager per Plugin | Container, Plugin, Tags, 1 bis 2 Tage | Dokumentierter dataLayer, erweiterbar | Beliebig viele, ohne Änderung am Shop | 4,90 bis 19,99 € im Monat | Shops mit Google Ads, Meta, Microsoft Ads oder Server-Side-Tagging |
| Manuelle Einbindung im Theme | Template-Erweiterung, eigene Events programmieren | Nur, was Sie selbst entwickeln | Möglich, jede Änderung ist ein Deployment | Entwicklerstunden | Headless-Frontends und Sonderfälle |
Unsere Einschätzung: Wir empfehlen die Bordmittel, solange GA4 Ihr einziges Tracking-Werkzeug ist. Sobald Google Ads mit Conversion-Tracking oder ein zweiter Pixel dazukommt, lohnt sich der Tag Manager. Beide Wege gleichzeitig zu betreiben ist der häufigste Fehler, den wir in Shop-Analysen finden: GA4 zählt dann jede Bestellung doppelt.

Abbildung: Die Grafik zeigt, wo Zahlen verloren gehen oder doppelt entstehen: ohne Einwilligung, bei zwei parallelen Tracking-Quellen und ohne Abgleich mit dem Admin. Grundlage: Shopware-Storefront-Plugin für Google Analytics (6.7.15.1), Google-Hilfe zu GA4 und Consent Mode; Darstellung solution25, Stand Oktober 2026
Universal Analytics verarbeitet seit dem 1. Juli 2023 keine Daten mehr, seit Juli 2024 sind die alten Properties samt Daten gelöscht. Wenn in Ihrem Shopware-Admin noch eine ID mit dem Präfix „UA-“ steht, läuft das Tracking seit über drei Jahren ins Leere.
Voraussetzungen für die Einrichtung sind ein Google-Konto mit Bearbeiterrechten in Analytics, Admin-Zugang zu Shopware und ein aktiver Cookie-Banner.
Legen Sie die Property vor dem ersten Test an. GA4 füllt keine Daten rückwirkend auf, und ein neuer Filter braucht 24 bis 36 Stunden, bis er greift.
Shopware 6 hat eine eigene Google-Analytics-Anbindung in der Storefront. Sie lädt gtag.js und sendet die wichtigsten E-Commerce-Events, ohne dass Sie ein Plugin brauchen.
Öffnen Sie im Admin den Verkaufskanal und wechseln Sie in den Reiter „Analyse“. Die sechs Felder sind in der Shopware-Dokumentation beschrieben.
| Feld | Funktion | Unsere Empfehlung |
|---|---|---|
| Tracking-ID | Die Mess-ID aus GA4 (Format G-XXXXXXXXXX) | Pro Verkaufskanal die passende ID eintragen |
| Google Analytics aktivieren | Schaltet das Tracking für diesen Verkaufskanal ein | Erst aktivieren, wenn der Cookie-Banner steht |
| IP-Anonymisierung | Setzt den Parameter anonymize_ip im gtag-Aufruf | Aktivieren. GA4 speichert laut Google ohnehin keine IP-Adressen, der Schalter schadet nicht |
| Bestellungen verfolgen | Sendet das purchase-Event mit Bestellwert und Positionen | Aktivieren, sonst fehlt der Umsatz |
| Enhanced Conversions | Übermittelt nach dem Kauf die gehashte E-Mail-Adresse an Google Ads | Nur mit Einwilligung für Marketing und Hinweis in der Datenschutzerklärung |
| Offcanvas-Warenkorb tracken | Löst view_cart auch beim Öffnen des seitlichen Warenkorbs aus | Ausschalten, wenn sich der Warenkorb nach jedem „In den Warenkorb“ von selbst öffnet, sonst zählt jede Ansicht doppelt |
Nach dem Speichern den Cache leeren und die Storefront in einem privaten Fenster aufrufen. Das Skript lädt erst, wenn der Cookie-Banner die Einwilligung für Statistik oder Marketing gespeichert hat.
Mit Version 6.7.7.0 vom 2. Februar 2026 hat Shopware die GA4-Integration ausgebaut. Die Storefront registriert seitdem 17 Event-Klassen, vorher waren es 13. Die Release Notes nennen die neuen Events, der Quellcode des Storefront-Plugins bestätigt die Liste.
Das deckt die von Google empfohlenen E-Commerce-Events ab, mit denen GA4 den Kauftrichter und die Produktberichte füllt. Shops auf 6.6 oder auf 6.7-Versionen vor 6.7.7 senden weder view_cart noch die Versand- und Zahlungsschritte.
Die Shopware-Anbindung sendet ausschließlich an GA4. Google-Ads-Conversions, Meta-Pixel, Microsoft Ads oder ein Server-Container lassen sich damit nicht anbinden, und die Events lassen sich ohne eigene Programmierung weder ändern noch ergänzen. Die Shopware-Dokumentation verweist für eigene Events ausdrücklich auf Erweiterungen aus dem Store.
Der Google Tag Manager trennt das Tracking vom Shop-Code. Der Shop liefert einen dataLayer mit Produkt-, Warenkorb- und Bestelldaten, im GTM entscheiden Sie, welcher Tag welche Daten wohin schickt. Was Tags, Trigger und Variablen sind, erklärt unser Beitrag zum Google Tag Manager in Shopware.
Shopware hat keinen E-Commerce-dataLayer für den Tag Manager. Den liefern Plugins, die den Container einbinden, die Events als dataLayer-Pushes ausgeben und die Einwilligung an den Consent Mode weiterreichen. Vier etablierte Erweiterungen im Vergleich, Preise laut Shopware Store:
| Erweiterung | Hersteller | Preis (netto) | Kompatibel mit | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| GA4, Google & ChatGPT Ads with Google Tag Manager & Server-Side Tagging | MISSION OM GmbH | 19,99 € im Monat oder 215,99 € im Jahr | 6.1 bis 6.7.15.1 | Consent Mode v2 inklusive Advanced, Server-Side-Tagging, Vorlagen für zehn Consent-Tools, 94 Bewertungen mit 5,0 Sternen |
| Google Tag Manager, GA4 & Google Ads (including server-side tracking) | Biloba IT | 14,99 € im Monat oder 149 € im Jahr | 6.0 bis 6.7.15.1 | Fertiger Container-Import, Consent Mode v2 mit optionalem Advanced-Modus, acht Consent-Tools, 16 Bewertungen mit 5,0 Sternen |
| Google Tag Manager + GA4 + Remarketing | codiverse | 9,99 € im Monat oder 99,99 € im Jahr | 6.1 bis 6.7.15.1 | Quick-Start-Container, serverseitiges Purchase-Tracking per Measurement Protocol, 19 Bewertungen mit 4,8 Sternen |
| Google Tag Manager GA4 + GAds + Server-Side Tracking + Enhanced Conversions | ACRIS E-Commerce GmbH | 4,90 € im Monat oder 49,90 € im Jahr | 6.4.18 bis 6.7.15.1 | Zwei Container-Vorlagen, Consent Mode Basic und Advanced, abgestimmt auf ACRIS EU Cookie Policy Pro, 10 Bewertungen mit 4,9 Sternen |
Alle vier bieten einen kostenlosen Testmonat und laufen auf der aktuellen Version 6.7.15.1. Die Preisunterschiede erklären sich vor allem durch Server-Side-Funktionen und die Zahl der unterstützten Werbekanäle. Wie sich solche Mietlizenzen in das Gesamtbudget einordnen, zeigt unser Beitrag zu den Shopware Kosten.
Server-Side-Tagging, also ein eigener GTM-Server-Container unter Ihrer Domain, verlängert die Lebensdauer von Cookies und umgeht einen Teil der Adblocker. Es ersetzt keine Einwilligung und lohnt sich erst bei nennenswertem Werbebudget, weil Hosting und Pflege dazukommen.
Im selben Container landen später der Meta-Pixel, Microsoft Ads oder Affiliate-Tags. Genau dafür ist der Tag Manager gedacht: ein Event aus dem Shop, beliebig viele Empfänger.
Der dritte Weg, das Snippet per Template-Erweiterung selbst einzubauen, liefert ohne Plugin keine E-Commerce-Daten und muss bei jedem Theme-Update nachgezogen werden. Für Standard-Storefronts rechnet sich das nicht, für Headless-Frontends ist es der einzige Weg.
GA4 kennt eine feste Liste empfohlener Events für den Online-Handel. Nur wenn Ereignisname und Parameter exakt stimmen, füllen sich der Bericht „Käufe im E-Commerce“ und der Kauftrichter. Die Vorgaben stehen in der GA4-Entwicklerdokumentation.
| Event | Wann es feuert | Kernparameter | Typische Fehlerquelle in Shopware |
|---|---|---|---|
| view_item_list | Kategorie-, Such- und Cross-Selling-Listen | item_list_id, item_list_name, items | Fehlender item_list_name macht Listen im Bericht ununterscheidbar |
| view_item | Aufruf der Produktdetailseite | currency, value, items mit item_id oder item_name | item_id weicht von der ID im Merchant-Center-Feed ab |
| add_to_cart | Klick auf „In den Warenkorb“, aus Listen und Offcanvas | currency, value, items mit quantity | Je nach Plugin zählt eine Mengenänderung im Warenkorb als neuer add_to_cart |
| begin_checkout | Klick auf „Zur Kasse“ | currency, value, coupon, items | Bei eigenen Theme-Buttons fehlt oft der Selektor, das Event bleibt aus |
| add_shipping_info, add_payment_info | Auswahl von Versand- und Zahlungsart | shipping_tier, payment_type, items | Nur ab Shopware 6.7.7 oder per Plugin verfügbar |
| purchase | Bestellbestätigung (checkout/finish) | transaction_id, value, tax, shipping, currency, items | Neuladen der Bestellbestätigung oder Rücksprung vom Zahlungsanbieter sendet purchase erneut |
Für jedes Element im items-Array verlangt Google mindestens item_id oder item_name, empfohlen sind beide. Zusammen mit value gehört immer currency in das Event, sonst rechnet GA4 den Umsatz falsch oder gar nicht. Ein Event darf bis zu 200 Positionen enthalten.
Ein purchase-Event aus einem Shopware-Shop sieht vereinfacht so aus: transaction_id „10042“ (die Bestellnummer), value 189,90, tax 30,32, shipping 4,90, currency „EUR“ und zwei items mit item_id (Produktnummer), item_name, item_brand, item_category, price und quantity. Legen Sie vorab fest, ob value brutto oder netto übermittelt wird, sonst sind Monatsvergleiche wertlos.
Die Transaktions-ID ist Ihr Abgleichschlüssel zum Shopware-Admin. Prüfen Sie, ob Ihr Plugin ein Neuladen der Bestellbestätigung abfängt, sonst steht dieselbe Bestellnummer mehrfach in GA4.
Google Analytics speichert Cookies im Browser und liest sie aus. Dafür verlangt in Österreich § 165 Abs. 3 TKG 2021, in Deutschland § 25 Abs. 1 TDDDG (früher TTDSG), eine Einwilligung auf Grundlage klarer und umfassender Informationen. Ausgenommen ist nur, was unbedingt erforderlich ist, um einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten Dienst bereitzustellen.
Die deutsche Datenschutzkonferenz stellt in der Orientierungshilfe für Anbieter digitaler Dienste (Version 1.2, November 2024) klar, dass die Messung von Besucherzahlen nicht per se zum Basisdienst gehört, also nicht unter die Ausnahme fällt. Vorangekreuzte Kästchen, Weitersurfen oder ein reiner „OK“-Button sind keine Einwilligung, Ablehnen muss so einfach sein wie Zustimmen, und der Widerruf darf nicht in der Datenschutzerklärung versteckt werden.
Dazu kommt die Google-Seite: Google verlangt von Werbetreibenden mit Nutzern im EWR den Consent Mode v2, um Messung, personalisierte Werbung und Remarketing weiter nutzen zu können; durchgesetzt wird das seit März 2024. Ohne die Signale verliert ein Google-Ads-Konto Zielgruppen und Conversion-Modellierung, selbst wenn die Nutzer eingewilligt haben.
Im Basic-Modus bleiben die Google-Tags bis zur Einwilligung blockiert, es fließen keine Daten zu Google. Im Advanced-Modus laden die Tags sofort und senden ohne Einwilligung cookielose Pings, aus denen Google fehlende Conversions modelliert. Basic ist für die meisten Shops die richtige Variante; Advanced ist in Deutschland umstritten, weil auch ohne Einwilligung Daten an Google gehen.
Der Standard-Banner wird unter Einstellungen, Stammdaten, „Recht und Datenschutz“ mit der Option „Standard-Cookie-Hinweis verwenden“ eingeschaltet. Der Button „Alle Cookies akzeptieren“ ist optional; ohne ihn müssen Besucher jede Cookie-Gruppe einzeln wählen.
Technisch setzt der Banner bei Zustimmung die Cookies google-analytics-enabled (Gruppe Statistik) und google-ads-enabled (Gruppe Marketing). Das Analytics-Skript von Shopware startet erst, wenn einer dieser Cookies den Wert 1 hat, setzt die vier Consent-Signale standardmäßig auf denied und aktualisiert sie beim Klick im Banner. Das entspricht dem Basic-Modus des Consent Mode v2.
Setzen Sie ein externes Consent-Tool ein, muss es genau diese beiden Cookies setzen, sonst bleibt das Shopware-Tracking stumm oder läuft im schlechtesten Fall ohne Einwilligung. Seit Version 6.7.3 zeigt Shopware den Banner zudem erneut, sobald sich die Cookie-Konfiguration ändert, etwa nach dem Einbau eines neuen Tags.
Entscheidend ist nicht das Tool, sondern dass es die Shopware-Cookies setzt, den Consent Mode v2 bedient und das Ablehnen gleichwertig anbietet. Jeder neue Tag im GTM ist außerdem ein neuer Zweck, der im Banner und in der Datenschutzerklärung auftauchen muss.
Matomo ist die verbreitetste Open-Source-Alternative zu Google Analytics. On-Premise ist die Software laut Preisseite kostenlos, mit unbegrenzten Nutzern und Hits, und läuft auf Ihrem eigenen Server oder bei Ihrem Hoster in Deutschland. Matomo Cloud beginnt bei 29 € im Monat (netto) für 50.000 Hits, die Daten liegen in Frankfurt, die Testphase dauert 21 Tage.
Die Anbindung an Shopware läuft über Store-Plugins, etwa Matomo (Piwik) Tracking und Matomo (Piwik) E-Commerce von Martin Eisenführer (ab 2,91 € und 3,33 € im Monat) oder Matomo Tracking and Ecommerce von Campit (ab 5,00 € im Monat). Sie übermitteln Produktansichten, Warenkorb und Bestellungen an das E-Commerce-Modul.
Die verbreitete Annahme, Matomo laufe ohne Cookie-Banner, hält Matomo selbst für Deutschland nicht aufrecht. In der eigenen FAQ empfiehlt das Unternehmen, JavaScript-Tracking unter dem TDDDG als einwilligungspflichtig zu behandeln; nur die serverseitige Log-Analyse gilt als klar außerhalb des Anwendungsbereichs.
Dazu kommt: Google Ads und die Modellierung von Conversions funktionieren nur mit den Google-Signalen. Shops, die über das Google Merchant Center und Performance-Max-Kampagnen verkaufen, kommen um Google-Ads-Tags im Tag Manager nicht herum.
Die Einrichtung im Detail beschreibt unser Beitrag zu Econda und Matomo für Shopware.
Kein Setup geht ungetestet live. GA4 bringt mit DebugView ein Werkzeug mit, das jedes Event eines einzelnen Geräts in Echtzeit mit allen Parametern zeigt.
Testen Sie auf der Staging-Umgebung mit einer eigenen GA4-Property. Jede Testbestellung in der Live-Property verfälscht den Umsatz dauerhaft.
Die Grenzen der Messung gehören zur Auswertung: GA4 zählt nur Besucher mit Einwilligung, Adblocker verwerfen weitere Events. Maßgeblich für Umsatz und Bestellungen bleibt der Shopware-Admin, GA4 zeigt Kanäle, Trends und Verluste im Trichter.
Bei der Beauty- und Hautpflegemarke HelloBody war das Tracking vor dem Neuaufbau der Shopware-Storefront fragmentiert und zeigte nicht, wie Nutzer mit den Inhalten interagierten. Im Projekt haben wir die Events neu strukturiert, die Sichtbarkeit des Kauftrichters verbessert und ein Monitoring eingerichtet.
Laut Projektbericht gewann HelloBody damit präzise Einblicke in das Nutzerverhalten. Das Team konnte Änderungen nach ihrem Einfluss auf die Conversion-Rate priorisieren, Kampagnen genauer bewerten und Nachfrage und Lager zuverlässiger planen. Für Ihr Setup heißt das: Erst wenn Events und Trichter sauber definiert sind, lassen sich Maßnahmen nach ihrer Wirkung auf den Umsatz ordnen.
Drei Fragen genügen für die Entscheidung.
Im Admin den Verkaufskanal öffnen, Reiter „Analyse“, die Mess-ID aus GA4 (Format G-XXXXXXXXXX) eintragen, „Google Analytics aktivieren“ und „Bestellungen verfolgen“ einschalten, Cache leeren. Der Cookie-Banner muss aktiv sein, sonst lädt das Skript nicht. Für Shops in Österreich gilt dasselbe Vorgehen.
Seit Version 6.7.7 sind es 17 Events, darunter view_item_list, view_item, add_to_cart, remove_from_cart, view_cart, begin_checkout, add_shipping_info, add_payment_info, purchase und add_to_wishlist. Frühere Versionen senden 13 Events ohne view_cart und ohne die Versand- und Zahlungsschritte.
Nicht für GA4 allein. Sobald Google-Ads-Conversions, Meta-Pixel, Microsoft Ads oder Server-Side-Tagging dazukommen, erspart der Tag Manager jede weitere Änderung am Shop. Die passenden Plugins kosten 4,90 bis 19,99 € im Monat und bringen fertige Container-Vorlagen mit.
Mit vorheriger Einwilligung, einem Banner mit gleichwertigem Ablehnen-Button, Consent Mode v2 und einer vollständigen Datenschutzerklärung lässt sich GA4 in Deutschland und Österreich einsetzen, in Österreich mit § 165 Abs. 3 TKG 2021 als Grundlage für die Einwilligung. Google gibt an, für EU-Nutzer keine IP-Adressen zu speichern und die Daten über Server in der EU zu erfassen. Ob das in Ihrem Fall ausreicht, klären Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Der Consent Mode überträgt die Entscheidung des Nutzers in vier Signalen an Google: analytics_storage, ad_storage, ad_user_data und ad_personalization. Google verlangt ihn von Werbetreibenden mit Nutzern im EWR, um Remarketing, Zielgruppen und Conversion-Modellierung weiter zu nutzen. Die eigene Anbindung von Shopware setzt die Signale ohnehin, Plugins müssen es ebenfalls tun.
Weil GA4 nur Käufer zählt, die im Banner zugestimmt haben, und weil Adblocker und Browser-Schutzfunktionen weitere Events verwerfen. Eine Lücke in Höhe der Ablehnungsquote ist normal. Größere Abweichungen deuten auf eine fehlende Kopplung an die Einwilligung, doppelte Events oder Zahlungsanbieter als Referrer hin.
Matomo bietet volle Datenhoheit, Serverstandort nach Wahl und kostet On-Premise nichts. Es ersetzt aber nicht die Google-Ads-Signale, und auch Matomo empfiehlt für JavaScript-Tracking in Deutschland eine Einwilligung. Für Shops mit nennenswertem Google-Ads-Budget ist die Kombination aus Matomo und GA4 per Tag Manager meist die bessere Lösung.
GA4 und der Google Tag Manager sind kostenlos. Bezahlt werden das GTM-Plugin (4,90 bis 19,99 € im Monat), ein Consent-Tool (0 bis rund 10 € im Monat für Store-Plugins) und die Einrichtung, für die wir mit GTM, Consent Mode und Google-Ads-Conversions ein bis zwei Agenturtage ansetzen.
Wir betreuen Onlinehändler in Österreich und Deutschland. Sie wissen nicht, ob Ihr Shop doppelt zählt, Bestellungen verliert oder ohne Einwilligung trackt? Schreiben Sie uns, wir prüfen Ihr GA4- und GTM-Setup, richten Consent Mode v2 ein und dokumentieren den dataLayer für Ihr Marketing-Team. Weitere Anbindungen finden Sie unter Shopware Marketing-Integrationen.
Sie betreiben bereits einen Shopware-Shop? Unsere kostenlose Shop-Analyse prüft Conversion-Flow, Ladezeit und SEO und zeigt in zwei Werktagen, wo Ihr Shop Umsatz verliert. Das Tracking-Setup prüfen wir auf Anfrage gesondert.
Mehr über unsere Arbeitsweise, Zertifizierungen und Standorte lesen Sie auf der Seite Shopware Agentur solution25.

Besar Bilalli ist Mitgründer und Co-CEO von solution25, der Shopware Agentur aus Bremen. Vor der Agenturgründung 2017 hat er gemeinsam mit Besnik Bilalli einen eigenen Online-Shop ohne Startkapital aufgebaut und auf mehr als 500 Bestellungen am Tag gebracht. Seitdem begleitet er Händler bei Shopware-Projekten, von der Systemauswahl bis zum laufenden Betrieb. Fragen zum Artikel beantwortet er gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Verantwortlich für Inhalt und Aktualisierung: Besar Bilalli. Stand: Oktober 2026. Nächste inhaltliche Prüfung: Jänner 2027.